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Rabenweib 17.02.2011 13:16

AW: Alte Worte
 
Ich habe keine Ahnung, wie man das schreibt, aber wenn ich recht zappelig war und mich nicht auf die Hausaufgaben konzentrieren konnte, dann hat meine Oma öfter mal gesagt:

"Moch koane Schpumpanadln" !

Weiß jemand woher das Wort kommt???

Alles Liebe, Sonja

alterego 17.02.2011 14:32

AW: Alte Worte
 
Ich hab's im Duden gefunden:

Zitat:

Spom|pa|na|deln, Spom|pa|na|den <Pl.> [älter ital. spampanata = Aufschneidereien, zu: spampanare = aufschneiden] (österr. ugs.): Schwierigkeiten, →Umstände, ...

Rabenweib 17.02.2011 14:42

AW: Alte Worte
 
na cool- vielen dank! *freu*
dann war die bedeutung also gar nicht "herumkaspern". *lach*

:-)))

alterego 17.02.2011 16:32

AW: Alte Worte
 
Doch doch ;-)

Spompanadln wird gerne mit Unfug übersetzt.
Wobei sich hier die Frage aufdrängt ob das Gegenteil von Unfug Fug ist. :floet:

Ulrike Berkenhoff 17.02.2011 16:41

AW: Alte Worte
 
Wat dem einen sien Uhl, is dem annern sien Nachtigall!
Plattdeutsch schreiben? Ich kann es kaum sprechen (wohl aber verstehen).
Westfälisch Platt ist in meiner Heimat -glaube ich jedenfalls-vom "Aussterben"
bedroht. Schon mein Vater sprach es kaum noch! Wir haben ja auch
sicherlich die Hälfte Bevölkerung "Zugereiste" (nach dem Krieg), so hört man
viele verschiedene Dialekte (Schlesier, Sachsen, aber auch Norddeutsche,
ja sogar Bayern). Ins Ruhrgebiet kamen viele Menschen, als es noch reichlich
Arbeit gab: Bergbau, Industrie u.a. "Ruhrpott-Deutsch" ist ein breiter Slang,
ich habe mir einiges in Dortmund angewöhnt, z.B. das: woll!? Andere Ruhrseite
(südl.) im Sauerland wird vielleicht noch mehr" plattdeutsch" geredet? Auch das
Bergische Land hat seine eigene Sprache, da geht es schon mehr ins
Rheinland. Kölner Karneval: Ich verstehe nicht viel (Oft muß ich meinen
Mann fragen: was haben sie gesagt?). Komischerweise versteht er die Witze
der Rheinländer , dabei ist er ein "typischer" Westfale, z.B. spricht er das
ch ganz "eigenartig" (kann ich ja hier nicht wiedergeben). - Grammatik ist
auch oft lustig in der Umgangssprache, hier einige Beispiele: Gibb mich ma
ne Butterrstulle, ich hab Hunga. - Geh bei de Omma (wird zum Kind gesagt).
Ich "verschlucke" auch Endbuchstaben, sage z.B. nich(t), au(ch)nich(t),
wonnich (wohl nicht) - ... Ulrike

alterego 18.02.2011 08:24

AW: Alte Worte
 
Muhme und Oheim, die alten Begriffe für Tante und Onkel,
sind aus dem Sprachgebrauch imho völlig verschwunden.

Eine entfernte Tante von uns, die über einen veritablen
Damenbart verfügte, wurde von uns mit dem Spitznamen
Tantalos belegt.

btw: veritabel erscheint mir bei genauerer Betrachtung
auch schon etwas antiquiert.

Rabenweib 15.11.2011 22:50

AW: Alte Worte
 
ausflaschln (befragen)

miaslsichtig (depressiv/ melancholisch)

umanaund sudan (herum jammern)

waumpad (dickbäuchig)

odroschn (altbekannt)

owizahn (herumtrödeln)

auscheibn (protzen- angeben)

Rabenweib 19.11.2011 10:43

AW: Alte Worte
 
griabich (lieb, süß, herzig)

Elfie 19.11.2011 11:26

AW: Alte Worte
 
:) hab ich lang nicht mehr dran gedacht.
Statt ausflaschln hat man hier AUSFRATSCHLN gesagt.

OFLASCHLN für ohrfeigen (abwatschen)

harry 19.11.2011 16:28

AW: Alte Worte
 
Zitat:

Zitat von alterego (Beitrag 21018)
Spompanadln wird gerne mit Unfug übersetzt.
Wobei sich hier die Frage aufdrängt ob das Gegenteil von Unfug Fug ist. :floet:

Leider lese ich erst jetzt alteregos Frage.
Tatsächlich ist Unfug das Gegenteil von Fug. Fug ist auch ein "altes Wort" für Berechtigung, Recht, Zuständigkeit, Schicklichkeit. Vgl. Befugnis; mit Fug und Recht.


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