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LS68 27.11.2010 20:18

AW: Dialektgärtchen
 
Zitat:

Zitat von harry (Beitrag 18927)
Unter "Busara" versteht man die ungewollte Annäherung zweier Kraftfahrzeuge auf weniger als die Minimaldistanz :)

Hallo Harry ,

Was ist das eigentlich für eine Sprache oder Dialekt den Mystika da immer wieder schreibt. Als Deutscher verstehe ich immer nur Bahnhof und werde da nicht richtig schlau draus. Oder geht es Euch auch so ?

volker333 27.11.2010 23:06

AW: Dialektgärtchen
 
Zitat:

Zitat von Rabenweib (Beitrag 18929)
pfitschigogaln ist bei uns ein spiel mit münzen.

Futschigogel ist bei einigen meiner Bekannte und auch bei mir der Ausdruck für Gegenstände, für die es kein Wort gibt.
z.B. hatte ich mal einen mit Sand gefüllten Luftballon im Handschuhfach liegen.
Als mich jemand fragte, was das ist. "Das is ein Futschigogel"
Wobei das o bei gogel ausgesprochen wird wie das "aw" in Strawberry.

Würde mich wirklich interessieren wo dieses Wort herkommt.

Ok, sehe gerade das ich eigentlich von vielen Futschigogel's umgeben bin.

Grüße Volker

harry 27.11.2010 23:32

AW: Dialektgärtchen
 
Pfitschigogerl kenne ich seit meiner Volksschulzeit. Es ist eine Abart (Urform) des Tischfußballs. Das Spielfeld wird auf dem Schulpult eingraviert ;)

Näheres zitiere ich der Einfachheit halber aus Wikipedia:
Pfitschigogerl, (auch Fitschigogerl, österr. Dialekt: pfitschen= schnell dahingleitend; Gagel= ein runder Gegenstand) ist so etwas wie die Urform des Tischfußballs. Besonders Buben beschäftigen sich gerne mit diesem Spiel.

Die Spielregeln variieren stark, doch gibt es folgende Grundregeln:
Jeweils zwei Spieler treten gegeneinander an
Jeder Spieler hat eine Münze, eine kleinere Münze ist der "Ball"
Mit einem Lineal oder Kamm schubst der Spieler eine der beiden Münzen so, dass sie den "Ball" trifft und ihn im besten Fall ins Tor befördert.

Natürlich gibt es auch einen offiziellen Pfitschigogerl-Club :)

Mystika 28.11.2010 20:33

AW: Dialektgärtchen
 
Zitat:

Zitat von harry (Beitrag 18933)
Pfitschigogerl kenne ich seit meiner Volksschulzeit. Es ist eine Abart (Urform) des Tischfußballs. Das Spielfeld wird auf dem Schulpult eingraviert ;)

Näheres zitiere ich der Einfachheit halber aus Wikipedia:
Pfitschigogerl, (auch Fitschigogerl, österr. Dialekt: pfitschen= schnell dahingleitend; Gagel= ein runder Gegenstand) ist so etwas wie die Urform des Tischfußballs. Besonders Buben beschäftigen sich gerne mit diesem Spiel.

Die Spielregeln variieren stark, doch gibt es folgende Grundregeln:
Jeweils zwei Spieler treten gegeneinander an
Jeder Spieler hat eine Münze, eine kleinere Münze ist der "Ball"
Mit einem Lineal oder Kamm schubst der Spieler eine der beiden Münzen so, dass sie den "Ball" trifft und ihn im besten Fall ins Tor befördert.

Natürlich gibt es auch einen offiziellen Pfitschigogerl-Club :)

Der heißt Fitschigogalclub, nicht PFITSCHIGOGAL!

Rabenweib 05.09.2011 21:50

AW: Dialektgärtchen
 
hab wieder ein neues wort: LÄTSCHAD!
lätschad ist zum beispiel aufgewärmtes essen. (es ist nicht mehr knusprig, sondern schlabbrig- LÄTSCHAD eben. ;-)

alles liebe, sonja

Elfie 05.09.2011 22:57

AW: Dialektgärtchen
 
da hast du aber wieder was Schönes ausgegraben, irgendwie war das Dialektgärtchen in eine Art Schockstarre verfallen :D

Mit dem Tschad habens die Most4tler:
RITSCHAD - rülpelhaft, unfreundlich
DITSCHAD - dichschädelig, stur
GRAUMPAD - grob zupackend, unsanft. Und diesmal ohne TSCH.

Das AD am End verspricht jedenfalls nichts Gutes, oder weiß jemand Gegenteiliges?

Rabenweib 06.09.2011 07:14

AW: Dialektgärtchen
 
da fällt mir noch "WIAFLAD" ein
"I wor gestern gaunz wiaflad beinaund" (durcheinander, verwirrt, schwindelig)

Liebe Grüße, Sonja

Rabenweib 06.09.2011 07:17

AW: Dialektgärtchen
 
Ah und da fällt mir noch was ein.
"Waunn da Peter auf da Wiesn steht und "DÖNGIT"- was macht er dann? *schmunzel*

Er schärft die Sense mit dem Schleifstein. Das macht ein super Geräusch und hat mir als Kind immer sehr gefallen, ich bin dann gleich zum Fenster gerannt und hab geschaut, wie er mit der Sense die hohe Wiese mähte. (Der Peter war gleichzeitig Totengräber und hat immer wo er gerufen wurde geholfen beim mähen oder auch als Schmied, glaub ich... jedenfalls ist er im ganzen Dorf bekannt. Bei dem wollt ich immer das Sensenmähen lernen.... Vielleicht sollt ich ihn mal fragen...)

Elfie 06.09.2011 18:49

AW: Dialektgärtchen
 
hmm, das Geräusch hör ich auch noch. Bei uns hieß das einfach WETZN. Der Sensenmann holte den Stein vom WETZKUMPF, meist ein Kuhhorn, das am Gürtel seitlich am Rücken hing, und los gings. Ja und erst wurde mit einem Buschen Gras, das ja feucht war, über die Sense gewischt.
Was eurem Wort ähnlich ist, war das DENGLN oder DAUNGLN, aber das war das Hämmern auf dem DENGLSTECKL.

Rabenweib 06.09.2011 19:01

AW: Dialektgärtchen
 
du hast recht! *schäm* des hoasst wetzn und "dengln" is wos aundas....


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