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Hochberg in Perchtolddsdorf (Bezirk Mödling) Südlich des Zentrums von Perchtoldsdorf liegt der Hochberg. Ein uralter Kultplatz, der bereits in der mittleren Bronzezeit besiedelt war, wie Befunde zeigen. Heute wird dieser Hügel, dessen Plateau von naturbelassenem Pannonischen Trockenrasen mit seltener und schützenswerter Flora bedeckt ist, von einer barocken Kreuzigungsgruppe gekrönt. Sie wurde als zwölfte Station in einen Kreuzweg integriert. Kreuzweg Hochberg in Perchtolddsdorf
Der Vorarlberger Herbert Meusburger gestaltete 2005 entlang des Aufstiegs einen modernen Kreuzweg aus Granit. Meusburger setzte seine Kreuzwegformation aus 77 einzelnen Steinmodulen zusammen und entwickelte sie aus der Geometrie des Kreuzes. Kreuzweg Hochberg in Perchtolddsdorf
Der dunkle Serpentin und der helle Granit betonen den inhaltlichen Aspekt der 14 Stationen: die einander gegensätzlichen Pole von Tod und Leben, das Trennende und das Verbindende. Der Künstler erinnert mit seinem Werk nicht ausschließlich an die Passion Jesu: In einer Skulptur befinden sich Granitsteine aus Mauthausen und wecken Assoziationen mit dem Leid der KZ-Opfer. Kreuzweg Hochberg in Perchtolddsdorf
Dunkler, heller, geschliffener, polierter Stein. Mitten in der Natur. Die Steinblöcke wurden zerschnitten, das Getrennte wieder zusammengeführt. Die Kreuzform begegnet als durchgehendes Motiv. Kreuzweg Hochberg in Perchtolddsdorf
Kreuzweg Hochberg in Perchtolddsdorf
Durch das Öffnen des Steins kommt es von Station zu Station zu einer neuen Erscheinungsform. Am Ende eröffnet das Kreuz einen Ausblick. Der Himmel wird sichtbar. Kreuzweg Hochberg in Perchtolddsdorf
Moisberger über sein Kunstwerk: Kreuzweg Hochberg in Perchtolddsdorf Quellen:
Quelle: Harald Hartmann, April 2006 |