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Alt 01.09.2014, 00:19
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Jackdaw Jackdaw ist offline
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Registriert seit: 31.08.2014
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Standard AW: verschwundene Dinge

Zitat:
Zitat von Babel Beitrag anzeigen
[…] Die Läden schlossen früh (während die tägliche Arbeitszeit Berufstätiger später endete). Am Abend war man auf die Schaufenster angewiesen, wenn man sehen wollte, was die Läden zu bieten hatten – heute geht man rein. […]
Vielen Dank für's Antworten - die Ladenschlusszeiten waren früher nach recht streng gesetzlich geregelt, und irgendwie haben die Verbraucher (auch wegen der seinerzeit rollenspezifischen "Arbeitsteilung") also bedachtsamer haushalten müssen. Der abendliche Schaufensterbummel war also insgeheim "ein Blick in die Zukunft", nämlich welche Anschaffungen in absehbarer Zeit für nötig und realisierbar gehalten wurden.

In den Auslagen war zu sehen, was dem eigenen Haushalt zur Komplettierung noch zu fehlen schien. Die Funktion hat sicher zum großen Teil die Werbung (ob Plakat, ob Beilagenprospekt, ob TV-Spot) übernommen. Insofern gilt aber auch zu bedenken, dass die Werbung wirksamer geworden ist - obwohl die meisten Menschen deren psychologische Tricks zu durchschauen glauben.

Nein, die geschlossene Ladentür dürfte wohl nicht als abweisend empfunden worden sein, zumal damals das Innere eines Gebäudes "Geborgenheit" versprach, während heute selbst die optische Schranke zwischen Verkäufer und Kunde fast überall fortgefallen ist, um "Offenheit" zu signalisieren. Und eine "Begegnung auf Augenhöhe".
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