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settenheimer 29.11.2009 21:32

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Roger (Beitrag 5565)
Hallo Leute,

bezüglich "Dinge des Vergessens" fällt mir als alten Schoki-Fan natürlich das gute alte "Negerbrot" ein, das leider der Political Correctness zum Opfer fiel - meiner Meinung nach war das die beste Schokolade von allen.
Und wenn man schon bei Süßem sind - wer kann sich noch an die leckeren Fanfare-Röllchen erinnern? Als Kind gab es des weiteren noch eigenartige Kinderzigaretten, wo vorne Popeye drauf war und die irgendwie süß-mehlig schmeckten. Oder so Röllchen mit schokoüberzogenen Minzinhalt, schmeckten ähnlich wie After-Eight, waren aber besser...

cu

mir fallen da auch noch alte Eissorten wie "Brauner Bär" und "Dolomiti" ein-alles weg wg.neuer Verordnungen im Lebensmittelbereich....bei mir gabs noch Asbest im Klassenzimmer und ich leb immer noch....

settenheimer 29.11.2009 21:35

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von settenheimer (Beitrag 13955)
mir fallen da auch noch alte Eissorten wie "Brauner Bär" und "Dolomiti" ein-alles weg wg.neuer Verordnungen im Lebensmittelbereich....bei mir gabs noch Asbest im Klassenzimmer und ich leb immer noch....

Jetzt zitier ich mich schon selbst....
Im übrigen fällt mir da auch die Eternit-Platte für Bedachungen(zumeist für Garagen und Stadl)ein,die ebenfalls ihrem Asbestgehalt zum Opfer fiel....hüstel....letztes Opfer des Verschwindens,gerade live zu verfolgen, ist die Glühbirne.....
VHS- Cassetten,Audiocassetten ,aber auch andere Dinge dieser Art wie Mini-Disc oder Dat-Cassette.....heute habe ich den Eindruck,es verschwindet alles viel schneller wieder vom Markt als früher....könnte aber auch daran liegen das heute mehr unnützer Mist als früher produziert wird....

Babel 27.06.2014 18:42

AW: Dinge des Verschwindens?
 
1 Anhang/Anhänge
Eben habe ich diesen seit Jahren vergessenen Thread gefunden. Zu dem Thema fällt mir als erstes die Agfa-Belichtungsscheibe ein; meine eigene suche ich seit langem, irgendwo muß sie noch sein ... :kopfkratz Aber im Internet sind noch viele Bilder von ihr, z. B. hier. Als ich als etwa Dreizehnjährige von meinem Vater das Fotografieren beigebracht bekam, wurde sie verwendet; mit der Zeit konnte ich es "auswendig". Dann kamen die Belichtungsmesser, die man sich an einer Schnur um den Hals hängte, vor der Aufnahme aufs Motiv richtete und nach der Anzeige die Kameraeinstellungen vornahm – so etwas habe ich nie besessen und auch nie aus der Nähe gesehen.

Aber eigentlich wollte ich was fragen: Als ich in einem Freilichtmuseum so ein Waschgeschirr fotografierte, fiel mir ein, daß ich nicht weiß, wie lange man so etwas gebraucht hat. Als ich 1949, mit zehn Jahren, bei Verwandten auf dem Land zu Besuch war, fand ich zu meinem Erstaunen in dem mir zugewiesenen Zimmer so etwas vor. An das Waschbecken im häuslichen Badezimmer gewöhnt, begriff ich gar nicht, was ich damit tun sollte. Wer hat sowas auch noch benutzt oder in Benutzung gesehen?

(Es gab noch ein anderes Teil in dem Zimmer, dessen Zweck mir unverständlich war und bis heute ist: Es war eine kleine Truhe auf vier niedrigen Beinchen, wie ein Korb geflochten, mit zwei Henkeln, und der Deckel war mit geblümtem Stoff gepolstert. Natürlich war ich viel zu verschüchtert oder zu gut erzogen ;), um reinzuschauen.)

Elfie 27.06.2014 19:08

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Ich glaube, das war zeitlich/örtlich sehr verschieden, so lange es eben kein Fließwasser gab oder nur irgendwo am Gang (Bassena in Mietshäusern). Mein erstes eigenes Zimmer war so bestückt und in der Villa gab es noch 2 Gästezimmer, die ebenso. Ich fand das recht nett von der Hausfrau, weil ich auch Möbel verwenden durfte, bis ich nach und nach eigene hatte. Ich hatte eben dann meine eigene Waschschüssel und die Wasserkanne, weiß emailiert mit Deckel. Mit der ging es 2 (hohe, weil Villa) Etagen nach unten raus und dann noch etwa 15 Meter zum Brunnen. Das war 1965.

Was die Truhe angeht, da lob ich mir die Vergeblichkeit der mütterlichen Erziehungsversuche: mich würden heute solche Fragen nicht mehr plagen :D.
Könnte es vielleicht der Größe nach eine Truhe für frische Handtücher gewesen sein?

Babel 27.06.2014 21:09

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Elfie (Beitrag 44076)
Ich glaube, das war zeitlich/örtlich sehr verschieden, so lange es eben kein Fließwasser gab oder nur irgendwo am Gang (Bassena in Mietshäusern). Mein erstes eigenes Zimmer war so bestückt und in der Villa gab es noch 2 Gästezimmer, die ebenso. Ich fand das recht nett von der Hausfrau, weil ich auch Möbel verwenden durfte, bis ich nach und nach eigene hatte. Ich hatte eben dann meine eigene Waschschüssel und die Wasserkanne, weiß emailiert mit Deckel. Mit der ging es 2 (hohe, weil Villa) Etagen nach unten raus und dann noch etwa 15 Meter zum Brunnen. Das war 1965.

Was die Truhe angeht ...Könnte es vielleicht der Größe nach eine Truhe für frische Handtücher gewesen sein?

Mitte der 60er Jahre hatte noch fast jede(r) Student(in) ein möbliertes Zimmer ohne Wasseranschluß, aber man hatte dann üblicherweise "Badbenutzung". Ich hatte das einige Zeit auch, aber auch (1960) schon eine WG, d. h. mit zwei anderen Mädchen eine Altbauwohnung mit Küche und Toilette, Waschbecken gab es nur in der Küche.

So eine Wasserkanne wie auf deinem Foto habe ich noch nie gesehen. Dafür habe ich so einen Sparherd noch um 1980 in Gebrauch erlebt. Zu dieser Zeit zogen Aachener Studenten und andere, die wenig Geld hatten, in mehr oder weniger baufällige (Bauern-)häuser im benachbarten Belgien. Ein Freund hatte dort noch so einen Herd (und kochte wunderbar darauf).

In meinem Elternhaus (bis 1951) hatten wir einen kombinierten Elektro-/Kohleherd. Das hatte in unserer 1937 gebauten Siedlung sonst niemand mehr, aber in den Nachkriegsjahren mit ihren dauernden Stromsperren war meine Mutter froh, ersatzweise mit irgendwas feuern zu können.

Zu dieser Mini-Truhe: Handtücher hätten schon reingepaßt. Ich habe später daran gedacht, ob es eine Art Nähkasten gewesen sein könnte (groß genug für Material und zu flickende Wäsche).

Ulrike Berkenhoff 28.06.2014 09:53

AW: Dinge des Verschwindens?
 
So ein Waschgeschirr (Schüssel und Krug) stand bei meiner Uroma
auf der Kommode im Schlafzimmer. Der Korb war sicherlich ein
Nähkörbchen. -Ulrike

Babel 28.06.2014 10:09

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von Ulrike Berkenhoff (Beitrag 44086)
So ein Waschgeschirr (Schüssel und Krug) stand bei meiner Uroma
auf der Kommode im Schlafzimmer. Der Korb war sicherlich ein
Nähkörbchen. -Ulrike

Ich sehe eben, daß bei Ebay ein sehr ähnliches Ding angeboten wird als "Wäschetruhe-Wäschekorb-Nähkorb-Handarbeit", siehe hier (der Link wird natürlich bald nicht mehr funktionieren ;)).

althea 28.06.2014 10:39

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Der Korb war für Schmutzwäsche vorgesehen - luftig gelagert bis zum nächsten Waschtag konnte sie da drin nicht schimmlig werden.

althea 28.06.2014 10:45

AW: Dinge des Verschwindens?@harry
 
Zitat:

Zitat von harry (Beitrag 5560)
Der wird noch fleißig verwendet!
Schau doch einmal in dieses Dokument aus einem anderen Thread (Seite 1, zweites Bild);)

Hallo Harald,

vielen Dank für das Reinling-Rezept!!

Unser Opa war vor seiner Erkrankung begnadeter Freizeit-Bäcker u.a. hat er auch Reinling gebacken.... aber leider kein Rezept aufbehalten.

LG
althea

Babel 28.06.2014 10:56

AW: Dinge des Verschwindens?
 
Zitat:

Zitat von althea (Beitrag 44088)
Der Korb war für Schmutzwäsche vorgesehen - luftig gelagert bis zum nächsten Waschtag konnte sie da drin nicht schimmlig werden.

Ich weiß nicht – viel paßte da aber nicht rein. Da die "Waschtage" früher seltener waren als heute das Befüllen der Waschmaschine, kam da immer viel "große Wäsche" zusammen. So ein Korb reichte höchstens für etwas Kleinkram – etwas Unterwäsche, die man ja früher auch nicht täglich wechselte, und ein, zwei Handtücher.


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