|
Schlankel |
Schlingel, ein Schimpfname. Du
bist mar a wahrer Galgenschlankel. |
|
Schelwiankad |
verdreht. Du gehst ganz schelwiankad
daher. |
|
Spottvogel |
ein Spötter. |
|
Spuchti |
schwankend. Mit deiner Sach schauts
spuchti aus, deine Sache schwankt. |
|
Schuaster |
Schuhmacher, Flickschuaster.
|
|
Spinaderfeind |
ein geschworener Feind. |
|
Schlarn |
schnipfen, entwenden. Er hats
gschlart. |
|
Salmen |
brav abprügeln. Den habns
recht gsalmt. |
|
Schnabel |
ein Mensch, der in Alles unüberlegt
hinein spricht. Halts s'Maul du Schnabel. |
|
Schnabliren |
mit Luft essen. Er hat brav schnablirt,
hat sichs wohl schmecken lassen. |
|
Schrama |
die von einer Wunde zurückgebliebene
Narbe. |
|
Speranzl |
ein Liebling. Du bist mein Speranzl.
|
|
Spanische Dörfer |
Das sind für ihn spanische
Dörfer, eine Sache, die er gar nicht begreift. |
|
Schnofeln |
durch die Nase reden. Er schnofelt
wie der Teufel in der Kreutzerkomödi. Im Hause herumschnofeln,
alles vorwitzig begucken. |
|
Schulgrecht |
Ein wohlabgerichtes Pferd wird schulgrecht,
schulgerecht genannt. |
|
Springinsfeld |
ein Sintzer. |
|
Saff |
die Seife. Der Seifengeist. |
|
Stampern |
davon jagen. Di wir i bald davon
jagen, dich werde ich bald stampern, bald aus dem Hause jagen.
|
|
Säusch |
unrein, unflätig. |
|
Schiarhacken |
Feuerhacken. |
|
Schabernack |
ein Jemanden gespielter Streich.
Er thut mar, wo er nur kan, an Schabernack an. |
|
Schlackrawurst |
ein Betheuerungsausdruck. |
|
Schnabeln |
Von zweien sich kosenden Geliebten
sagt man: si schnabeln. |
|
Schurimurri |
ein hitziger, unüberlegter Mensch,
der zuerst handelt, und nachher denkt. |
|
Spienzeln |
liebäugeln, kosen. |
|
Speiben |
speien. Der Alte muß speiben,
er muß brav bezahlen. |
|
Spirzeln |
immer ein wenig ausspucken. Der
Kerl spürzelt infam. |
|
Stutzen |
durch etwas aufmerksam und nachdenkend
gemacht. |
|
Stat |
still. Stat a Bissel, still
ein wenig. |
|
Stantepade |
gleich auf der Stelle. |
|
Sadutt |
ein Überrock. |
|
Schieben |
wälzen. Er will die ganze
Schuld auf mi schieben, auf mich wälzen. |
|
Stutzel |
ein kleiner und dicker Mensch. Du
bist a blosser Stutzel. |
|
Schmecks |
ein beleidigender, manchmal auch
scherzhafter Pöbelausdruck. Wenn Peter den Paul um etwas frägt,
selber aber nichts sagen will, antwortet er: schmecks. Wenn
aber Paul glaubt, daß Peter etwas listig von ihm ausforschen
wolle, frägt er: hast an Juden gsehn ? welches soviel
heißt, als. von mir wirst du nichts erfahren. |
|
Stürzen |
Er geht stürzen, er wechselt
mit dem Orte, den er gewöhnlich zu besuchen pflegte. Bleibt Einer
an einem Abend von seinem gewöhnlichen Gasthause hinweg, so sagen
die anderen Gäste: er is stürzen ganga. Wenn ein
bereits gewendeter Rock neuerdings gepreßt und bereitet wird,
sagt man: s' Klad is gstürzt worden. |
|
Schwitzeln |
ein wenig schwitzen. |
|
Starcheln |
mit wankenden Schritten gehen, hin
und her wanken. |
|
Sticheln |
mit Worten auf etwas anspielen, einem
etwas zu verstehen geben. Eine solche Rede wird Stichrede genannt.
Wird diese Rede sehr platt und handgreiflich gegeben, so heißt
sie ein Mesnerstich. |
|
Schneiderkourage |
heißt Verzagtheit, und kommt
daher, weil man den Schneidern die Verzagtheit vorwirft. |
|
Schlampet |
unordentlich, nachlässig gekleidet.
Ein auf solche Art gekleidetes Frauenzimmer wird nicht selten ein
Schlamperl genannt. |
|
Schnackerl |
der Schnicker. Es stößt
mi der Schnackerl. |
|
Schnackerlwirth |
ein kleiner unbedeutender Wein- oder
Bierwirth. |
|
Schunken |
die Schinke. |
|
Schwamatzen |
sich aus Mattigkeit kaum mehr bewegn
können. Er thut nur mehr schwamatzen. |
|
Schifri |
scharf. Mein Vorgesetzter is a
schifriger Mann. |
|
Stiglitz |
der Distelfink. |
|
Spadifankerl |
der Teufel. |
|
Schöbi |
aussätzig. Schöbian,
ein Schimpfname. |
|
Sautanz |
ein Mittagsmahl, das meistens aus
Gerüchten von Schweinfleisch besteht, wird vom Pöbel ein
Sautanz genannt. |
|
Schofli |
gemein. Er schaut mar ganz schofli
aus. |
|
Schundi |
bedeutet das Nämliche. |
|
Spitz |
ein kleines Räuschgen. Ist der
Mensch dabei sehr lustig und aufgeräumt, so sagt man: er hat
a Jesuiterspitzl. |
|
Schneid |
Muth. Er hat a Schneid, hat
Muth. Auf's Madl hat er a Schneid, dieses Mädchen gefällt
ihm sehr. |
|
Schopf |
die geheftete Haube eines Frauenzimmers.
Die Haare. Einen den Schopf beuteln, ihn bei den Haaren
reissen. |
|
Stan |
Stein. Stanhart, hart wie
ein Stein. |
|
Stinkad |
stinkend. Si hat a stinkade Hoffart.
|
|
Scheren |
Geh scher di nit, geh, gib
dich damit nicht ab. |
|
Sackerlot |
ein Wort, welches eine Verwunderung
anzeigt. |
|
Saperdipir |
bezeichnet ungefähr das Nämliche.
|
|
Spinnerin |
die Spinne. |
|
Spinnaweben |
oder Spinnawetten, das Spinnengewebe.
|
|
Störer |
ein Mensch, der ein Handwerk, eine
Handthierung unbefugt treibt. Ein Mann, der, ohne zu heirathen, mit
Frauenzimmern sich unterhält, wird aus Scherz ebenfalls ein Störer
genannt. Er arbeitet auf der Stör. |
|
Stuatten |
die Stutte. Zu einer trägen
Weibsperson sagt der Pöbel: Du faule Stuaten ! |
|
Stigatzen |
stottern. Der Kerl stigatzt.
|
|
Stummerl |
ein stummer Mensch. |
|
Stumpen |
ein großes Glas. Ein Stumpen
Wein. |
|
Stümpel |
ein kleines Stück. Ein Stümpel
Kerzen. |
|
Schatten |
die kleinen Reste eines gehackten
oder gesägten Holzes. Die Reste eines gehobelten Holzes werden
Hobelschatten genannt. Um den Mangel an Eßlust
anzuzeigen, sagt man: mir is, als fräß i lauter Hobelschatten.
|
|
Schwaben |
viel trinken. Der Kerl schwabt
heunt wieder. |
|
Speckkammerl |
der Arest wegen Schulden, oder eines
kleinen Vergehens. Nun, wie gefallts dir im Speckkammerl ?
|
|
Schariwari |
ein weites, langes, bis an die Knöcheln
der Füsse ragendes Beinkleid. |
|
Schmucken |
sich unterthänig zeigen. Du
mußt di brav schmucken. |
|
Süaßkind |
ein schmeichelnder, und, wie man
sagt, zuckersüßer Mensch. |
|
Schundhari |
schlecht, elend. A schundhariger
Rock. Mit ihm schauts ganz schundhari aus. |
|
Schlögel |
die Keile. An kölberner Schlögel,
eine Kalbskeile. |
|
Schama |
schämen. Schamst di nit ?
|
|
Schand |
statt der Schaam. Sie hat kan
Schand mehr, statt: sie hat keine Schaam, sie ist unverschämt.
|
|
Stänkern |
Zank, Händeleien anfangen. Er
is a blosser Stänker, a Handlmacher. |
|
Simandl |
ein dem Weibe unterthäniger
Mann. |
|
Spatzikamin |
Schornsteinfeger. |
|
Stock |
heißt auch, wenn einem Worte
vorgesetzt wird, so viel als ganz. Stocknärrisch, stockthörisch,
ganz närrisch, ganz taub. |
|
Spampanaden |
Schwänke, Prahlereien. Der
Kerl macht Spampanaden, er ist ein Prahler. |
|
Schippel |
eine Hand voll Haare. Ist auch ein
Schimpfname, geh du alter Schippel ! |
|
Stange |
Einem die Stange halten, ihn
bei allen Gelegenheiten, bei offenbaremUnrecht zu entschuldigen, zu
vertheidigen suchen. |
|
Studentenfutter |
Ziweben und Mandeln. |
|
Schleimen |
zörnen. Der Kerl schleimt
si was. |
|
Suppen |
heißt auch Verlegenheit. Wir
sitzen recht in der Suppen. |
|
Schiffel |
ein kleines, viereckigt geschnittenes
Fleckchen eines Pfefferkuchens. |
|
Schöberl |
eine abgetriebene Mehlspeise in der
Suppe. |
|
Schlafhauben |
ein Mensch, der gerne schläft.
|
|
Solofresser |
ein starker Eifer. |
|
Stockat |
ein kleiner, untersetzter Mensch,
der im Wachsthume stecken bleibt. |
|
Sunnabluma |
die Sonnenblumme. |
|
Sandi |
sandigt. A sandigs Erdreich.
|
|
Schneepeperl |
ein Knabe, namens Joseph, wird im
Scherze Schneepeperl genannt. |
|
Schligawitzer |
Slibowitzer, eine Gattung Brandwein.
Machst a Glasel Schligawitzer ? |
|
Sochen |
hinab, sich hinab härmen, hinab
kränken, abzehren, Der Socher überlebt den Pocher,
der kränkelnde Mensch wird älter, als jener, der auf Gesundheit
pocht. |
|
Schwar |
schwer, hart. Es san halt schware
Zeiten. |
|
Spiellump |
ein dem Spiele ergebener Mensch.
|
|
Spicken |
bestechen. Einen Richter spicken,
ihn durch Geschenke partheiisch machen. |
|
Specktackel machen |
durch sein Betragen Aufsehen erregen.
|
|
Spitzi |
beissend. Eine spitzige Red.
|
|
Schnaunfen |
Schnauben. I kan fast nimmar schnaunfen.
|
|
Schnadern |
sehr viel plaudern. Daher der Namen:
Schnadergans. |
|
Straucken |
der Schuppen. |
|
Schlamessen |
Zeremonien, Komplimente. Gehns,
machens mar kane Schlamessen, sö Bosheit sö ! |
|
Spritzleder |
das Vorderleder an einer Kalesche,
womit man seine Füsse schützt. |
|
Stümpel Liacht |
Stückchen Kerze. Di Sach
is bei an Stümpel Liacht ausgmacht, sie ist geringfügig,
leicht zu schlichten. |
|
Schanier |
Ordnung. Der hat mi ganz aus der
Schanir bracht. |
|
Stock an |
Wenn man auf der Straße unvorsichtig
Jemanden stößt, sagt selber: Stock an. |
|
Schiengeln |
Schielen. |
|
Schlim |
übel, ohnmächtig. Mir
wird schlim. |
|
Schilkrot |
die Schildkröte. |
|
Schuach |
Schuh. |
|
Specksalat |
ein Salat, mit Speck abgebrannt.
|
|
Schwaf |
Schweif. Das Pferd beim Schwaf
aufzamen, eine Sache verkehrt angreifen. |
|
Schleppsack |
ein Weib, das der Mann überall
mit sich nehmen muß. |
|
Stra |
Streusand. |
|
Spreitzen |
weigern. Geh, spreitz dir nöt
lang. |
|
Süffi |
trinkbar. Der Wein is süffi.
|
|
Süfling |
ein der Berauschung ergebener Mensch.
|
|
Schlupferl Wein |
ein Mund voll Wein. |
|
Sauglocke läuten |
unsittliches Gespräch führen.
|
|
Schabesdeckel |
ein alter, schlechter Hut. |
|
Stützi |
stützig, unfolgsam. |
|
Spinetl |
ein kleines Klavier. |
|
Spachel |
Speichel. |
|
Spachellecker |
ein Schmeichler. |
|
Stranzen |
eine faule, träge Weibsperson.
Du bist mar a wahre Stranzen. |
|
Schoppen |
mästen. A Gans schoppen,
heißt auch stoppen, für einen Narren halten. Den
habns recht gschoppt. Es war a blosse Schopperei. |
|
Schulmaster |
Schullehrer. Er will nichts als schulmastern,
alle Welt belehren. |
|
Stieramperl |
ein Mensch, der alles zu erforschen,
hinter alles zu kommen pflegt. |
|
Specki |
speckigt. Von einer mürben Pastete,
oder ähnlicher Bäckerei, wobei der Taig nicht aufgegangen
ist. |
|
Schnepfenstrich |
die Zeit, wo die Freudenmädchen
Eroberungen suchen. Ich sah sie beim Schnepfenstrich. |
|
Schnüren |
Jemand beim Einkaufen einer Waare
überhalten. Der Kerl hat mi recht gschnürt. Von Wirthen
und Kellnern wird das Nämliche gesagt. Der Wirth hat mi um
6 fl. gschnürt. |
|
Stoffel |
Christoph. Auch ein dummer Mensch
wird oft Stoffel genannt. Geh du Stoffel ! |
|
Seppel |
Joseph. |
|
Stixfellner |
ein Mann, welcher sehr den Mädchen
nachstellet. |
|
Schlepphauben |
eine Haube, welche noch dort und
da eine Dienstmagd trägt. |
|
Skrupel |
Gewissensangst. Einen derlei Ängstlichkeiten
ergebenen Menschen, oder einen zu strengen Beichtvater pflegt man
einen Skrupulanten zu nennen. |
|
Steh-Wein |
Derjenige, besonders gute Wein, der
nach der Tafel stehend getrunken wird. |
|
Schlackerwurst |
ein Ausdruck des Erstaunens, der
Verwunderung. |
|
Schwab-Stroh |
ein Bündel Stroh. Er liegt
da, wie a Schab Stroh, unbehilflich, ohne sich zu rühren.
|
|
Schmieralien |
Beschenkungen, Bestechungen eines
Beamten. Der nimmt weiter kane Schmieralien an. Wer guat schmirt,
der fahrt guat, ist ein altdeutsches Sprichwort. |
|
Schlafri |
schläfrig, matt, ohne Feuer.
|
|
Schnappsack |
ein Sack, den man auf die Schulter
hängt, wie es die Gaijuden zu thun pflegen. |
|
Schnalzen |
klatschen. Zu einem dummen Menschen
sagt man: du hast nöt recht schnalzen ghört, oder
du hast den Schnalzer überhört. |
|
Schmalhans |
schlechte und sehr genau ausgemessene
Kost. In dem Haus is der Schmalhans Kuchlmaster. |
|
Schindmiern |
Schindmähre. Ein schlechtes,
durch den Gebrauch stark abgenütztes Pferd. Ist auch der Schimpfname
einer lüderlichen Weibsperson. |
|
Schlauch |
schlau, fein. Er is a schlaucher
Galgnvogel. |
|
Stuck |
eine Kanone. Stuckknecht,
der zum Transport der Kanonen bestimmte Soldat. |
|
Schilterhäusel |
dasjenige Häusgen, worin der
auf der Schildwache stehende Soldat Unterstand nimmt. |
|
Suachen |
suchen. Das is an ausgsuchte Waar.
|
|
Schupfen |
Jemanden durch Lift oder Kabale von
seiner Stelle entfernen. Den habns gschupft. |
|
Schlachteln |
sein Schwein selbst stechen, und
das Fleisch verarbeiten. Der Wirth thuat heunt selbst schlachteln.
|
|
Schindeln auf'm Dach |
Menschen die das, was gesprochen
wird, nicht hören sollten. Still, es san Schindeln auf'm Dach.
|
|
Söenzlen |
undeutlich, unverständlich sprechen.
Daher das Wort Söenzler. |
|
Saunigeln |
ein Kartenspiel. Der, welcher das
Spiel verliert, wird der Saunigl genannt. |
|
Schmarn |
eine Mehlspeise. Mehlschmarn,
Griesschmarn. Auch eine schlechte, geringe Sache wird Schmarn
genannt. |
|
Spannen |
bemerken, beobachten. I hab's
längst gspannt, längst hab ich's wahrgenommen. |
|
Sperr-Masen |
ein sehr dürrer, hagerer Mensch.
|
|
Schmecker |
die Nase. Ein grosser Schmecker.
|
|
Schlaunen |
gehen. Wie schlaunts ? Heißt
auch, gut und schnell von statten gehen, heunt schlaunt d'Arbeit,
sie macht schnelle Fortschritte. |
|
Streichkas |
Streichkäse. Heißt auch
Klenkas. Wenn Peter vom Paul etwas verlangt, und selber es
nicht geben will, sagt er: ja an Klenkas. |
|
Schweinbartl |
ein schmutziger, unflätiger,
oder solcher Mensch, der gerne Zotten im Munde führt. |
|
Strixen |
Hiebe mit einem Stocke oder einer
Peitsche. |
|
Scherer |
eine Erdmaus. |
|
Spinaderfeind |
todtfeind. |
|
Schwirberl |
ein unruhiger Mensch, der kleine
bleibende Stelle hat. |
|
Schlicken |
schucken. Non, schlick mi nur
nöt. |
|
Schlucker |
ein armer Mensch. An armer Schlucker
|
|
Salmen |
prügeln. Den habns rrecht
tüchti gsalmt. |
|
Strach |
Streich, Schwänke, Wind, Aufwand.
Der Kerl macht Strach. Er is a rechter Strachmacher. |
|
Schwarz machen |
einen verschwärzen, verhaßt
machen. Aner is schwarz, der andere is rußig, Einer hat
dem Andern nichts vorzuwerfen. |
|
Sechsundzwanziger |
Es is a druckter Sechsundzwanziger,
eine aufgelegt richtige und keinem Zweifel unterliegende Sache. |
|
Sesseltrager |
Senftenträger. Da diese Leute
meistens sehr rauher Sitte sind, entstand das Sprichwort: er is
grob, wia a Sesseltrager; er is a Mensch à la Sesseltrager.
|
|
Schar |
die Scheere. Geh, gib mar d'Schar
her. |
|
Simperl, Bachsimperl |
ein dummer Mensch. |
|
Spampanaden |
Schwänke, Prahlereien, Der
Kerl macht Spampanaden. |
|
Suppiren |
das Abendmahl einnehmen. Dieses vom
Französischen Souper abgeleitete Wort
pflegen einige aus dem Pöbel für e s s e n überhaupt
zu nehmen, und sagen: er hat erst gestern z'Mittag bei mir suppirt.
|
|
Schranna |
die Schranne, das Untersuchungshaus
der Kriminal-Verbrecher. Er sittzt auf der Schranna. Die Besitzer
dieses Gerichts werden meistens vom Pöbel Schrannisten
genannt. |
|
Stan |
Stein. Stanhart. Er hat a Herz,
wia a Stan, er ist hartherzig, gefühllos. |
|
Schmeer |
Das Schmeer sich wachsen lassen,
sehr lange beim Tische sitzen. |
|
Safern |
vielen Speichel von sich geben. Das
Kind safert. |
|
Stecken |
einem in Geheim etwas entdecken,
er hat mirs gsteckt. Heißt auch, Jemanden unversehens
einen Stoß beibringen, dem hab i ane gsteckt. |
|
Starcheln |
hin und her gehen. |
|
Sicksack |
hin und her. Du gehst sicksack.
|
|
Schöbi |
aussätzig. Er hat die Schöben,
er ist aussätzig. |