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Rosenkranzweg Wien 18., Gentzgasse

Lage:
Hinter der Pfarrkirche Weinhaus (Wien 18., Gentzgasse 142)

Rosenkranzweg Waehring - Beginn hinter der Pfarrkirche © Harald Hartmann
Beginn des Rosenkranzweges Währing hinter der Pfarrkirche
©Harald Hartmann, August 2009

Beschreibung und Geschichte:

Auf dem Terrain von Kirche und Abhang der Türkenschanze. Anlage aus 15 steinernen Bildstöcken mit Reliefs der 15 Rosenkranzgeheimnisse von Rochus Haas 1892, restauriert 1970.

Anlage des Rosenkranzweges Waehring  © Harald Hartmann
Anlage des Rosenkranzweges Währing am Anstieg der "Türkenschanze"
©Harald Hartmann, August 2009

Hinter unserer Pfarrkirche schlängelt sich der Rosenkranzweg den eher steilen Anstieg zur Türkenschanze hinauf. Dabei nimmt der Weg fast die Form eines Achters an. An seinem Fuße befindet sich das Priestergrab, an der ersten Schnittstelle die Lourdesgrotte, und der gesamte Weg ist von 15 steinernen Bildsäulen geschmückt, die die 15 Rosenkranzgeheimnisse darstellen.

Rosenkranzweg Waehring - Reliefbild © Harald Hartmann
Rosenkranzweg Währing - Reliefbild des ersten Geheimnisses
©Harald Hartmann, August 2009

Pfarrer Deckert sah seine Lebensaufgabe darin, zur Erinnerung an das für die katholische Kirche wie für Österreich, ja für das ganze christliche Abendland gleich bedeutsame Ereignis der Befreiung Wiens von der Türkenbelagerung im Jahre 1683 eine Kirche zu errichten; daher wurde der Bauplatz für das Gotteshaus selbst am Fuße der Türkenschanze ausgewählt. Für den die Kirche umgebenden Rosenkranzweg samt Priestergrab und Lourdesgrotte wählte er jenen Weg aus, den sich 200 Jahre vorher das Entsatzheer am 12. September 1683 mühevoll erkämpfen musste, um endlich die Türkenschanze in einem erbitterten Kampf Mann gegen Mann zu erobern. Die Anlage des Weges sowie die Bepflanzung des sich erhöhenden Terrains wurde im Herbst 1889 beendet.

Rosenkranzweg Waehring - Bildstock in der parkähnlichen Anlage © Harald Hartmann
Rosenkranzweg Währing - Bildstock in der parkähnlichen Anlage
©Harald Hartmann, August 2009

Im Jahre 1892 wurden die von Bildhauer Rochus Haas angefertigten 15 steinernen Bildsäulen aufgestellt. Ab dem Jahre 1970 wurden zunächst die schon verwitterten Bildstöcke durch den akad. Bildhauer Rudolf Sepper von der Dombauhütte zu St. Stephan in mühseliger und liebevoller Kleinarbeit renoviert.

Textquellen: Dehio, Wien, Bd. III; Pfarre Weinhaus
Fotos: © Harald Hartmann

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