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Ulrike Berkenhoff 17.09.2010 09:33

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
Frankreich steht unter starker Kritik in der EU wegen der praktizierten
Abschiebepraxis ! -Ulrike

Ulrike Berkenhoff 28.09.2010 19:47

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
Bei uns wird 41 Familien aus dem Kosovo "Asyl" gewährt, es soll sich um Roma
und Ashkali (?) handeln. Auch hier wird nun öffentlich diskutiert: Bleiberecht
oder Heimreise, da kein Kriegsgebiet mehr. -Ulrike

Rabenweib 28.09.2010 20:39

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
Ja, das ist bei "unseren Flüchtlingen" hier im Ort auch so. Offiziell gibt es ja auch in Tschetschenien keinen Krieg mehr, das soll rechtfertigen sie nach Hause zu schicken, wenn ich aber mit den Betroffenen rede, erzählen sie mir, sie haben telefoniert mit Angehörigen, die noch z.b. in Grosny (Tschetschenien) leben, und diese erzählen immer wieder von Übergriffen- auch jetzt noch....
Also ich verstehe vollkommen, daß Familien mit Kindern sicherheitshalber hier bleiben wollen. Auch bei den Kosovo-Flüchtlingen ist das so. Arton, ein Flüchtling der hier bei uns lebt, erzählte mir, daß offiziell der Krieg beendet ist, aber es gibt immer noch Gruppierungen die Anschläge verüben... er musste aus religiösen Gründen mit seinen Kindern flüchten, weil sie verfolgt wurden.

Rudolf_K 04.12.2010 21:01

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
Ich war dieses Jahr drei Wochen in Rumänien. Die dortigen Sinti und Roma bezeichnen sich selbst als Zigeuner und wollen auch so genannt werden. So viel habe ich nicht direkt mit Zigeunern zutun gehabt, aber wir haben auf einem kleinen Dorf gewohnt, mit direkten Kontakt zur Bevölkerung, da kriegt man schon einen guten Einblick in fremde Länder.
Geschichten über Zigeuner hat man öfters gehört, dass sie Altmetall klauen (was dort wirklich ein Problem ist, da sie auch Kanaldeckel mitnehmen, aber was soll man auch anderes tun wenn man keine Chance hat?), die üblichen Klischees usw.
Unser Professor war mit dem örtlichen Museumsleiter unterwegs gewesen, wobei sie auch durch Viertel kamen, wo sich reiche Zigeuner(könige nennt man das ja wohl) große Villen gebaut hatten. Es war wohl schon nachts und es war Alkohol im Spiel, aufjeden Fall hat einer der Museumsleute dabei mit seinen Händen Gesten zu machen, als ob er auf die Zigeunerhäuser schießen würde. Ich denke von einem gesetzten Mann mit akademischen Hintergrund sollte man etwas anderes Erwarten, aber der Hass, welcher den Zigeunern in Rumänien entgegenschlägt, muss enorm sein.

Ulrike Berkenhoff 13.12.2010 09:51

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
Heuer ein großer Bericht in unserer Westfälischen Rundschau über die
Situation der Zigeuner in Ungarn, jeder 15. Bewohner gehört dazu.
Unter DerWesten kann man im internet den Artikel finden - Ulrike

Ulrike Berkenhoff 25.05.2011 09:32

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
Heuer in meiner "Westfälischen Rundschau" ein besonders interessanter
Artikel über die Zigeunerwallfahrt in der Camargue, Verfasser: Christoph Wendt.
Fast 1 Seite, daher kann ich nur das Wichtigste wiedergeben:
Am 25. Mai ist die Kirche Les Saintes Maries de la Mer Mittelpunkt einer
Wallfahrt (nachweislich seit dem 6. Jahrh.). Die Schutzpatronin der Sinti und
Roma heißt Schwarze Sara (dies war mir bisher so nicht bekannt).
Der Prozession voran schreitet der Erzbischof von Arles, denn alle versammelten
Menschen gehen -im wahrsten Sinne des Wortes- ins Wasser. Erinnert wird an
folgende Geschichte: Im Jahre 40 n.Chr. landete ein Boot hier an der Küste
mit folgenden Personen an Bord: Larzarus (von Jesus zum Leben erweckt laut
unserem Neuen Testament), seine Schwester (?) Maria Magdalena, Maria
Salome (Mutter von Johannes u. Jakobus - ich habe mal ein Buch gelesen,
daß Jakobus der Bruder Jesu war) , Maria Jakobea (Schwester von Jesu
Mutter Maria) u. ihre Dienerin, die dunkelhäutige Sara. -

Ulrike Berkenhoff 25.05.2011 09:47

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
Den Marien zu Ehren wurde die gen. Kirche über ihren Gräbern errichtet.
Schutzpatronin der Zigeuner ist Sara, ihrer Statue dort stecken diese z.B. Bittbriefe unters Gewand, stecken Kerzen an, halten Andachten usw.
1448 wurden die Gräber einmal geöffnet, die Gebeine kamen in Reliquienschreine.
Maria Jacobea soll die Provence christianisiert haben. Ich weiß, durch die vielen
Namensgleichheiten in der Bibel wird immer einige Unklarheit bleiben, da
streiten sich die Gelehrten schon immer, wenn es um Maria, Salome usw. geht.
Auch Männernamen gab es mehrfach, so daß es auch da Verwechselungen
gab/gibt. Zur Kultur des "fahrenden Volkes" und ihrer Religion habe ich
wieder etwas gelernt. Der Vorname Sara spielt wohl auch deshalb eine große
Rolle bei der Namensgebung ihrer Töchter. - Nun viele Grüße , besonders
an Sonja, die ein Herz für alle Menschen hat: Ulrike

Ulrike Berkenhoff 07.06.2011 09:24

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
In unserer Dortmunder Straßenzeitung "Bodo" ein guter, fast 3seitiger Bericht,
von der österr. Journalistin Kerstin Kellermann, die auch für die Wiener
Straßenzeitung "Augustin" schreibt. Es geht um die Situation der Roma.
Außerdem dort ein lesenswerter Kommentar von Bastian Pütter, Titel:
Zigeunerjunge ... In Dortmund gibt es aktuell wohl zahlreiche Probleme.
- Ulrike

Rabenweib 29.01.2013 18:58

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
1 Anhang/Anhänge
Ich habs grade erfahren, Ceija ist heute verstorben. Vor wenigen Wochen hab ich ihr noch einen Brief egschickt, wir wollten sie demnächst besuchen. Nun kann ich sie nicht mehr real umarmen. Ich bin traurig....

Babel 29.01.2013 19:27

AW: Das lustige Leben einer Zigeunerin
 
Zitat:

Zitat von Ulrike Berkenhoff (Beitrag 22502)
Zigeunerwallfahrt in der Camargue

Ich habe einige Bilder von der Wallfahrtskapelle in der Kirche von Saintes-Maries mit der Statue der hl. Sara (nicht sehr gute Fotos, weil es darin ziemlich finster ist und man wegen der ständig darin Anwesenden Gläubigen auch nicht blitzen mag). Ich werde sie morgen oder in den nächsten Tagen in die Fotogalerie einstellen.


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