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Duttel |
eine mit Muttermilch versehene Weibesbrust.
Geh gib dem Kind das Duttel. Das junge Kalb, das noch von seiner
Mutter gesäuget wird, pflegt man Duttelkalbel zu nennen.
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Dugatzen |
zu Jemanden Du sagen. Si thun
einander dugatzen. Dugatzbrüder. |
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Tagdieb |
ein dem Müßiggang ergebener
Mensch. |
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Trantsch |
ein Schimpfname, den man einer plumpen-
und ungeschickten Weibsperson gibt. |
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Tritsch tratsch |
Geplauder und albernes Gewäsche.
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Didltapp |
ein plumper und ohne Anstand einhergehender
Mensch. |
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Dalapatsch |
ein Mensch von plumpen Sitten. |
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Trachti |
geschwängert. Die Kuh is
trachti. |
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Datti |
Vater. |
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Thörisch |
taub: stockthörisch,
gänzlich taub. |
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Dampuß |
ein kleiner Rausch. |
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Dasi |
zahm, gelassen. Den habn s' Dasi
gmacht. |
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Tschali |
angebracht. Sein ganz Vermögen
is tschali gangn, er hat Alles angebracht, durchgejagt. |
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Durchtrieben |
fein, schlau. |
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Tutti |
zu Grunde gegangen. Der Kaufmann
wird bald tutti sein. |
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Dschapperl |
der Schimpfname eines Menschen schwachen
Geistes. |
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Taubenkobel |
Taubenschlag. |
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Dudlsack |
eine dicke Blutwurst. Die sogenannte
Bockspfeife, wobei das Landvolk an Kirchtagen tanzt, wird ebenfalls
Dudlsack genannt. |
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Tritteln |
die kleinen Falten nicht dem Auge.
Er kriegt schon Tritteln, beginnt schon, alt zu werden. |
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Trischacken |
ein Spiel dieses Namens. Trischacken
heißt auch prügeln. Den habens recht trischackt.
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Tacktfest |
grob, ungehobelt. Der Kerl is
tacktfest. |
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Dargeln |
mit wankenden Schritten hin und her
gehen, des Auftrittes am Boden ungewiß sein. |
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Dippel |
eine Bäule. Ein einfältiger
Mensch wird Dalkendippel genannt. |
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Taüfen |
den Wein. Vieles Wasser darunter
gießen. |
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Docke |
Puppe, ein Spielwerk für Kinder.
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Dogatzen |
das Schmerzen einer in Eiterung übergehenden
Wunde oder Geschwulst. Der Finger dogatzt. |
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Tschinackel |
ein kleines Schiffchen. |
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Detschen |
Hausdetschen, eine Maulschelle.
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Durchgehen |
die Flucht ergreifen. |
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Darschröckt |
erschrecket, in Furcht versetzt.
Der hat mi recht darschröckt. |
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Docktern |
Winkelkuren ausüben. Gar
alte Weiber docktern schon. |
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Tagsatzung |
ein Vorstand bei Gericht. Ein schielender
Advokat oder Solizitator wird im Scherz eine schienglende Tagsatzung
genannt. |
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Thorwartl |
ein Thorsteher auf dem Lande. |
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Dichten |
nachsinnen. Er dicht wie der Karpfen
im Vogelhaus. |
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Drescherl |
die Drossel, ein Vogel. |
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Thee |
Schläge. Der hat sein Thee
kriegt, der ist stark geschlagen worden. |
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Drahn |
drehen. Er ist an adrahter Mensch,
ein feiner, schlauer Mensch. |
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Doppelte Kreide |
übertriebene Zeche in einem
Gasthause. Von einem seine Gäste hintergehenden Wirthe sagt man,
er habe mit doppelter Kreide gerechnet. |
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Traschi |
naß, kothig. Heunt is a
traschigs Wetter. |
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Dippeln |
Liebschaft suchen. Auf das Madl
hab i längst dippelt. |
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Tonl |
Anton. Auch eine sehr grosse Weinflasche
wird Tonl genannt. Geh, füll mir a Tonl an. Das
Donum gratuitum haben meistens die Bauern
Tonl drah du di um genannt. |
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Dobern |
bezähmen, bändigen. Habens
di einmal dobert ? |
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Dockter Pummerl |
ein Arzt von geringen Kenntnissen,
schlechtem Werthe. |
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Dorl |
Dorothee. |
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Dudl |
ein kleines dickes Frauenzimmer.
Du bist a dicke Dudl. |
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Drenzen |
eine Rede lange hinausziehen. Der
Kerl trenzt. |
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Trumpfporten |
Triumphpforte. |
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Trumpf |
eine Stichrede. Den hab i an Trumpf
geben. Den hab i atrumpft. |
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Deereter |
ein Gemeiner des dritten Bürgerregiments
in Wien. Diese sind keine Bürger, sondern nur mittelst Dekreten
zum Betrieb ihrer Handthierungen befugt. |
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Tuach |
Tuch. Ein lockerer, ausschweifender
Mensch wird ein lüderlichs Tuch genannt. |
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Dickicht |
das dicke Gebüsch im Walde.
Der Hirsch hat sich im Dickicht verlohren. |
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Dicklat |
etwas dick. Di Soß is dicklat.
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Durstige Seele |
ein dem Schlemmen ergebener Mensch.
Du hast a durstige Seel. |
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Drummel |
Drommel. Ein Mensch, der alle Neuigkeiten
verbreitet, wird eine Stadt-Drummel genannt. |
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Tribliren |
Jemanden um etwas anhaltend bitten.
Er hat mi erstaunlich triblirt. |
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Drangeld |
Darangeld, Darangabe. Dasjenige Geld,
welches bei Schliessung eines Vertrages zu dessen richtiger Bestättigung
gegeben wird. |
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Decken |
Mitsam unter der Decke stecken, mitsam
einverstanden sein. |