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Alt 02.12.2015, 19:38
Babel Babel ist offline
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Standard AW: Buchsbaum auf dem Friedhof

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Zitat von ulli292 Beitrag anzeigen
Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass Buchsbäume immergrüne Pflanzen sind? Außerdem sind sie oft auf Gräbern zu finden, man hat die Zweige also "griffbereit ".
Danke für deine Antwort! Man kann hier und da lesen, daß der Buchsbaum als Symbol für das ewige Leben (o. ä.) galt bzw. gilt, und dafür ist ganz sicher verantwortlich, daß er eine immergrüne Pflanze ist (es gibt aber auch andere immergrüne Pflanzen ). Daß man Buchsbaum auf Gräber pflanzt, kann mit dieser Symbolik zu tun haben oder auch nur "üblich" sein – es sieht halt besser aus, wenn die Grabbepflanzung nicht über den Winter völlig verdorrt.

In einem Katalog zu einer volkskundlichen Ausstellung zum Thema "Die Lebenden und ihre Toten" (Les vivants et leurs morts, Bastogne (B) 1989) heißt es: "Am Palmsonntag kommen viele Pfarrkinder in die Kirche, und am Ende der Messe nehmen sie geweihte Buchsbaumzweige mit*), die sie an verschiedene Orte bringen. Meist steckt man ein Zweiglein ans Kruzifix im Haus, manchmal an die Wegekreuze. Manche Leute legen etwas davon in den Dachboden, um das Haus vor Blitzschlag zu schützen. Andere werfen während des Gewitters Buchsbaum ins Feuer. Früher war es auch Sitte, ein Zweiglein am Geschirr der Pferde anzubringen; dieser Brauch ist verschwunden, dafür steckt man den Zweig heute ins Auto. Nur noch selten trägt man den Buchsbaumzweig am Hut oder an der Mütze. Noch sehr lebendig ist dagegen der Brauch, den Buchsbaumzweig, das Symbol der Ewigkeit, auf die Gräber zu bringen, auch wenn diese Sitte nicht mehr so in Blüte steht wie früher. Noch erhält auf manchen Friedhöfen jedes Grab seinen Buchsbaum. Interessant waren die vielen Varianten des Worts, die die Zeugen der Untersuchung von 1988 und auch der Atlas linguistique gebrauchten, um diese Handlung – den Buchsbaumzweig aufs Grab zu legen – zu bezeichnen."[/COLOR]
*) Die Verwendung von Buchs in Palmbuschen ist hier überall zu beobachten.

Mich interessiert vor allem, wie verbreitet das Buchszweiglein als Weihwasserwedel auf den Gräbern (noch?) ist.
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