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SAGEN.at 13.04.2013 21:32

SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
Das Thema für den SAGEN.at-Themen-Fotowettbewerb April 2013 ist:

Detail

Der Themenvorschlag stammt vom Forenteilnehmer Dresdner.

Das Detail (aus dem französischen détailler = abteilen oder aufteilen, bzw. in Einzelteile zerlegen; Verb: "detaillieren") bezeichnet eine Einzelheit bzw. einen exakteren, bildlich oft vergrößerten Ausschnitt aus einem größeren Ganzen.

Bei einem Detail muss es sich nicht zwangsläufig um ein kleines Objekt handeln, auch große Objekte sind oft immer noch ein Detail eines noch größeren Ganzen...

Reizvoll wäre es auch - da wir nur ein Bild pro Teilnehmer zulassen -, wenn das Detail Rückschlüsse auf das Gesamtzobjekt erlauben würde.

Als Forum zur Europäischen Ethnologie/Volkskunde liegt auch ein Schwerpunkt auf Bildbeschreibung und Erklärung.

Bilder und Beschreibung nun hierher, jeder Leser ist eingeladen mitzumachen!

Die Spielregeln zum Fotowettbewerb finden sich hier und im Monat April 2013 erhält der Gewinner des Fotowettbewerbes eines unserer eben neu erschienenen Sagenbücher und eine Glasflasche voll mit Edelsteinen aus einem historischen Tiroler Bergwerk! *)

Wolfgang (SAGEN.at)

*) unter Ausschluss des Rechtsweges!

Dresdner 14.04.2013 18:31

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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Wenn der Themenvorschlag schon aus der langen Liste ist, die ich vor einigen Jahren gepostet habe, will ich den Anfang machen.

Mein Foto zeigt das Herstellerschild auf dem Antrieb der alten Ifingerseilbahn Meran 2000, die nicht mehr existiert, da sie durch eine neue, modernere Anlage ersetzt wurde.

Bei diesem Schild handelt es sich um ein "großes Detail", die Dimensionen des in der Bergstation gelegenen Antriebs waren aber auch beeindruckend. Zugang zum Maschinenraum hatte man direkt vom oberen Bahnsteig der zweiten Sektion, man gelangte dann direkt vorbei an Motor, Getriebe und diversen Seilumlenkungen über eine Treppe zum nur notdürftig vor Lärm geschützten Bedienstand der Seilbahn. Kein Vergleich zum heutigen Arbeitskomfort der Bahnmitarbeiter bei der neuen Bahn.

Ob das Schild heute noch existiert ist unbekannt; geplant war eine Ausstellung zur Anlagengeschichte in der neuen Bergstation, wo neben den erhaltenen originalen Konstruktionsunterlagen der Troyeranlage, die der Betriebsleiter in seinem Büro aufbewahrte, auch Sachzeugen zu sehen sein sollen.

Zumindest damals ging von diesem Schild eine Art geheimnisvoller Glanz aus; spiegelte sich doch darin ein Stück südtiroler Seilbahntradition, die unbedingt erhalten werden muss.

Dresdner

Joa 20.04.2013 22:17

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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"Allesschreibende Wundermaschine"

Anhang 6175

Ein Roboter-Vorfahre aus dem Wien des 18. Jahrhunderts schrieb automatisch Texte, die man ihm zuvor einprogrammierte.

Am Wiener Hof wirkt Friedrich von Knaus als Direktor des physikalischen und mathematischen Kabinetts. 1760 präsentiert er Kaiser Franz I. und seiner Gemahlin Maria Theresia einen Schreibautomaten. Über einer Weltkugel sitzt eine Messingfigur, die mit einer Schreibfeder ausgerüstet ist. In der Kugel befindet sich eine Stifttrommel, auf der sich eine Buchstabenfolge händisch einstellen lässt. Durch ein Federwerk angetrieben, schreibt der Automat bis zu 68 gespeicherte Buchstaben selbsttätig nieder. Das Steuerwerk sorgt außerdem für den Vorschub der Schreibunterlage nach jedem geschriebenen Buchstaben und nach jeder fertig gestellten Zeile. Kurvenscheiben, die wie Schablonen wirken, sorgen dafür, dass die mechanische Schreibfeder den Schriftzug des jeweiligen Buchstaben ausführt. Die Weltkugel wird von zwei Vögeln getragen und sitzt auf einem prunkvollen Sockel auf. Das Ganze ist etwa mannshoch.

Die Allesschreibende Wundermaschine ist derzeit im Rahmen der Ausstellung "Roboter. Maschine und Mensch?" im Technischen Museum in Wien zu sehen.

klarad 23.04.2013 10:15

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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Jesuskind mit 3 Händen

Detail aus dem Dreikönigszugfresko in St.Peter am Kammersberg (Steiermark).
Der Dreikönigszug befindet sich an der Nordwand der Kirche und dürfte um 1430 entstanden sein. Maria, Josef und das Kind wurden wahrscheinlich um 1500 über die ältere Schicht gemalt, sodass beim Kind jetzt 3 Arme zu sehen sind.

baru 25.04.2013 21:10

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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Ein Mitbringsel aus Sevilla, ein Detail aus einem ganz besonderen Bauwerk, dem
Metropol Parasol

aus http://www.dachwand.at/ireds-113302.html:

Metropol Parasol – ein Wahrzeichen des Ingenieurholzbaus
Das Bauwerk stellt eines der visionärsten und spannendsten städtebaulichen Projekte in Europa dar und wird zweifellos ein neues Wahrzeichen der Stadt Sevilla werden. Metropol Parasol mit seinen sechs miteinander verwachsenen Schirmen wird eines der weltgrößten Holzgebäude sein. Die komplexe Holzkonstruktion erreicht eine Höhe von 28 Metern und bedeckt eine Fläche von 11.000 Quadratmetern.


Technische Baudetails kann man u.a. hier nachlesen.

TeresaMaria 29.04.2013 21:49

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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Das Johanniter- bzw. Malteserkreuz. Detail einer alten Grabplatte beim Aufstieg zu den Katakomben in Salzburg am Petersfriedhof. Die Grabplatte wurde zum Stufenbau verwendet nebst anderen Stufen, die alle großteils aus Stein gefertigt sind. Es gibt nicht mehr als in etwa fünf Stufen, die mit alten Grabplatten belegt worden sind. Das Malteser- bzw. Johanniterkreuz ist ein achtspitziges Kreuz und Symbol verschiedener christlicher Orden. Das achtspitzige Kreuz selbst ist ein altes Symbol, das sich schon in der Antike in unterschiedlichen Formen findet. Als künstlerisches Element sind Malteserkreuze seit dem 6. Jahrhundert aus der byzantinischen Kultur bekannt. Die Stadt Amalfi nimmt für sich in Anspruch, das Symbol bereits vor Ordensgründer Bruder Gerhard (der aus Amalfi stammte) genutzt zu haben.
Die Katakomben von Salzburg St.Peter sind in den Festungsberg gehauen worden. Sie sind höchstwahrscheinlich spätantik-frühchristlichen Ursprungs und dienten trotz ihres Namens nicht als Begräbnisstätten sondern wohl als frühchristliche Versammlungsorte.

Babel 30.04.2013 09:27

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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Anfang der 80er Jahre kam ich auf einer Autofahrt an Völklingen vorbei. Im nächsten Jahr machte ich zum ersten Mal Urlaub in Völklingen – so sehr hatte mich die Silhouette des 1873 gegründeten Eisenhüttenwerks, der "Kathedrale der Arbeit", beeindruckt. Viel mehr als beim Vorbeifahren sah ich auch jetzt nicht; für Nichtbetriebsangehörige war das Werk eine "verbotene Stadt". Ich sah die Scharen der Schichtarbeiter die Betriebstore verlassen, ich sah sie auf dem Weg zum Bahnhof. Noch war Völklingen das Zentrum der saarländischen Schwerindustrie.

1986 wurde das Eisenwerk stillgelegt. Tausende verloren ihren Arbeitsplatz. Teile der Anlage wurden sofort unter Denkmalschutz gestellt. Aber Völklingen schien zu sterben: Kaufhaus und Kino schlossen, kleine Läden machten dicht, das Zentrum verödete immer mehr. Auch mein kleines Hotel gab auf.

1994 wurde die Völklinger Hütte als weltweit erstes Industriedenkmal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Heute besucht man das ehemalige Hüttenwerk als Open-Air-Museum, man flaniert, erklettert Eisentreppen und fotografiert. Und wer angesichts des unüberschaubaren Industriegeländes fragt: "Wo ist denn hier die Kultur?", dem werden diverse Events geboten, die eher dem herkömmlichen Kulturbegriff entsprechen: Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte.

Eine unscheinbare Tafel, auf der jemand mit Kreide das Datum der Werksschließung eingetragen hat, erinnert daran, dass hier mal gearbeitet wurde.

SAGEN.at 30.04.2013 20:12

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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Detail von der Karwendelbrücke über den Inn in Innsbruck, Tirol.

Die Karwendelbrücke in Innsbruck wurde nach den Plänen von Josef Riehl im April 1912 fertiggestellt und ist Bestandteil der Mittenwaldbahn, einer wichtigen Nord-Südverbindung im Alpen-Bahnverkehr.

Die Eisenteile der Karwendelbrücke wurden nicht geschweißt, sondern in mühevoller Präzisionsarbeit mit rund 7000 Nieten zusammengefügt. Die denkmalgeschützte Brücke besteht noch heute aus den vier ursprünglichen Tragwerken.

Eine Besonderheit der Brücke ist der Fußweg mit Holzbohlen unterhalb der Fahrbahn.

Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 104,34 Meter. Der Pfeiler in der Mitte wurde in Caissonbauweise (Caisson = Taucherglocke) 8 Meter unter den Wasserspiegel getrieben. (nach Helmut Pawelka, Angela Jursitzka, Bahn im schroffen Fels, Die Geschichte der Mittenwald- und Außerfernbahn, Düsseldorf 2011).

Wolfgang (SAGEN.at)

Elfie 30.04.2013 23:22

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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Detail eines Altars in Schönbach im Waldviertel: ein Schildchen - seitlich unten angebracht - erzählt von einer Restaurierung.

EyP3 01.05.2013 00:13

AW: SAGEN.at-Fotowettbewerb - Detail - April 2013
 
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Das Detail der Oberleitung der (Grazer) Straßenbahnen zeigt die Umlenkrollen der mechanischen Spannvorrichtung für Tragseil und Fahrdraht. Diese sorgen dafür, dass trotz unterschiedlicher Dehnung des Drahtes bei kalten oder warmen Temperaturen die Oberleitung gleichmäßig gespannt bleibt.
Norbert


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