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Ulrike Berkenhoff 13.09.2014 11:11

AW: Dinge des Verschwindens?
 
So eine Leuchte stand auch bei uns im Wohnzimmer, ein Bach im Wald.
War übrigens ein Geschenk aus der "DDR". Später kam sie in den
Partykeller. - Von "Drüben" kamen auch so bunte Plastikeierbecher
in Huhnform. -
Außerdem erinnere ich mich an umhäkelte Kleiderbügel! -Ulrike

klarad 13.09.2014 12:08

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Ulrike Berkenhoff (Beitrag 45920)
So eine Leuchte stand auch bei uns im Wohnzimmer, ein Bach im Wald.
War übrigens ein Geschenk aus der "DDR". Später kam sie in den
Partykeller. - Von "Drüben" kamen auch so bunte Plastikeierbecher
in Huhnform. -
Außerdem erinnere ich mich an umhäkelte Kleiderbügel! -Ulrike

Ah, ja und umhäkelte Klopapierrollen wurden im Auto mitgeführt !

Babel 13.09.2014 12:19

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von klarad (Beitrag 45930)
Ah, ja und umhäkelte Klopapierrollen wurden im Auto mitgeführt !

Stimmt, die umhäkelte Klopapierrolle stand am Heckfenster neben dem Hund mit dem Wackelkopf!

Am inneren Rückspiegel baumelte in den 50er Jahren oft ein geheimnisvolles Tier aus Filz, das aussah wie ein schwarzer Wolf mit sechs Beinen und feuriger Zunge. Die Frage, was das sein oder bedeuten sollte, hat mich sehr beschäftigt. Erst Jahrzehnte später habe ich es als das Signet von Agip erkannt. Damals wies es dezent darauf hin, daß man sich nicht nur ein Auto, sondern auch einen Italienurlaub leisten konnte. ;)

Ulrike Berkenhoff 13.09.2014 16:36

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Es gab auch den Brauch, die ersten Babyschühchen an den Innenspiegel
zu hängen! -Ulrike

Babel 13.09.2014 16:49

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Ulrike Berkenhoff (Beitrag 45944)
Es gab auch den Brauch, die ersten Babyschühchen an den Innenspiegel
zu hängen! -Ulrike

Stimmt, und ich bin in den 60er Jahren immer irritiert an dem Schaukasten eines "Dienstleisters" vorbeigegangen, der die ersten Babyschuhe zu diesen oder anderen Zwecken vergoldete oder versilberte. :rolleyes:

harry 13.09.2014 20:24

AW: Dinge des Verschwindens?
 
1 Anhang/Anhänge
Zitat:

Zitat von klarad (Beitrag 45930)
Ah, ja und umhäkelte Klopapierrollen wurden im Auto mitgeführt !

Ich habe noch so eine! :smi_heultDa dieses Artefakt das Geschenk einer ganz lieben Verwandten ist :flirt:, welche auch häufig bei uns auf Besuch weilt, wird es auch noch eine ganze Weile dort stehen und von der kalorischen Nutzung :Niemals: verschont bleiben.

Babel 13.09.2014 20:36

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von harry (Beitrag 45955)
Ich habe noch so eine! :smi_heult

Ein schönes Gebilde! :smi_blume Vorhin beim Einkaufen bin ich längere Zeit in der Handarbeitsabteilung stehen geblieben und habe überlegt, ob ich mir nicht Garn kaufen soll, um in ein paar Tagen hier Fotos von gehäkelten Klorollen-, Eier-, Kaffee- und sonstigen Wärmern einstellen zu können. Gut, daß ich es gelassen habe, da bei euch ja doch das eine und andere noch vorhanden ist!

SAGEN.at 13.09.2014 22:12

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Ich habe Steno gelernt und benütze es bis heute – [...] Es geht nicht nur wesentlich schneller als normale Schrift, es ist auch platzsparender.
So ganz uneingeschränkt stimme ich Deiner Begeisterung für Stenografie nicht zu!
Da im Lauf der Jahre fast jeder in der Stenografie einen persönlichen und eigenen Dialekt entwickelt, wird der stenografische Text dann für Dritte nicht mehr entzifferbar, also sozusagen zu einer nicht dechiffrierbaren Geheimschrift.

Das kann sich aber in durchaus einigen Fällen ziemlich ungünstig entwickeln: etwa wenn man aus wissenschaftlichen Aspekten posthum einen Nachlass auswerten möchte...

Wolfgang (SAGEN.at)

Elfie 13.09.2014 22:12

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Also ich finde das Hütchen auch entzückend :liab:

Babel 13.09.2014 22:34

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von SAGEN.at (Beitrag 45961)
So ganz uneingeschränkt stimme ich Deiner Begeisterung für Stenografie nicht zu!

Da im Lauf der Jahre fast jeder in der Stenografie einen persönlichen und eigenen Dialekt entwickelt, wird der stenografische Text dann für Dritte nicht mehr entzifferbar, also sozusagen zu einer nicht dechiffrierbaren Geheimschrift.

Das kann sich aber in durchaus einigen Fällen ziemlich ungünstig entwickeln: etwa wenn man aus wissenschaftlichen Aspekten posthum einen Nachlass auswerten möchte...

Es ist keine Begeisterung, sondern eine Frage der Praktikabilität.

Als Geheimschrift habe ich Steno auch eine Zeitlang verwendet. Meine Mutter war dann aber so beleidigt, weil sie nun mein Tagebuch nicht mehr lesen konnte, daß ich ihr Steno beibringen, mir eine neue Geheimschrift ausdenken und mein Tagebuch sicherheitshalber bei meiner besten Freundin aufbewahren mußte. ;)

Ich schreibe ja nicht für meinen Nachlaß. :D (Wer den unter wissenschaftlichen Aspekten auswerten will, kann sich ja an meine externe Festplatte und meine Beiträge bei Sagen.at halten.)

SAGEN.at 13.09.2014 23:13

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Ich schreibe ja nicht für meinen Nachlaß. (Wer den unter wissenschaftlichen Aspekten auswerten will, kann sich ja an meine externe Festplatte und meine Beiträge bei Sagen.at halten.)
Um es uns leichter zu machen, bist Du gerne eingeladen, alle Deine Dokumentarfotos Deiner externen Festplatte in die SAGEN.at-Fotogalerie zu geben ;)

:smiley_da

Wolfgang (SAGEN.at)

Ulrike Berkenhoff 14.09.2014 19:33

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Viele Menschen schreiben, um der Nachwelt etwas von sich zu übermitteln
bezw. durch ihr Schrifttum im Gedächtnis zu bleiben. Oft funktioniert es!
-Ulrike

Babel 14.09.2014 20:59

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Ulrike Berkenhoff (Beitrag 45979)
Viele Menschen schreiben, um der Nachwelt etwas von sich zu übermitteln bezw. durch ihr Schrifttum im Gedächtnis zu bleiben. Oft funktioniert es!
-Ulrike

Ich halte es mit Lessing, der zwar der Nachwelt durch sein Schrifttum im Gedächtnis geblieben ist, aber auch geschrieben hat:

"Vielleicht schon morgen bin ich hin
und einer Nachwelt untern Füßen.
Was braucht sie, wen sie tritt, zu wissen?
Weiß ich nur, wer ich bin."

Ich bin auch nur ein "Ding des Verschwindens", auch wenn ich derzeit noch nicht verschwunden bin. :D

Babel 27.11.2014 13:40

AW: Dinge des Verschwindens?
 
4 Anhang/Anhänge
Der ewige deprimierende Nebel draußen erinnert mich an ein Ding, das früher einmal "Höhensonne auch im Flachland" und "Hilfe für das blasse Kind" versprach. Wir hatten sogar so ein Ding im Haus, aber ich wüßte nicht, daß es je benutzt worden wäre. Schließlich konnte man das blasse Kind zum Spielen nach draußen schicken, und Nebel ist in der Berliner Gegend (wo wir wohnten) äußerst selten. Na, heute geht man ins Sonnenstudio. ;)

Die Bilder sind (wie diverse andere) in der Ausstellung "Verschwundene Dinge" im Volkskundemuseum Oberschönenfeld aufgenommen.

SAGEN.at 27.11.2014 16:12

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Es gibt allerdings bis heute keinen Beweis, dass eine Höhensonne außer den Stromverkäufern jemandem nützt...

Wolfgang (SAGEN.at)

Babel 27.11.2014 16:24

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von SAGEN.at (Beitrag 47241)
Es gibt allerdings bis heute keinen Beweis, dass eine Höhensonne außer den Stromverkäufern jemandem nützt...

Wolfgang (SAGEN.at)

Deswegen hat ja auch keiner mehr so ein Ding. Ich war ganz erstaunt, als ich beim Googeln feststellte, daß es sowas immer noch gibt.

Jutta 17.04.2015 18:26

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von SAGEN.at (Beitrag 5279)
Welche Dinge des Alltags fallen Euch ein, die verschwinden oder schon verschwunden sind?
Wolfgang (SAGEN.at)

Mir ist vor ein paar Tagen aufgefallen, dass das Telefonbuch immer mehr verschwindet. Ich habe einen Bekannten besucht und er benötigte eine Telefonnummer und holte das Telefonbuch hervor. Früher hatte jeder in meinem Umfeld eines. Heute fällt mir immer mehr auf, dass nur noch die wenigsten im Telefonbuch blättern, wenn Sie eine Nummer suchen, warum auch, es gibt ja das Internet! Wie ist das bei Euch? Ist das Telefonbuch bei Euch auch nicht mehr so präsent wie noch vor vielen Jahren? Kommt Euch das Telefonbuch auch als etwas "Altmodisches" vor?

Babel 17.04.2015 19:07

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Ich habe seit 1999 kein Telefonbuch mehr. Damals zog ich nach Berlin um; als ich dort das schwere mehrbändige Werk sah, verzichtete ich darauf, so etwas nach Hause zu schleppen und in der Wohnung Platz dafür zu finden. Hier in Ulm kann man das jeweils neue Buch auch in unserem Supermarkt abholen. Dort stehen dann einige Wochen lang hohe Stapel und scheinen kaum niedriger zu werden, bis sie eines Tages wieder verschwunden sind. Ich habe noch nie gesehen, daß jemand ein Exemplar mitgenommen hätte.

Jutta 17.04.2015 19:14

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Babel (Beitrag 50189)
Ich habe seit 1999 kein Telefonbuch mehr. Damals zog ich nach Berlin um; als ich dort das schwere mehrbändige Werk sah, verzichtete ich darauf, so etwas nach Hause zu schleppen und in der Wohnung Platz dafür zu finden. Hier in Ulm kann man das jeweils neue Buch auch in unserem Supermarkt abholen. Dort stehen dann einige Wochen lang hohe Stapel und scheinen kaum niedriger zu werden, bis sie eines Tages wieder verschwunden sind. Ich habe noch nie gesehen, daß jemand ein Exemplar mitgenommen hätte.

@Babel: In Berlin wurde das erste Telefonbuch Deutschlands ja auch „Buch der Narren“ genannt. Ich kann mich an die dicken Wälzer erinnern, die Freunde von mir bis in die späten 90er Jahren immer zu Hause hatten, wenn ich sie in Berlin besuchen kam. Heute haben sie die nicht mehr! Das war immer etwas Außergewöhnliches, wenn man die Großstadt Berlin kam, dort gab es Dinge, die es sonst nirgends in der restlichen Republik gab, so auch das dickste Telefonbuch!

Babel 17.04.2015 20:03

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Jutta (Beitrag 50191)
... dort gab es Dinge, die es sonst nirgends in der restlichen Republik gab, so auch das dickste Telefonbuch!

Das Telefonbuch vierbändig, dazu das zweibändige Branchenbuch, und vom Gewicht jedes Bandes gar nicht zu reden – da hat man sich schon gefragt, welches Bücherregal das aushalten soll. :smi_ersch
Sonst wüßte ich eigentlich nichts, was es in der restlichen Republik nicht gab ...? :kopfkratz

Jutta 17.04.2015 20:12

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Babel (Beitrag 50193)
Das Telefonbuch vierbändig, dazu das zweibändige Branchenbuch, und vom Gewicht jedes Bandes gar nicht zu reden – da hat man sich schon gefragt, welches Bücherregal das aushalten soll. :smi_ersch
Sonst wüßte ich eigentlich nichts, was es in der restlichen Republik nicht gab ...? :kopfkratz

@Babel: Es gab -in der Tat- für die Berliner keine Möglichkeit, dass sie ihr Telefonbuch in EINE Schublade steckten. In Berlin gab es Dinge, die es sonst im Rest der Republik nicht gab. Damit meinte ich, das außergewöhnliche Kulturleben, die Berliner-Nachtschwärmer und die vielen so unterschiedlichen Stadtbezirke, die für einen Durchschnittsdeutschen (der aus einer gewöhnlichen Stadt, kleiner oder mittlerer Größe kam) extrem, für den Berliner aber ganz normal waren!

Joa 18.04.2015 12:22

AW: Dinge des Verschwindens?
 
1 Anhang/Anhänge
Ich habe noch zwei Telefonbücher im Abstellkammerl und wenn ich sie auch nicht mehr verwende, erinnern sie mich doch an eine Zeit, in welcher man ohne Handy und Internet gut ausgekommen ist. Ob diese Zeit besser oder schlechter war, mag jeder für sich selbst entscheiden! Diese Bücher stammen aus 2008/2009 und seit damals habe ich sie immer abbestellt...
Anhang 9689

Joa 21.07.2015 10:15

AW: Dinge des Verschwindens?
 
2 Anhang/Anhänge
Zitat:

Zitat von dolasilla (Beitrag 5343)
Ich hab zwei alte Blechdosen (auch vom Flohmarkt), in den ich bei Ausflügen immer mein Essen mitnehme. Die Blechdosen haben kleine Löcher, die immer in Form eines Musters angeordnet sind. Ich vermute, diese Blechdosen zählen auch zu den Dingen, die im Verschwinden sind?!

Vermutlich werden sie kaum mehr verwendet, doch man bekommt sie noch immer, wie ich bei meinem Lungauaufenhalt heuer am 3. Juli feststellen konnte! In Tamsweg in der Eisenhandlung Hutegger sind sie noch in allen Größen erhältlich! :)

Anhang 10124Anhang 10125

Babel 21.07.2015 10:46

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Ich dachte, auch Eisen(waren)handlungen seien schon (so gut wie?) verschwunden. :kopfkratz

Die Löcher in den Dosen erinnern an die Luftlöcher, die wir als Kinder in die Deckel der Gläser stachen, damit die darin gesammelten Maikäfer nicht erstickten. ;) Aber die Maikäfer sind ja auch verschwunden. :smi_heult

Elfie 21.07.2015 11:23

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Joa (Beitrag 52148)
Vermutlich werden sie kaum mehr verwendet, doch man bekommt sie noch immer, wie ich bei meinem Lungauaufenhalt heuer am 3. Juli feststellen konnte! In Tamsweg in der Eisenhandlung Hutegger sind sie noch in allen Größen erhältlich! :)

Nasowas, dann verliert ja mein antiquiertes Stück gleich enorm an Wert :(.

Joa 21.07.2015 11:53

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Elfie (Beitrag 52151)
Nasowas, dann verliert ja mein antiquiertes Stück gleich enorm an Wert :(.

Nicht unbedingt, denn das Lochmuster mit drei ineinander verschlungenen Ringen an deiner Dose ist einzigartig! :D

Elfie 21.07.2015 13:23

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Achja, jetzt trägt man Sterne! Worauf du alles achtest :).

Babel 30.08.2015 23:14

AW: Dinge des Verschwindens?
 
1 Anhang/Anhänge
Zitat:

Zitat von Babel (Beitrag 45876)
... Die Fernsehleuchte. Als der Schwarzweiß-Fernseher im Wohnzimmer noch neu war, schaltete man die Lampe aus. Dann wurde man darüber belehrt, daß der helle Bildschirm im dunklen Zimmer schlecht für die Augen sei, und es erschienen lauter seltsame Geräte im Handel, die man auf den Fernseher stellte und die nicht nur leuchteten, sondern bei denen sich meist auch irgendwas bewegte ...

Es gibt sie noch!!! Bei dieser bewegen sich Fische in einem zwar kleinen, aber um so blaueren Meer herum. Gesehen habe ich sie in einem Lampengeschäft in Oberammergau.

SAGEN.at 30.08.2015 23:18

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Sehr schönes Designerstück einer Wohnzimmerlampe!

Dennoch bleibe ich bei meiner Venezianischen Gondel, die ist unerreicht.

Wolfgang (SAGEN.at)

Babel 09.06.2016 11:17

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zu den Dingen, die im Verschwinden begriffen sind, scheinen Kompaktkameras zu gehören. Ich war kürzlich in der Wilhelma, dem Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart. Fotografiert wurde natürlich viel, aber nur mit zweierlei Geräten: entweder mit Smartphones oder monströsen Apparaten mit ausladenden Objektiven, bei denen ich mich immer frage, wie die Besitzer allein mit dem Gewicht fertig werden.

Schon vor Jahren machten die Kompaktkameras in ihren Gebrauchsanweisungen den Eindruck, als seien sie vorrangig für Familien- und Partyknipser gedacht, deren größtes Problem die "roten Augen" sind – inzwischen haben diese Fotografen ohnehin ständig das Smartphone in der Hand. In kritischen Internet-Bewertungen liest man, diese oder jene Kamera sei schlechter als jedes Handy. Von meiner Tochter höre ich, ihre Kamera brauche sie nicht mehr, seit sie das I-Phone besitze. Wir, die wir noch eine Kamera verwenden, unter der man nicht zusammenbricht, sind eine aussterbende Generation.

Joa 09.06.2016 11:36

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Babel (Beitrag 57020)
– inzwischen haben diese Fotografen ohnehin ständig das Smartphone in der Hand.

Diese Leute würde ich nicht als Fotografen bezeichnen! :D

Babel 09.06.2016 12:05

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Joa (Beitrag 57022)
Diese Leute würde ich nicht als Fotografen bezeichnen! :D

Immerhin erzeugen sie Bilder mit Hilfe eines technischen Gerätes wie wir auch. Okay, ich korrigiere mich: "Fotografen". :)

Joa 09.06.2016 12:29

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Fotograf oder Photograph (auch Lichtbildner) ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Fotografen gestalten statische oder bewegte Bilder für verschiedene Zwecke. Der Oberbegriff umfasst beispielsweise Berufszweige wie Architekturfotografie, Eventfotografie, Industriefotografie, Laufbildfotografie, Luftbildfotografie, Modefotografie, Porträtfotografie, Pressefotografie, Produktfotografie, Reportagefotografie, Standbildfotografie, Unterwasserfotografie, Werbefotografie, wissenschaftliche Fotografie, Künstlerische Fotografie etc.

Fotografen halten mit dem Fotoapparat individuelle Eindrücke von Menschen oder der Natur, von Ereignissen oder von Gegenständen fest. Häufig spezialisieren sie sich auf einen Bereich wie Porträt-, Werbe-, Presse- oder Wissenschaftsfotografie. Sie beherrschen den ganzen Ablauf fotografischer Erzeugnisse von der Ideenfindung und Planung, Beleuchtung und Inszenierung bis zur Aufbereitung der resultierenden Bilder für alle Wiedergabemöglichkeiten. Fotografen arbeiten freiberuflich, sind im fotografischen Gewerbe oder in öffentlichen Einrichtungen tätig. Große Zeitungsverlage beschäftigen eigene Pressefotografen. Mitunter sind sie auch im Fotoeinzelhandel oder in industriellen Großlabors und Großraumstudios beschäftigt. Darüber hinaus bieten Pressedienste und -agenturen, Bildarchivdienste, Werbe- und Medienagenturen sowie Film und Fernsehen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Die Qualität der Aufnahmen beruht zum großen Teil auf Erfahrung und Vorbereitungsarbeit. Kamera, Film, Objektiv, Beleuchtung und das Motiv müssen aufeinander abgestimmt werden. Im Freien arbeiten Fotografen unter optimaler Ausnutzung des natürlichen Lichts, an der ausgesuchten „Location“ oder im Studio mit Beleuchtung, und mit entsprechender Dekoration, die so aufwändig wie ein Szenenbild gestaltet sein kann. Das häufigste Tätigkeitsfeld dürfte die inszenierte Fotografie sein. Quelle

Die von dir angesprochenen Smartphone-Besitzer fallen eher unter den Begriff "Knipser" wenn überhaupt und sie gibt es inzwischen millionen- wenn nicht milliardenfach, denn so ein Ding besitzt ja fast schon so gut wie jeder!
Es gibt auch das Gerücht, dass man ohne so ein Ding heutzutage nicht mehr leben kann! :D

Babel 09.06.2016 12:37

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Joa (Beitrag 57025)
Fotograf oder Photograph (auch Lichtbildner) ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf ...

Die von dir angesprochenen Smartphone-Besitzer fallen eher unter den Begriff "Knipser" ...

Es gibt auch das Gerücht, dass man ohne so ein Ding heutzutage nicht mehr leben kann! :D

:Fluester: Das wußte ich schon. ;)

Wie nennst du Leute wie z. B. dich, die nicht von Beruf Fotograf sind und trotzdem anständige Foto machen? :kopfkratz

Das Gerücht kenne ich. Ich lebe trotzdem noch. :D

Joa 09.06.2016 13:24

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Babel (Beitrag 57027)
:Fluester: Das wußte ich schon. ;)

Wie nennst du Leute wie z. B. dich, die nicht von Beruf Fotograf sind und trotzdem anständige Foto machen? :kopfkratz

Das Gerücht kenne ich. Ich lebe trotzdem noch. :D

:Fluester: Gibt es überhaupt etwas, was Du vorher nicht schon wusstest? ;)

Äußerst begabt! :D

Bravo! :smi_klats Wie schaffst Du das nur? :kopfkratz

Babel 09.06.2016 13:50

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Joa (Beitrag 57028)
:Fluester: Gibt es überhaupt etwas, was Du vorher nicht schon wusstest? ;)

Bravo! :smi_klats Wie schaffst Du das nur? :kopfkratz

Aber ja! Beispielsweise wußte ich von keiner Pflanze den Namen, ehe ich hier und im FAG die Fotos eines äußerst begabten Menschen sah. :D Auch gibt es (von Zugspitze und Nebelhorn abgesehen) keinen einzigen Berg, von dem ich weiß, wie er heißt. Und wo sich dieser Gang befindet, den du im Rätselthread abgebildet hast, weiß ich auch nicht. (Aber darüber denke ich noch nach.)

Naja, es ist nicht immer leicht. ;) In der Bahn muß ich aus dem Fenster schauen statt aufs Smartphone. Im Wartezimmer muß ich in eine Illustrierte schauen statt aufs Smartphone. Zuhause schaue ich auf den Computerbildschirm statt aufs Smartphone. Man muß sich eben in jeder Lebenslage zu helfen wissen! :ratschlag:

Joa 09.06.2016 17:25

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Babel (Beitrag 57030)
Naja, es ist nicht immer leicht. ;) In der Bahn muß ich aus dem Fenster schauen statt aufs Smartphone. Im Wartezimmer muß ich in eine Illustrierte schauen statt aufs Smartphone. Zuhause schaue ich auf den Computerbildschirm statt aufs Smartphone. Man muß sich eben in jeder Lebenslage zu helfen wissen! :ratschlag:

Ein wahrlich hartes Los! Am schlimmsten finde ich, dass man sich während einer Autofahrt ohne Smartphone nur auf das Autofahren konzentrieren muss und dabei nicht surfen kann! :rolleyes: :D

Elfie 09.06.2016 18:41

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Joa (Beitrag 57034)
Am schlimmsten finde ich, dass man sich während einer Autofahrt ohne Smartphone nur auf das Autofahren konzentrieren muss und dabei nicht surfen kann! :rolleyes: :D

Oder darauf, den smarten Phonern auszuweichen :(

Joa 10.06.2016 08:41

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Besser ist es, ihnen gar nicht zu begegnen, vor allem wenn sie einem entgegen kommen!

Elfie 10.06.2016 08:47

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Am liebsten fahren sie hinten drauf :(


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