Thema: Nachtwachen
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Alt 28.10.2011, 11:06
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Nachtwachen

Liebe Sonja, ein eindrucksvoller Bericht von dir (wie so viele!).-
Nachtwachen bei den Verstorbenen kenne ich noch aus früherer Zeit
(Großeltern), als noch im Hause aufgebahrt wurde. Es war ursprünglich
wohl auch ein Aufpassen, falls jemand doch nicht "wirklich tot" sein
sollte. Drei Tage lag der Tote im offenen Sarg. Es kursierten ja immer mal
Geschichten von "Scheintoten" oder lebendig Begrabenen. Den Tod feststellen,
da gab es Spiegel-, Kerze- oder Fingernageltest. Habe ich nicht erlebt, nur
gehört! Im Krankenhaus gibt es heuer natürlich andere Arten. den Tod
festzustellen (Herz- und Hirnfunktionen).- Eine Angst kursiert auch wegen
Organspenden: nimmt man mir erst ein Organ, wenn ich wirklich
tot bin? Vor dem Tod hat man weniger Angst, denn dann ist ja alles vorbei.
Das Problem ist das Sterben, wie verlasse ich diese Welt? Noch ein Problem
möchte ich hier mal ehrlich erwähnen: was kostet heuer eine Beerdigung?
Für viele Menschen , die sich finanziell nicht gut stehen, eine große Sorge.
Hier gibt es neuerdings die Möglichkeit, unter einem Baum die Urne zu
bestatten (Ev. Friedhof). Nicht zu verwechseln mit einem Friedwald!
-Sende dir, liebe Sonja, herzliche Grüße: Ulrike
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