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Ramsamperl |
ein junger, rascher, und unüberlegter
Mensch. |
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Radi |
Rettich. |
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Rügeln |
rütteln, in Bewegung setzen.
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Ribisel |
Johannisbeere. |
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Rammel |
die Rinde einer Mehlspeise, eines
Bratens. Rammel ist auch ein Schimpfname, den man Weibspersonen
giebt. Du schiecher Rammel ! |
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Rebhendl, hungarisches |
ein gesulzter, mit Essig und Öl
versehener Ochsenfuß. |
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Ranzi |
schmirkelnd. Das Öl is schon
ranzi, es schmirkelt. |
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Rinaugel |
ein Mensch mit fliessenden Augen.
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Ratz |
die Ratte. Köchinnen werden
aus Scherz Küchelratzen genannt. |
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Ratschen |
den Buchstaben R. nicht aussprechen
können. Ein böses, zanksüchtiges und plauderhaftes
Weib wird eine Chorfreitagsratsche genannt, die man an den
3 letzten Fastentagen statt der Glocken auf dem Kirchthurme hört
und das Ohr beleidigt. |
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Rapperköpfisch |
dumm, eigensinnig. |
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Ruaben |
Rüben. Saure, rothe, gelbe und
weisse Rüben. |
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Ramatten |
Lärmen, Tumult machen. |
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Ranzen |
die Arme über den Kopf ausstrecken.
Dieses geschieht meistens nach dem Erwachen vom Schlafe. |
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Rutscherpeterl |
ein unruhiger, von einem Ort in den
anderen herumeilender Mensch. |
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Rumpeln |
herumrumpeln. Hastig herumlaufen.
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Raunzen |
Eine Raunzen ist eine Person, welche
immerwährend sich beklagt, und mit allem unzufrieden ist. Raunzen
ist auch ein Zeitwort. Er thuat gern raunzen, er ist ein Freund
vom Beklagen. |
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Rapfen |
schnipfen, stehlen. |
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Raudigs und Staudigs |
Schlechtes und Gutes. Wird auch gesagt,
wenn distinquirte Menschen und Leute aus dem Pöbel an einem Orte
versammelt sind. |
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Raufakehrer |
Schornsteinfeger. |
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Radibue |
Bube. Ein junger, unbärtiger
Mensch. Du bist nan a bloßa Radibue. |
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Remisori |
Jubel, Freude. Das is a Remisori.
Das Sprichwort: der Himmel is voller Geigen, bezeichnet das
Nämliche. |
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Rasten |
ausruhen. I hab weder Rast noch
Ruh. |
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Rapite Rapite |
unüberlegt zu Werke gehen. |
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Rosseln |
röcheln. |
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Ramschen |
ein gewisses, beim Pöbel beliebtes
Kartenspiel. |
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Rotz |
die in der Nase befindliche Unreinigkeit.
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Rotzen |
weinen. |
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Rotzlöffel |
ein Mensch, der viele fliessende
Kopfunreinigkeit hat. Auch ein junger, unbändiger Mensch. |
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Rothwalisch |
gebrochen deutsch. |
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Rabiat |
wüthend. |
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Ritscher |
gekochte Gerste und Erbsen untereinander.
Von einer schlecht bereiteten Speise sagt man: das is a bloßer
Ritscher. |
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Rupfen |
einen um Geld bringen. Di habns
schön grupft. |
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Reprimand |
ein Verweiß. Reprimandirn,
verweisen. I hab a scharfe Reprimand bekumma. |
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Raf |
Reif. |
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Rafringel |
Reifringelchen. |
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Raffn |
raufen. Sö habn grafft, das
der Staub aufganga is. |
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Röhren |
weinen. Sie hat den ganzen Nacht
gröhrt. Der Kerl hat a Röhrn, eine starke Stimme. |
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Rar |
selten. Das is mar was Rars.
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Ruessi |
russig. |
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Restel |
die letzten Ellen einer Sache. |
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Rabisch |
die Vormerkung eines Wirths, die
er über seine Schuldner führt. Du stehst schon wieder
aufn Rabisch. |
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Remmeln |
wird von Hasen gesagt, die sich begatten.
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Redhaus |
ein gutes Redhaus, die Gabe eines
guten und deutlichen Vortrages. |
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Richten |
ein Todesurtheil vollstrecken, statt
hinrichten. |
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Rieffelhadern |
eine Serviette. |
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Ruach |
ein dumm grober Mensch. Der Kerl
is a Ruach. |
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Rackern |
sich durch Arbeit ermüden. I
hab den ganzen Tag grackert. |
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Racker |
ein Schimpfname. |
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Röckel |
Ist gleichfalls ein Schimpfname.
Geh du schiecher Röckel, du garstiger häßlicher
Kerl. |
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Ruadig |
ruhig. Er hat a ruadigs Brod,
ein Brod', dessen Erwerb ihn nicht viele Mühe kostet. |
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Rastbratl |
Rostbraten, ein auf dem Rost gebratenes
Fleisch. |
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Rothkröpfel |
das Rothkelchen, ein Singvogel, der
in unseren Wäldern wohnt. |
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Ringelspiel |
ein Spiel, wobei man auf hölzernen
Pferden oder in kleinen Wägen herumgedreht, und mit einem Spiesse
versehen wird, um die ausgesteckten Ringelchen damit herab zu stechen.
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Rehrlgschwär |
der Tripper. |
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Ras |
Reise. Viel Glück auf d'Ras.
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Reiber |
der Riegel vor einem Fenster, oder
einer Thür. |
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Reiben |
rächen. I muaß mi an
im reibn. |
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Rund |
Rond, das nächtliche Patrouillieren
der Wache. |
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Ramatten |
herumpoltern. |