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Aus Fassa Ein Mann ging einst mähen und legte sich abends auf das Heu schlafen. In der Nacht trat er einmal vor den Stadel hinaus und als er sah, dass der Mond so hell schien, rief er: "0 welch schöner Abend — o welch schöner Mond!" Aber in demselben Augenblicke riefen viele Stimmen: "Ja, aber es ist Nacht!" Es war ein Haufe von "bregostanö" (Diese "bregostanö" (auch bergostanö) sind nach Angabe meines Gewährsmannes menschenfressende Hexen, zuweilen jedoch auch guten Charakters) welche so riefen. Als der Mann merkte, dass sie näher kamen, ging er hinein und sperrte die Thüre. Die Hexen kamen und eine Hand griff hinein, um die Thüre zu öffnen. Aber der Mann erschrack nicht, sondern griff schnell nach der Sense und hieb die Hand ab. Am Morgen lag eine Menge von abgehauenen Händen im Stadel auf dem Boden, daran stacken alle Finger voll goldener Ringe und der Mann wurde reich. Quelle: Chrsitian Schneller, Märchen und Sagen aus Wälschtirol, Innsbruck 1867, S. 226 |