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Alt 30.01.2010, 09:50
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Dresdner Dresdner ist offline
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Standard AW: Originale (Personen) des Ortes, der Region

Ein Original der Gegenwart ist der Drehorgelmann am Dresdner Residenzschloss der Wettiner, gegenüber der Semperoper.

SZ-online schreibt dazu in dieser Woche:

Zitat:
Der Dresdner Drehorgelmann feiert 70.

Jochen Schalk hat heute Geburtstag. Mit Freunden feiert er im Lindenhaus der Dresdner Tafel.
Die Geburtstagstorte dürfte inzwischen bei Jochen Schalk angekommen sein – eine neunstöckige Schichttorte aus Mürbeteig mit Johannisbeergelee und Buttercreme hat ihm seine Frau versprochen, gebacken nach uraltem Familienrezept.

Der Drehorgelspieler lebt seit Jahren getrennt von ihr, sie haben aber ein sehr herzliches Verhältnis, sagt er. Silvia Freifrau von Gravenreuth wird heute zwar nicht mit ihm im Lindenhaus auf der Mathildenstraße feiern, wo die Chefin der Dresdner Tafel, Edith Franke, für ihn von 15 bis 18 Uhr eine Feier ausrichten lässt. Doch Freunde sind aus seiner früheren Heimat Bad Salzuflen und Göttingen angereist. Und sicher werden zahlreiche Dresdner kommen, um ihm zu seinem 70. zu gratulieren.

Lange haben sie den Musikanten vom Theaterplatz nicht mehr gesehen und spielen hören. Jochen Schalk ist seit Sommer sehr krank. Im Oktober hatte er eine Bypass-Operation und kann nur schwer laufen. Im Frühjahr ist die nächste geplant. „Ich hatte mir vorgenommen, zu Ostern wieder zu spielen, ein, zwei Stunden, aber mein Arzt ist gar nicht begeistert“, erzählt das Dresdner Urgestein. So hofft er denn auf den Frühsommer.

Bis dahin hat er vielleicht auch eine neue Wohnung gefunden. Die jetzige ist für seine wirtschaftliche Lage zu groß und zu teuer. „Eine Spenderin hat meine Mietschulden übernommen, jetzt suche ich zusammen mit dem Sozialamt ein neues Zuhause“, sagt Schalk.
Markenzeichen von Schalks Drehorgel ist ein alter Plüschaffe, der sich bei jeder Spende "bedankt". Schalk ist auch von seiner Bekleidung her ein Original, sein Äußeres erinnert an die Minnesänger des Mittelalters. Für ein nettes Gespräch ist er gern zu haben und für jede Spende ist er dankbar. Eines kann er aber gar nicht leiden: Touristen, die ihn ungefragt filmen oder photographieren. Diese Leute bekommen dann schon einmal sehr derbe Bemerkungen zu hören und wenn sie darauf nicht reagieren, wird der Drehorgelmann richtig wütend.
Wünschen wir dem Drehorgelmann aber erst einmal gute Besserung und dass er spätestens im Sommer wieder die Dresdner und ihre Besucher unterhält.

Dresdner
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