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Hasenfuß |
ein verzagter, muthloser Mensch.
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Himlatzen |
blitzen, wetterleuchten |
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Hanti |
bitter. Wird auch von einem scharfen
und strengen Manne gesagt. |
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Hamli |
zahm. Der Vogel is hamli. S#Madl
wird schon hamli. |
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Hadidl |
ein dummer, einfältiger Mensch.
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Hamdickisch |
falsch, verschmitzt. Ein hamdickischer
Mensch, der es faustdick hintern Ohren hat. |
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Hopperdaschi |
schnäppisch und zugleich nasenweiß.
Du bist sehr hopperdaschi. |
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Harpfenist |
ein Harfner. |
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Hundsfut, |
ein Schimpfnahme, welcher so viel,
als schlechter Kerl bedeutet. |
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Handf |
Hanf. |
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Handfferl |
der Hänfling. |
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Henkauf |
ein kleiner, schlauer Mensch. Du
bist mar a rechter Henkauf. |
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Hauswadl |
ein Mensch, der sich im Hause zu
allen Verrichtungen und zur stäten Aufsicht gebrauchen läßt.
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Hemad |
Hemd. Hemadknopfeln. |
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Hochfart |
Hochmuth. |
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Heppin |
die Kröte weiblichen Geschlechts.
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Hal |
es is hal, macht glatteis.
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Halbguldenstecher |
ein Geistlicher, der ohne andere
Beschäftigung von seinem Meßstipendium pr 30 kr. lebt.
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Haspel |
ist eine Maschine, an welcher sowohl
Zwirn als Wolle abgewunden wird. Ein eigensinniger und phantastischer
Mensch wird Haspel genannt. |
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Heidipritsch |
entwichen. Er is heidipritsch,
er hat die Flucht ergriffen. |
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Hatschen |
mit langsamen, abgemessenen Schritten
einhergehen. Er hatscht mühselig daher. Von einer lüderlichen
Weibsperson, die unerlaubten Verdienst sucht, sagt man: si hatscht
bei Tag und Nacht herum. |
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Hascherl |
ein guter, geduldiger Mensch. O
du armes Hascherl. |
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Hui |
ein Ausdruck der Geschwindigkeit.
In einem Hui war er fort. |
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Hadern |
altes Fetzwerk aus Leinen. Der Mann,
welcher derlei Fetzwerk sammelt, wird Haderlump genannt. |
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Heferlgucker |
ein Mann, der sich im Hause jede
Kleinigkeit mengt. |
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Haxen |
Fuß. Er hat sich a Haxen
brochn. |
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Himmeldattl |
Gott im Himmel. |
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Hausmaster |
Hausmeister. Der Diener des Hauseigenthümers,
der im Hause Obsicht trägt, dann die Thore öffnet und schließt.
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Had |
ein Haide. Die Had, Haide.
Die Küh san auf der Had. |
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Huisau |
Ein Wort, womit das Wildschwein zum
Fang oder Schuß herzu gelocket wird. |
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Hamweh |
Heimwehe. Der Kadet hats Hamweh,
er möchte gern zu Hause sein. |
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Heben aus der Taufe |
Bei der Taufe die Pathenstelle vertreten.
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Heugeigen |
eine sehr grosse Weibsperson. |
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Höllenriegel |
Schimpfname einer bösen Weibsperson
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Hohe Wagen |
ist ein hölzener Wagen, auf
dem man in Wien die zum Tode verurtheilten Missethäter zur Richtstätte
führt. |
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Hönersteige |
die Hühnersteige, ddas Behältniß
der Hühner. Von einem Manne, dessen Frau den Herrn im Hause spielt,
sagt man: er is in der Hönersteign. |
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Histori |
statt Fabel, Mährchen. Es
is a blosse Histori. |
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Humor |
Laune. Der gnädi Herr hat
heunt an wildnn Humor, der gnädige Herr ist heute in übler
Laune, nicht wohl aufgelegt. |
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Hassen |
heissen. Er haßt Joseph,
Verlauten. Es haßt a so, es verlautet so, so geht die
Rede. |
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Hamsagn |
anheimsagen. I hab mein Gwerb
hamgsagt, anheimgesagt, der Obrigkeit zurückgestellt. |
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Hüasteln |
immerfort ein wenig husten. Der
alte Herr Hüastelt. |
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Hemadhusar |
ein Floh. |
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Hosenkarthar |
eine venerische Krankheit. |
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Herzikeiten |
Zärtlichkeiten, Tändeleien
mit den Schönen. Der Kaufmannsdiener is voller Herzikeiten.
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Hupferl |
ein kleiner Sprung. Bedeutet auch
eine sehr kurze Zeit. Komm nur auf a Hupferl zu mir. |
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Heiligenstritzel |
ein Gepäck, das von den Bäckern
zur Zeit des Allerheiligenfestes gebacken wird. Das Geld, welches
den Dienstbothen um diese Zeit gegeben, und meistens schon bei Schliessung
des Dienstkontrakts mitbedungen wird, wird ebenfalls der Heiligenstritzel
genannt. |
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Hausen mit Jemand |
einen Menschen ausschelten. Heißt
auch, mitsam wirthschaften. |
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Hacheln, ahacheln |
mit jemandem zanken. |
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Hundsjung |
sehr jung. Hundsjung und gasnarrisch
ist ein Sprichwort. |
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Hasenbalgschatzerl |
werden jene Weiber genannt, welche
Hasenbälge öffentlich verkaufen, und die Vorübergehenden
mit den Worten anrufen: Hasenbalg-Schatzerl. Auch ein altes
Weib, das die Zärtliche spielet, wird Hasenbalgschatzerl
genannt. |
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Hängstadt |
der Ort, wo die nasse Wäsche
zum Trocknen aufgehangen wird. |
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Hiasel |
Matthias |
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Hansürgl |
Johann Georg |
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Hienz |
ein einfältiger, abgeschmackter
Mensch. |
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Hienzen, aushienzen |
Jemand verlachen, verspotten. |
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Hütl |
Hütchen. Etwas unterm Hütl
spielen, eine Sache in der Stille abmachen. |
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Haugawitzl |
Ein gewisses Brod, was unter Marien
Theresiens Regierung ein gewisser Graf Haugwitz einführte. |
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Häuseln |
ein dem Pöbel bekanntes Kartenspiel
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Hacken |
die Hacke. I wir der Hackn an
Stil findn, ich werde der Sache Einhalt zu thun, abzuhelfen wissen.
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Haring |
ein Häring. Die gespitzten Strohhüte
der Höckerweiber werden Haringköpfe genannt. |
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Haseri |
heisrig, heisch. Die Nuß
habn mi hasri gmacht, die Nüsse machten mich heisch. |
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Halter |
der Viehhirt. Geh Halter, blas
mar a schöns Stückl. |
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Herbergsvater |
der Aufseher auf eine Innungsherberge.
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Haarbeutl |
ein kleiner Rausch. Heunt habens
dir an Haarbeutl anghängt sie haben dich ein wenig angezecht.
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