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Rundwanderweg Ysper - St. Oswald

Der Herzstein weist ganz eindeutig die Form eines umgekehrten Herzens auf, bei dem die Spitze nach oben zeigt und der auf den beiden Rundungen aufliegt. Man vermutet, daß die sich dabei gebildete Lücke dem Durchkriechen diente, einer Verwendung, die das Abstreifen von körperlichen Leiden aber auch Sünden symbolisiert und öfter in Verbindung mit Lücken in Steinen genannt wird.

 

Herzstein©Tanja Beinstingl

Herzstein, Juli 2004
© Tanja Beinstingl

Das Steinerne Kornmandl ist im Vergleich zu den anderen Steinen relativ klein, seine Besonderheit ist seine Lage: er ragt allein mitten in einem Feld auf. Einstmals soll ein zweiter Stein daneben gestanden haben, der aber Sprengungen der Bauern zum Opfer gefallen war. Sein Name leitet sich aus der Sage ab, die man sich um seine Entstehung erzählt: Ein Bauer war einst sehr erbost über den kargen Ertrag der Felder, da sich trotz härtester Arbeit nur wenige Kornmandln ausgegangen waren. Er begann zu schimpfen und hadern und verfluchte schlußendlich die ganze Ernte. Als er das Korn dann doch einbringen wollte, staunte er nicht schlecht, als er auf etwas Hartes stieß: Gott hatte die verfluchten Kornmandln in Stein verwandelt.

Kornmandl©Tanja Beinstingl

Steinernes Kornmandl, Juli 2004
© Tanja Beinstingl

Der Totenkopfstein und der Drachenstein bilden zusammen eine große Gesteinsformation. Der Lichteinfall verstärkt den Eindruck, daß es sich bei dem Steinriesen um einen Totenkopf handelt, die Augen und die Nase sind deutlich zu erkennen. Eine Stiege ermöglicht den Aufstieg auf die Felsen.

 

Totenkopfstein,
© Markus Wild

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