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Alt 31.05.2010, 13:06
Ulrike Berkenhoff Ulrike Berkenhoff ist offline
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Standard AW: Russische Kriegsgefangenschaft

Der oben erwähnte Schriftsteller Willy Kramp erzählte 1950 in: Was ein Mensch
wert ist - seine Erlebnisse in russischer Kriegsgefangenschaft. 4 (!) Jahre
Hunger und Schwerstarbeit (Rohrleitungsbau). -
Bis 1955 kamen übrigens Spätheimkehrer in eine für sie inzwischen völlig fremde
Welt. "Entschädigung" gab es nur im Westen, im Osten (soweit ich weiß) erst
nach der Wende. Dort war es auch verboten (unter Strafe) über die Zeit zu
berichten. - In meiner Schulzeit hörte man nicht viel, ein Begriff war: Friedland -
dort wurden die Heimkehrer begrüßt. Ein berühmtes Drama wurde: Draußen vor
der Tür - von Wolfgang Borchert. Ein Lehrer sagte wörtlich (in Geschichte): nach der
Weimarer Republik kommt die Verfassung der BRD, was dazwischen war: fragt
eure Väter. Ich will mich nicht in die Nesseln setzen! (so in meiner
Erinnerung). - Authentische Berichte waren wenig gefragt, wenigstens hat
der Roman "So weit die Füße tragen" überhaupt das Thema populär präsentiert.
Die Fernsehserie war ein Straßenfeger. Ansonsten lesen zu meinem Erstaunen
immer noch viele die Konsalik Romane! - Wolfgang, verzeih, es kommt die
Buchhändlerin bei mir durch u. ich bin etwas am Thema vorbei.
Viele Grüße von Ulrike
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