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Gamatzen |
gähmen. |
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Granti |
mürrisch. Der Alte is heunt
granti, ist bei übler Laune. Das Kind is granti. |
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Guschen |
schweigen müssen. Er muaß
guschen, schweigen, und sich Alles gefallen lassen. |
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Grübeln |
aus Mißtrauen in das Feinste
einer Sache dringen. Er is a purer Grübler. |
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Gmahdi-Wiesen |
eine gemähte Wiese, eine leichte
und gar keine Mühe kostende Sache. Das is mar a gmahdi Wiesen.
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Gagatzen |
stottern, mit der Zunge anstossen.
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Gugaschecken |
Sommerflecken, Sommerpressen. |
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Gremassi |
kränklich. Meine Frau is
aller gremassi, ist ganz kränklicht. |
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Gritsch |
ein sehr kleiner Mensch. Auch von
einem Kinde sagt man: das is a lieber Gritsch. |
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Graxen |
das Behältnis zur Verwahrung
des Geflügels. Die Hühngraxen. |
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Gfriß |
Gesicht. |
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Gas |
die Gaise. Das Weibchen des Bockes.
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Graxeln |
klettern, gefährlich hinaufsteigen.
Das Kind thut nichts als graxeln. |
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Gasbock |
Gaisbock. Der Pöbel pflegt oft
einen Schneider Gasbock zu nennen. |
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Grabeln |
nach Schimmel riechen, Der Wein
grabelt; das Zimmer grabelt. |
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Gschwuf |
ein Mensch, der sich immer nach neuester
Mode kleidet, oder Modebursch. |
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Galgenstrick |
ein schlauer, listiger Mensch, Du
bist mar a feiner Galgenstrick. |
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Gatter |
das Gitter. |
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Grillen |
unbegründete Ängsten, Besorgnisse.
Daher Grillen fangen. |
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Grümen |
grämen, hinabgrämen. |
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Göth |
Pathe. Taufgöth, Firmgöth.
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Goderl |
das Kinn. Geh kratz mars Goderl,
thue mir schön, schmeichle mir. Von einem Freunde der Schmeicheleien
sagt man: dem Menschen muß man das Goderl kratzen. |
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Gstötten |
die Gestätte. Die Holzgstötten,
die Mistgstätten. |
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Grif |
Ich habe diese Arbeit schon im Grif,
habe sie schon in der Übung, sie ist mir sehr geläufig.
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Glückshaven |
Glückstopf. Da im Glückstopfe
auf 1000 Fehler ein Treffer kommt, so sagt man von einem mit wenigem
Verstand begabten Menschen, sein Kopf sei wie ein Glückshaven.
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Gschworner |
ein beeidigter Träger auf der
Hauptmauth. Ein Beisitzer eines Dorfgerichts. Da sitzt der Richter
und die Gschwornen. |
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Gstatzt |
steif, affektiert. Er geht gstatzt
daher. |
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Gucken |
vorwitzig schauen. |
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Gfangenwarter |
Gefangenenwärter. Jener, der
sich meistens zu Wien im Amthause befand, wo die größten
Missethäter verkerkert waren, wurde Hutstock genannt.
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Ghamnuß |
Geheimnis. |
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Glöckelpolster |
der Polster, worauf man die Spitzen
verfertiget. Ein Mensch von gezwungenen Gebärden wird ein affektirter
Glöckelpolster genannt. |
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Grathen |
gelingen. Mir hats an Grather
than, mir hat es gelungen. |
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Gattihosen |
das Unterbeinkleid. |
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Gnaschi |
genäschig, Freund vom Naschen.
Sei nur nöt gar so gnaschi. |
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Gaudee |
eine Unterhaltung, eine Tanzmusik.
Sie is heunt auf der Gaudee. Dieses Wort ist von Gaudium F
r e u d e abgeleitet. |
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Gehkorb |
ein Korb, worein man Kinder zu stellen,
und ihnen gehen zu lernen pflegt. |
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Graw |
grau. Der Esel is graw im Mutterleib.
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Gsaß |
der Hinterleib, die Backen des Hintern.
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Gai-Jude |
ein im Handel und Wandel herumirrender
Jude. |
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Gstöppt |
ein gstöppt's Gsicht,
ein pockennarbigtes Angesicht. In dem Gsicht steckt an Arbeit,
dieses Gesicht haben die Pocken sehr verunstaltet. |
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Gsicht |
Gesicht. Gsichter schneidn,
mit dem Gesichte allerlei häßliche Verziehungen machen.
Ein schlechts Gsicht, eine unredliche Phisiognomie. Auf
sein Gsicht geb i kan Pfenning, er hat nicht um einen Pfennig
Credit bei mir. |
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Glengen |
reichen. I kan nöt so hoch
glengen, mein Arm reicht nicht so hoch. |
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Griglat |
heisch, heiferig. I bin heunt
griglat, meine Stimme ist heute sehr heisch. |
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Gspend |
Wenn in einem geistlichen Stifte
jährlich der Jahrestag des Stifters gefeiert und dabei an die
Armen Wein, Brod und Geld ausgespendet wird, so wird dieses Fest das
Gspend genannt. |
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Guat |
gut. Er thuat kan Guat, er
ist von sehr schlechter Aufführung, schlechtem Lebenswandel.
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Gschami |
schamhaft. Meine Tochter is gar
gschami. |
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Gman |
gemein. Die gman Leut, die
gemeinen Menschen. Sich gman machn, den gemeinen Menschen leutselig
begegnen. |
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Gal |
geil, zur Begattung sehr geneigt:
Alte Böcke sind die galsten. |