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Groß-Sierning, Mariabründl Groß-Sierning, Haunoldstein, Bezirk St. Pölten-Land, Niederösterreich Kirche und Mariabründl, Groß-Sierning
Die Sage vom Bründl Einst hütete ein blinder Hirte seine Herde südwestlich des Dorfes. Dürre ließ die Brunnen versiegen und die Weiden blieben kurz. Eines Nachmittags wünschte der Blinde seinen Tieren eine erfrischende Quelle und lauschte ins Land. Dabei vernahm er ein Plätschern und die leise Musik der Nymphen. Die Kühe folgten der Witterung und löschten ihren Durst. Der Hirte kühlte Haupt und Augenlieder und versank in einen tiefen Schlaf. Als er erwachte, sah er und berichtete im Ort von der wundersamen Heilung. Fortan horchte er, wenn er Menschen zuhörte, in Demut auf die Melodie ihrer Stimmen.
Aus Dankbarkeit über die Heilkraft der hier entspringenden Quelle wurde 1849 eine kleine Kapelle errichtet und der seligen Jungfrau Maria gewidmet. Erweitert und in der heutigen Form neu gebaut wurde die "Bründlkapelle" im Jahr 1913. Die erste heilige Messe und Einweihung fand am Dreifaltigkeitssonntag 1914 statt. Heilquelle und Abwehr von Viehseuchen. Kirche und Mariabründl, Groß-Sierning
Kirche und Mariabründl, Groß-Sierning Quelle: Gustav
Gugitz, Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch, Wien 1955,
Bd 2, S. 93. Ergänzungen sind gerne willkommen!
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