Thema: Hexenprozesse
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Alt 26.10.2009, 12:02
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Hexenprozesse

"Wasserprobe" - soll von Papst Eugen vorgeschlagen worden sein, um Hexen und
Zauberer zu überführen: Der Daumen der rechten Hand wurde an die Zehe des
linken Fußes, der Daumen der linken an die große Zehe des rechten Fußes
festgebunden. Um den Leib wurde ein Seil gebunden, der/die Beschuldigte ins
Wasser geworfen. Ging man unter, war die Unschuld bewiesen. Schwamm man
oben, war man schuldig. Denn nur der Teufel konnte ein Sinken verhindern.
Der Büttel , der das Seil hielt, hatte eine Machtposition! Außerdem konnte
natürlich ein Unschuldiger auch ertrinken, wenn man ihn nicht schnell genug
hochzog. Dann bekam er ein ehrenvolles Begräbnis. Schuldige wurden verbrannt!
Diese Aufzeichnungen fand ich bei einem Onkel (Lehrer), der auch Sagen
sammelte. Leider ohne Quellenangaben.
In unserem Stadtteil Ergste gab es so einen Zauberer, der der Wasserprobe
unterzogen wurde. Der Ort heißt Ögerstein. Die Ergster nennen sich noch
"Wülw (f) e", ob nach dem Werwolf oder aus der Römerzeit (Soldaten) bleibt
im Dunklen. Sie haben den Wolf im Wappen. -
Viele Grüße von Ulrike
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