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Kalvarienberg auf der Tschale (St. Jakob im Lesachtal, Bezirk Hermagor) Lage:
Beschreibung und Geschichte: Dieser Kalvarienberg ist eine Stiftung des Kleinbauern Anton Wilhelmer, genannt "Hießlertoni" aus Strajach Nr. 20, geboren am 18. Oktober 1818. Der Hießlertoni geriet in jungen Jahren bei Holzarbeiten im steilen Waldgelände in Lebensgefahr. In jener bitteren Stunde tat er das Gelübde, diesen Kreuzweg zu errichten, wenn er den Unfal überleben würde.
Der Bauer entging durch eine glückliche Fügung tatsächlich dem Tode, löste sein Versprechen ein und errichtete 1841 vierzehn kleine Kreuze, die in Form von Stationen das Leiden Jesu darstellen sollten-. Der Kreuzweg wurde am 11. Okzober 1841 feierlich eingeweiht und der Hießlertoni ließ ein Protokoll über die Errichtung und Weihe "seines" Kreuzweges im Archiv zu St Jakob hinterlegen.
Dem Hießlertoni war dir Anlage in den folgenden Jahren zu bescheiden und so konnte er mit Hilfe seiner Nachbarndie Kreuze durch gemauerte Bildstöcke ersetzen. Auch die Kreuzigungsgruppe am höchsten Punkt des Kalvarienberges in Form von drei großen Kreuzen, die Darstellung Christi mit den beiden Schächern, wurde erneuert. Als der Umbau vollendet war, stiftete der Hießlertoni 1861 noch einen Betrag von 52 Gulden und 50 Kreuzer für die Erhaltung des Kreuzweges und ließ diesen Betrag im Grundbuch zu Kötschach sicherstellen.
Dieses Bergheiligtum esntwickelte sich zu einer beliebteb Wallfahrtstätte, wo nach alter Tradition noch heute die Osterliturgie gefeiert und an den Bittagen von den St. Jakobern noch zur Abwehr des "schiachen Wetters" gebetet wird.
Der Kalvarienberg wurde mehrmals restauriert, zuletzt in den Jahren 1978/79 vom Erhaltungsverein und freiwilligen Helfern der gesamten Bevölkerung.
Textquellen: Informationstafel beim Kalvarienberg Zurück zur Übersicht: Kalvarienberge in Österreich |