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Klachel |
ein Schimpfnahme, welcher einen trägen
und zugleich groben Menschen bezeichnet. Er is a wahrer Klachl.
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Kralawatschat |
ein Mensch mit eingebogenen Füssen.
Du kralawatschater Dieb. |
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Kasi |
sehr jung, unbärtig. Er is
mar zu kasi, hat nichts Mannbares an sich. |
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Krammeln |
die Kruste des am Feuer ausgelassenen
Fettes. Krammel-Knödel. |
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Kelch |
Kohl. |
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Kehlerabi |
Kohlrüben. |
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Kirita |
der Kirchtag, das Kirchweihefest.
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Kletzen |
gedörrte Birnen. Wenn Jemand
im Pöbel vom Andern etwas verlangt, und es selber nicht geben
will, pflegt er nicht selten zu sagen: ja Kletzen, was eine
abschlägige Antwort bedeutet. |
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Klepper, Postklepper |
ein schlechtes Pferd, dessen man
sich zu schnellen Fuhren bedient. Die kleine Post zu Fuß
wird Klepperlpost genannt. |
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Kaswochn |
die ersten Wochen in einer Sache,
z. B. in der Ehe. |
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Krucken |
die Krücke. |
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Krump |
Krum. |
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Kampel |
Kam. Er is mar a feiner Kampel,
ein schlauer Mensch. |
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Karratzen |
kirren. Der Wagen karatzt.
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Kröpfatzen |
vom Magen aufstossen. Er kröpfatzt
abscheulich. |
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Kaserfleisch |
Kaiserfleisch. Das zarteste Fleisch
eines Schweines. |
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Kirbas |
Kirbis. Kirbasschedl, ein
leerer Kopf. |
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Kami |
Der Wein, der Essig is kami,
es ist obenauf Schimmel befindlich. |
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Kakadu |
eine hochgekrausete Frisur. Ist vom
Vogel Kakadu entlehnt, dessen Kopfgefieder ein solches Aussehen
hat. |
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Krepiren |
das Sterben eines Viehes. Der
Hund is krepirt. |
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Klinkale Klankale |
Wenn ein Missethäter an den
Galgen gehangen wird, sagt der Pöbel: er macht klinkale klankele.
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Knackwurst |
eine dicke, geräucherte, auch
unter dem Namen Salvalade bekannte Wurst. |
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Kutz Kutz |
wenn ein Kind hustet, sagt man: kutz-kutz.
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Kareden |
ein elender Wagen. Wird auch Schinder-Kareden
genannt. |
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Kritsch |
ein Kind, oder ein sehr kleiner Mensch
wird Kritsch genannt. Die Jesuiten pflegten einst ihre Ordensglieder,
welche keine glücklichen Talente hatten, Kritschen zu heissen.
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Kleppen |
Klette. Sie hängt si an,
wia a Kleppen. |
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Kindelbethen |
das Wochenbeth. Die gnädi
Frau liegt in Kindelbethen. |
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Kren |
Der gibt si an Kren, oder
der macht an Kren, giebt sich ein Ansehn. Der macht an Alten,
bedeutet ebendasselbe. |
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Koi |
Kinn. Sie hat a gspitzte Koi,
ein gespitztes Kinn. Koien, etwas im Munde zermalmen. Der Pöbel
hat den schädlichen Gebrauch, Speisen vorher zu koien,
und dann dem Kinde in den Mund zu geben. |
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Kittel |
der Rock einer Weibsperson. |
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Knittel |
ein dicker Stock. Ein grober Mensch
wird schimpfweise Knittel, und, falls er vom Lande ist, Bauernknittel
genannt. |
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Krachellen |
heftig schreien. |
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Kirren |
aus vollem Halse lachen. Kuderzen
bedeutet das Nähmliche. |
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Kagatzen |
husten. Er hat die ganze Nacht
kagatzt. |
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Kratzeln |
schlecht schreiben. Kratzlerei,
schlechte Schrift. |
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Kneipp |
ein junges Öchsel. Von einem
sehr groben Menschen sagt man: das is a rechter Kneipp. |
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Konsenzzeug |
ein Wollenzeug mit Streifen, wie
die Landmädchen zu ihren Röcken nehmen. Ein konsenzzeugener
Rock. |
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Klanpuderwinzi |
ausserordentlich klein. I hab
heunt a klanpuderwinzigs Manderl gsehn. |
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Knaunsen |
immerwährend zanken. |
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Krawath |
Kroat. Die mit Leinwand hausiren
gehenden Männer werden ihrer Kleidung halber insgemein Krawathen
genannt. |
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Kögelstadt |
Kegelbahn. Er liegt den ganzen
liaben Tag auf der Kögelstadt. |
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Karsetl |
eine Corsette, wie die Dienstmädchen
tragen. |
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Kleiben |
Kleien. Wer sich unter die Kleiben
mischt, den fressen d'Säu. |
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Klenen |
streichen, schmieren. Der Kerl
klent nur, sagt man von einem schlechten Mahler, er is a blosser
Klener. |
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Kristir |
Klistier. Den haben's kristirt,
gepeiniget, mit Verdrüßlichkeiten überhäuft.
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Krebsenfangerin |
eine Hebamme, Wehemutter. |
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Kerzenbrenner |
ein Geistlicher, welcher sehr langsam
seine Messe liest. |
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Karten |
Das is an Karten, sie sind
mitsam einverstanden, mitsam im Komplot. |
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Klinglbeutl |
Jener Beutel, worin in der Kirche
für die Armen das Almosen gesammelt wird. |
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Kamasol |
eine Weste. Der Paul hat heunt
a schöns Kamasol an. |
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Korb |
abschlägige Antwort bei Heirathsanträgen.
I hab an Korb kriegt. |
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Kiniglhaas |
das Kanninchen. |
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Kurtl |
eine dumme Weibsperson. Geh du
Kurtl ! |
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Kurze Waaren |
kleine, unbedeutende Waaren, dergleichen
die Landkrämer führen, und daher Kurzwaarenhändler
heißen. |
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Kundschaft |
die Arbeitszeugnisse einer Innung,
so an die in die Fremde reisenden Gesellen abgegeben werden. Zu einem
lüderlichen Menschen sagt man: du bist mar a saubre Kundschaft.
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Kaiserlicher |
Jeder am Hofe in Livree stehender
Mensch, z. B. ein Kutscher, Reitknecht, Hausknecht wird von dem Volke
ein Kaiserlicher genannt. |
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Kniff |
ein listiger Streich. |
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Krannowetter |
der Krametsvogel. |
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Kammerherr |
ein Mensch, der bei Jemand auf der
Kammer wohnt. |
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Knofel |
Knoblauch. |
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Knopf |
ein grober, unartiger Mensch. Knopfat,
bezeichnet ebendasselbe. |
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Kunststabler |
ein Artillerist, Kanonier. |
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Konduktansager |
Leicheansager. |
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Kupfer |
der Ausschlag im Gesicht, daher ein
Kupfergesicht. Er is a berühmter Mann, denn er geht in Kupfer
aus. |
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Kareden, Zuchthaus-Kareden |
eine lüderliche, verworfene
Weibsperson. |
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Kehraus |
der letzte Tanz bei einem Ball, der
meistens ein Walzer ist. Wenn man Jemand aus dem Hause jagt, sagt
man: mit dem hab i den Kehraus gmacht. |
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Kaschernad |
ein Ochsenfuß mit Essig und
Öl. Eine schlechte Speise, oder eine solche, von der man nicht
recht weiß, was sie ist, wie eben so genannt. Was is denn
das für a Kaschernad ? |