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-   -   Piefke-Saga ... von der Realität überholt? (http://www.sagen.at/forum/showthread.php?t=247)

Vega 21.10.2005 16:03

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Vielleicht kann die PROSTITUTION der Berge durch die Entstehung eines neuen Trends gestoppt werden??? :smi_mit k

Ich verweise auf den heute erschienenen Artikel in der NEUEN:

"Tirol kriegt ersten Hallen-Schneeberg. Skifahren in der Halle? Was bei den Japanern längst Kultstatus hat, kommt jetzt auch in Innsbruck groß raus."

Quelle: NEUE - Zeitung für Tirol, Nr. 251, S.12.

SAGEN.at 21.10.2005 19:08

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Hallo Vega,

hab's zuerst gar nicht glauben können! Habe extra wegen Deinem Hinweis das Blatt gekauft :smi_nein: ...

Ist das jetzt positiv oder negativ zu bewerten wenn auch in den Alpen das Skifahren in Hallen verlegt wird?

Wolfgang (SAGEN.at)

SAGEN.at 19.11.2005 17:45

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Zum Thema "vergrabener Müll in Tirol" berichtet die Tiroler Tageszeitung vom 19./20. November 2005:

Alpiner Friedhof für alte Liftstützen

Die Stabelebahn der Sölder Bergbahnen wurde heuer abgetragen. Von den 13 Betonstützen wurden sieben entsorgt, sechs allerdings an Ort und Stelle eingebuddelt – das stößt manchen sauer auf. Laut Abfallgesetz hätten die Stützen entsorgt werden müssen, wegen der Berglage gab das Land grünes Licht, die Stützen zu vergraben. Die Verhandlungen mit dem Land begannen erst, nachdem bereits zwei Stützen vergraben waren...
---

Dramatisch an dieser Entscheidung ist die Vorbildwirkung von Müll-Entsorgung in den Alpen. Laut ORF.at ersparte sich der Lift-Betrieb damit lediglich 9500 Euro, es kann erwartet werden, dass damit der freie Weg für weitere Müll-Vergrabungen geebnet ist...

Wolfgang (SAGEN.at)

SAGEN.at 21.11.2005 22:27

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Anlässlich der Diskussion zur Aufstauung weiterer Täler unter dem Schlagwort "Ausbau der Wasserkraft" in den Tiroler Alpen durch die lokale Kraftwerksgesellschaft TIWAG weisen nun die Zillertaler Bürgermeister - den Drehorten der Piefke-Saga - in einer Erklärung auf ihre positiven Erfahrungen mit den Kraftwerken (Gerlosstausee, Stilluppstausee, Zillergrundstausee, Schlegeisstausee etc.) im Tal hin.

Zillertal-Erklärung
zur Nutzung der
heimischen Wasserkraft
Die Zillertaler Bürgermeister, 21. November 2005

Glaubt man der Zillertal-Erklärung und den Ergänzungen der anwesenden Bürgermeister, so ist die Nutzung der Wasserkraft eine rundum positive Sache. Im Zillertal zum Beispiel profitieren die Gemeinden durch jährlich eine Mio. Euro, die die Kraftwerke über einen Talschaftsvertrag in die Kassen spülen. Die Stauseen seien sogar echte Touristenattraktionen geworden, war unisono zu hören.

In der Zillertal-Erklärung empfehlen alle 25 Bürgermeister des Zillertals den Ausbau der Wasserkraft, wohlgemerkt an anderen Orten:
"Wir haben zwar leider keinen Platz mehr im Zillertal, aber wir empfehlen den anderen Orten neue Kraftwerke. Denn sie bringen viele Vorteile, so die Zillertaler Bürgermeister."

Kraftwerke in Tourismusgebieten zu bauen sei kein Problem, bekräftigte Bürgermeister Franz Hörl aus Gerlos: "Tourismus und Kraftwerke haben sich arrangiert, das ist gemeinsam gewachsen. Sie sind wie Geschwister, die zusammen aufwachsen."


Wunderschöne Ausflugsziele für Touristen im Zillertal
Kraftwerke und Stromanlagen sind "Geschwister im Zillertaler Tourismus"


Quelle: ORF.at, und Sendung "Tirol Heute", 21. November 2005 und ORF.at, 22. November 2005

Dazu sei vorsichtige Kritik angebracht:
- da die lokale Kraftwerksgesellschaft zum einen die in ihrem Besitz stehenden Kraftwerke anscheinend an die USA verpfändet hat,
- die Zillertaler Kraftwerke anscheinend im Besitz einer anderen Kraftwerksgesellschaft sind und
- die neu benötigten Kraftwerke angeblich lediglich zum Stromhandel benötigt werden, da man damit den Atomenergie-Überschuss aus Deutschland in der Nacht speichern und untertags gewinnbringend am europäischen Strommarkt (also auch nach Deutschland) zurückverkaufen könne.
- wenn Touristen tatsächlich Betonmauern besichtigen möchten, ist ihnen vermutlich unendlich langweilig, Vorschlag folgt im nächsten Absatz.

Wir sind zu diesem Thema keine Experten, wundern uns jedoch über die Aussage, daß Touristen ins Zillertal kommen, um Staudämme, Betonmauern und surrende Transformatoren mit Hochspannungsleitungen zu besichtigen? Zudem sollten Touristen von solchen Dingen beachten, daß bis zum derzeitigen Stand der Technik bzw aus Sicht der Medizin nicht geklärt ist, welchen Einfluss elektromagnetische Felder (etwa durch Hochspannungsleitungen etc.) auf den menschlichen Organismus haben?

Es wäre uns lieber, jene Touristen würden den Sagenmotiven auf SAGEN.at nachgehen und Fotos dazu für die ganze Welt zur Verfügung stellen...

Wir wissen aus Zuschriften, daß vermutlich wesentlich mehr Leser ihre Urlaube nach SAGEN.at gestalten, als aus Langweile vermauerte Täler zu betrachten...

Wer sich für Hintergrundinformationen über Kraftwerksgeschäfte in den Alpen interessiert, kann auch unter http://www.dietiwag.org/ nachlesen.

Wolfgang (SAGEN.at)

SAGEN.at 21.11.2005 22:36

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Zu obigem Beitrag, wo auch die "Tourismusattraktion Stausee im Zillertal" (?) angesprochen wird, können wir eine kleine Dokumentation ankündigen, wie die Täler vor Errichtung der Stauseen ausgesehen haben...

Es handelt sich dabei um Bild-Unikate, wofür wir einen speziellen Scanner kaufen müssen, daher bitten wir noch um Geduld.

Wolfgang (SAGEN.at)

SAGEN.at 05.12.2005 13:58

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Wie von Felix Mitterer in der Piefke-Sage vorhergesagt - nun Realität in Tirol:

"Alpin-Klo" mit Wasserfall und Vogelgezwitscher soll Hüttenfeeling vermitteln

Mit einer Attraktion "der besonderen Art" lockt ein Vier-Sterne-Hotel im Tiroler Unterland seine Gäste an. Das "Alpin-Klo" ist etwa sechs Quadratmeter groß. Vor dem Eintritt in das "Stille Örtchen" warnt den Besucher ein Schild mit der Aufschrift "Sie betreten hier eine Naturlandschaft auf eigene Gefahr".

Hinter der mit einem Herz verzierten Tür erwartet den Gast dann rustikales Gebirgsambiente. Aufziehende Nebelschwaden gipfeln in plötzlich einsetzendem Blitz und Donner. Ein mobiles Modell der Event-Toilette sei derzeit in Planung, erklärte Hotel-Chef Andreas Unterlechner. Vorerst gebe es nur den Prototyp im Hotel. Bestrebungen das "Alpin-Klo" nach Asien zu exportieren seien am Laufen.

Quelle: ORF.at, 5. Dezember 2005

Wolfgang (SAGEN.at)

SAGEN.at 02.01.2006 13:19

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Trotz Schneefalls laufen Schneekanonen

Das ganze Land liegt unter einer dicken Schneedecke begraben. Die Pisten sind gut präpariert, es ist kalt und zwischendurch schneit es immer wieder. Trotzdem laufen in fast allen Skigebieten die Schneekanonen.

Noch vor ein paar Jahren konnte man maximal zwei bis drei Mal pro Stunde einen Hang befahren. Die Wartezeiten beim Lift und die Fahrzeiten erlaubten nicht mehr. Heute sind sechs bis sieben Fahrten möglich, weil die Kapazitäten der Lifte erhöht werden konnten. Aber jeder Schwung frisst Schnee von der Piste.

So kommt es, dass immer noch mehr Schnee benötigt wird, obwohl der Winter bisher schneereich war. Die Skigebiete wappnen sich außerdem für eine lange Saison und produzieren jetzt schon Schnee, der bis ins Frühjahr halten soll.

Dafür investieren sie auch gerne, besonders in Strom. 3.000 bis 4.000 Schneekanonen sind in Tirol im Einsatz. Die TIWAG schätzt den Stromverbrauch der Pumpen und Schneekanonen in Tirol auf 40 bis 45 Gigawattstunden, das entspricht dem Jahresverbrauch von ungefähr 14.000 Haushalten.

Quelle: ORF.at, 2. Jänner 2006

Wolfgang (SAGEN.at)

SAGEN.at 06.01.2006 20:05

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Toilette für Schifahrer entwickelt

Ein Schiliftbetreiber in St. Jakob in Osttirol hat eine Toilette für Schifahrer entwickelt. Hier kann man sein Geschäft erledigen, ohne die Bretter abzuschnallen.

Wenn's pressiert, fährt der Betreffende in eine Holzhütte an der Talstation des Liftes. Drinnen rutscht er über "sauteures, aber gutes Schipistenfleece" in der Mitte des Raumes zur Klomuschel. Jetzt braucht er nur mehr die Beine zu grätschen und das Porzellan in die Mitte zu nehmen.

Damit sich's in der Schitoilette nicht staut, hat der Erfinder ein Einbahnsystem ersonnen: Die Ausfahrt aus der Hütte erfolgt gegenüber der Einfahrtstür.

Hier brauchen die Erwachsenen die Kinder nur mehr durch die Toilette durchzuwinken. Erleichterung am Fließband sozusagen.

Quelle: Kleine Zeitung, 5.Jänner 2006

Wolfgang (SAGEN.at)

Greif 09.01.2006 10:34

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
Irgendwie ... krank ...

Sehr, sehr seltsam ...

baru 10.01.2006 19:32

AW: Piefke-Saga ... von der Realität überholt?
 
1 Anhang/Anhänge
Zitat:

Ein Schiliftbetreiber in St. Jakob in Osttirol hat eine Toilette für Schifahrer entwickelt. Hier kann man sein Geschäft erledigen, ohne die Bretter abzuschnallen.
Also: Das hat was für sich!
Wer einmal an den Liftstationen sich mit Schischuhen über mehr oder weniger rutschige Stiegen gemüht hat, dann über wirklich rutschige Steinböden endlich dort landet, wo er hin will, danach dieselbe Rutschpartie auf dem Rückweg noch einmal genießen kann - und dann wömöglich noch feststellen muss, dass in der Zwischenzeit seine Schi verschwunden sind (Alles schon dagewesen!!) - der wird gerne so ein drive-in-WC benutzen.

Und wenn es dann noch so eine Tür hätte - die Türangel ist hangeschmiedet! - Romantik pur! :smi_tanzt


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