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PETERSBRUNN, HEILQUELLE

Petersbrunn, Gemeinde Leutstetten, Landkreis Starnberg, Bayern

2 km nördlich von Starnberg, an der Straße nach Gauting, liegt über einer ehemaligen Heilquelle das Kapellchen Petersbrunn, das an das einst weltberühmte Heilbad Petersbrunn erinnert.


Legende:


Hintergrundinformation aus volkskundlicher Sicht:

1513 wurde die Kapelle von Herzog Wilhelm IV. erbaut, vermutlich zeitgleich mit einem Bad. Für das neue "Wildpad" erließ der Herzog noch im gleichen Jahr eine Badeordnung. Anfangs erfreute sich das Bad großer Beliebtheit; der Badebetrieb flaute aber in den folgenden Jahrhunderten ab. Auch der Bau eines Hotels zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte das Heilbad nur für kurze Zeit wiederbeleben. Die Fundamente des Hotels sind noch heute in dem Werkstattsbau gegenüber der Kapelle erhalten. 1988 wurde die Quellfassung zur Bausicherung des kleinen Gotteshauses aus dem Kapelleninneren nach außen verlegt.

Der Überlieferung nach war das Quellwasser heilkräftig, besonders bei Rheuma, Gicht und Unterleibsleiden. Die Menschen des Umkreises holten sich das Wasser auch für ihre Felder: Peterswasser soll die Kohlpflanzen vor Wurmbefall geschützt und den jungen Flachs von Erdflöhen befreit haben.

Quelle: Ingrid Berle, Marie Luise Hoffmann, Renate Könke, Marie-Louise Schmeer-Sturm, Die schwarzen Führer, München - Oberbayern. Freiburg im Breisgau, 1998, S. 220.

Ergänzungen sind gerne willkommen!