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Das Tal Obernberg in Tirol
von Dr. Ludwig von Hörmann.

Als in den letzten Tagen des Juli 1870 das bange Lauschen auf den ersten Kanonenschuß vom Rhein her jedes nicht blasierte Gemüt in ängstlicher Spannung hielt, und das Kannegießern in Kaffeehäusern, Gassen und Privatzirkeln dieser Aufregung stets neue Nahrung zuführte, duldete es mich nicht länger mehr in den Stadtmauern, und ich eilte zum Bahnhof, um wenigstens auf einen Tag dieses unerträglichen Alps los zu werden. Der Morgenhimmel lachte wundervoll blau herab, und ich konnte es kaum erwarten, daß der Brennerzug die schwüle Bahnhalle verließ und gegen den Berg Isel schwenkte, als müßte der frische Lufthauch, der durch die Waggonfenster strich und die Dampfwolken durcheinanderjagte, auch meine grübelnden Gedanken hinwegfegen. Ich hatte mir für dies Mal als Wanderziel Obernberg ausersehen, jenen reizenden Seitenwinkel des Wipptales, den eigentlich erst die Brennerbahn erschlossen hatte, während früher dem Touristen die trostlose Alternative gestellt war, entweder im heißen Stellwagen eingepfercht den Knaster- und Lodenduft von acht bis neun Wipptaler Bauern einzusaugen oder in Sommerhitze auf endlos sich krümmender Landstraße sechs Stunden lang den Staub der schweren Lastwägen zu atmen, die sich als ununterbrochene Staffage an ihm vorbeibewegten.

Besagtes Tal biegt bei Gries, der letzten Station vor dem Brenner, südwestlich ein und verdient schon wegen seiner herrlichen Bergseen einen Besuch. Zugleich gibt der Weg dahin Gelegenheit, die Naturschönheiten des Wipptales im Fluge mitzunehmen. Sind diese auch nicht so reich, wie jenseits des Brenners, wo den Alpenfreund die prachtvolle Perspektive des Pflerschtales mit seinem Gletschermeere entzückt, so sehe ich mir doch immer wieder gerne diese wechselnden, bald freundlichen, bald wildschönen Landschaftsbilder an, die gleich einer bunten Tapete dem Blicke vorüberhuschen. Da die Bahn sich an der linken Berglehne fast ohne Windungen hinzieht, so ist die Steigung ziemlich stark, und das Keuchen der Maschine, die die Eisenlast von Tunnel zu Tunnel mühsam hinaufschleppt, während unmittelbar rechts von dem Geleise das felsige Sillufer grausig steil abfällt, hat anfangs etwas Beengendes. Erst gegen Matrei öffnet sich die Gegend und führt uns hinter Steinach an der lieblichen Idylle von St. Jodok vorbei, das in der Einbuchtung des Schmirntales liegt, und dessen freundlich auf den Wiesenplan hingebettetes Kirchlein wir nach einer halbkreisförmigen Wendung im Schmirntunnel zum zweiten Mal, nun tief unter uns, begrüßen. Noch fünf Minuten und wir halten am Bahnhof von Gries, unserem Absteigepunkt. Die Brennerhöhe ist beinahe erreicht, und es schwindelt uns, wenn wir, aus dem Waggon tretend, auf die mehr als kirchturmtief senkrecht unter uns liegende alte Poststraße und das darangebaute Dorf hinabschauen.

Wir befinden uns in einer von kühngeformten Gebirgsmassen engumschlossenen Gegend, scheinbar einem Talkessel. Gegen Süden schiebt der Brenner seinen mächtigen Riegel vor, daneben heben die trotzigen Eiskolosse des Pflerschtales ihre Titanenhäupter zum Himmel, rückwärts versperrt der pyramidale Padauner Kogel den Ausblick. Nur an der westlichen Berglehne uns gegenüber zieht sich von Steinach her ein anmutiges, mit Bauerngehöften übersäetes Mittelgebirge hin, ein hellgrün leuchtendes Band mit der freundlichen Schattierung tiefgefärbter Buchen- und Fichtenpartien. Bei Gries biegt das Gelände in's Obernberger Tal hinein, das lieblich geöffnet gleich einer großen Theaterbühne sich vertieft. Im Vordergrunde, an der Seite des weißschäumenden Fradbachs schlängelt sich der Weg nach Vinaders oder St. Leonhard. Vorwitzig lugt noch dessen roter Kirchturm aus dem waldigen Einbug heraus; rechts ziehen sich lachende, sonnige Matten und Felder hin, unterbrochen von Obstbaumgruppen und reinlichen Berghäusern. Aber gleich hinter dem heitern Bilde drängen sich beiderseits grandiose Felskulissen vor: das Leitnerjoch, die Mutte, die Wildgrube, die scharfkantigen Eisenspitzen und wie diese Gebirgspotentaten alle heißen. Den Schluß des Tableau's bildet der gewaltige Tribulaun, ein imposanter Bergriese, mit schimmernder Krone, der drohend in unsern stillen Winkel hereinstarrt.

Es lacht uns das Herz, wenn wir da hineinschauen, und wir wünschten uns nur eine Brücke oder eine Fliegmaschine, die uns gleich über die ehrsamen Häupter der Grieser Spießbürger zu jenen grünen Hügeln und lauschigen Plätzchen hinübertrüge. Sintemal aber ein derartiger Apparat etwas schwer zu bekommen, und das Fliegen auch noch nicht erfunden ist, wol aber todtbringende Mitrailleusen und Glycerinbomben, so müssen wir uns schon bequemen, in genanntes Dorf hinunterzusteigen und uns für den steilen Weg beim guten Wein des "Nagelewirtes" zu entschädigen. So gestärkt treten wir unsere Wanderschaft in's Obernberger Tal an, schütteln den Staub von den Füßen und baden das Auge in der reinen Luft, die uns erquickend entgegenströmt.

Der Weg leitet am plaudernden Talbache gemächlich aufwärts. Nicht übersehen dürfen wir auf dem rechtsliegenden breiten Mittelgebirge die uralte Jakobskapelle, nach Bauart und Volkstradition die älteste Kirche des Tales, und es verlohnt sich wohl der Mühe, zum verwitterten Gemäuer hinaufzusteigen, das der Efeu "die immergrüne Elegie der Zeiten" in dichten Strängen umstrickt hat. Es hebt sich vom dahinterliegenden Walde allerliebst ab, und die hellqrünen Lärchbaumstämme auf dem weichen Sammtplane ziehen den Wanderer verlockend an, ein Viertelstündchen in ihrem Schatten zu liegen und das Panorama vom, Brenner, Vals, Schmirn, Navis und der blinkenden Tuxer-Fernerkette anzuschauen. Die Gruppe von Gehöften, die unweit davon steht, heißt Nößlach, und der Besucher der Kapelle kann an ihnen vorbei bequem wieder zum Talweg nach Vinaders herabsteigen. Letztgenannter Ort, die erste Station des Obernberger Bezirks, tritt bald aus einem Streif dunkelgrünen Gehölzes als lichtes Bildchen entgegen. Neun Häuser, wie Hühnlein um den Kirchhahn versammelt, und kein - Wirthshaus! So dachte ich mir, als ich vor beiläufig vierzehn Jahren als Studentlein verschämt die Klinke des Widums drückte und eben die ehrsame Häuserin um ein Viaticum ansprechen wollte, aber mit einem dezidierten "Bitte, hier ist die Gaststube" in das linke Stäbchen verwiesen wurde. Nun, Wein und Viaticum waren gut, und wenn ich dem liebenswürdigen alten Herrn, der die Würde eines Seelenhirten und Gastwirts in sich vereinigte, für heute nur ein spätes "Vergeltsgott" hinaufrufe, statt bei einem guten Glas Wein unsern damals geführten Diskurs weiterzuführen, so ist daran wirtlich nur ein lateinisches Sprüchlein Schuld, das mit tempora mutantur anfängt und mit et nos mutamur in illis aufhört. -

Der Fahrweg wird nun steiler, die Gegend enger, wilder und alpenartiger. Das Mittelgebirge verflacht sich zur Talsohle, die Äcker verschwinden mehr und mehr, und an ihre Stelle treten langgestreckte grüne Matten mit zerstreut liegenden Stadeln, Tristen genannt, zur Aufbewahrung des Futters. Hin und wieder schaut ein einzelner Bauernhof aus einem Kranze von Kirschbäumen herab; nur in Leiten sieht man mehrere Häuser näher aneinander gerückt. Neben uns tost beständig der kristallhelle Bach, bald schaumig sich durch die moosigen Felsblöcke zwängend, bald kleine Becken bildend, aus deren klarer Tiefe manchmal muntere Fischlein - Forellen - emporschnellen. Wie würde meinem verewigten Freund Feldmüller das Herz lachen, wenn er diese prachtvollen "Forellerlen" sehen würde, und wie erst, wenn ich ihm sagte, daß er in einer leichten Stunde ebenso schöne und große, blaugesottene, petersilienbekränzte Exemplare leibhaftig vor sich liegen und in gerührter Stimmung verzehren könnte. Er würde sich wahrscheinlich bei diesen tröstenden Worten den Schweiß abtrocknen und einen betrübten Blick auf die starke Wegsteigung werfen, die sich wie eine gelbgraue Schlange vor uns aufbäumt. Fast scheint es, als wollte ein neidischer Gott den Eintritt in das Innere des erstrebten Alpengartens durch ein mühsames Bollwerk verhindern, so keck strebt die Straße empor; selbst der Bach, dieser vorlaute Reisebegleiter, wird uns untreu und verliert sich in die linksliegende Fichtenwaldung. Doch Geduld! es ist die erste und letzte Schwierigkeit, die uns aufstößt, und für die paar Schweißtropfen entschädigt uns hinlänglich das liebliche Bild, das uns auf erreichter Höhe erwartet.

Wie wunderschön! Von allen Seiten laufen Talmulden in einen ziemlich weiten Kessel zusammen. In der Mitte dieses Alpengefildes steht auf einem kleinen Hügel die Kirche; um sie herum liegen zerstreut die freundlichen Häuser. Und damit auch etwas Leben in dieses Bild komme, plätschert munter der kleine Bach durch die Talfläche. Um die Ebene stehen im Halbkreise steil aufsteigende Gebirge, teils schroff und kahl, teils mit dunkeln Wald bewachsen. Vor allem aber ist es der mächtige Tribulaun, der durch die Großartigkeit seiner Formen einen überwältigenden Eindruck macht und zur Lieblichkeit dieses Alpengartens mit den friedlichen Menschenwohnungen einen eigentümlichen Kontrast bildet. Es ist ein eigentümliches, fast wehmütiges Gefühl, das einen beschleicht, wenn man nach Jahren wieder auf einen liebgewordenen Fleck Erde tritt! Alles ist sich gleich geblieben, ja manches sogar schöner geworden, und doch kommt einem alles nicht mehr so schön wie früher vor. Es fehlt eben der unersetzliche Duft jugendlich naiver Anschauung, der Reiz einer noch ungeschulmeisterten Phantasie, der Berg, Baum, Wiese und Menschenleben wie mit einem rosigen Zauberschleier umspinnt! Nicht viel anders ist es mir gegangen, als ich nach langer Abwesenheit wieder in den innern Winkel dieses stillen Alpentales trat und das Trüpplein zusammengekauerter Häuser vor mir liegen sah. Es war Alles so ziemlich im Alten geblieben: dieselben traulichen friedlichen Hütten mit den breit vorspringenden Dächern, mit den Nelkenstöcken am Fenstergesimse und den säuberlichen Milchbrenten auf der Hausbank. Selbst das Bildstöckl vor dem Brunnen mit dem schönen Spruch, den ich mir als Student in's Notizbuch eingeschrieben:

"Spinne Schücksall, spinne,
Spinne kurz und dinne,
Meinen Lebensfaden ein;
Webe dicht die Leiden,
Webe seigt (seicht) die Freuden,
Webe mir nur Seelenruh' darein."

stand noch ziemlich aufrecht da. Doch hatten Regen und Sonnenstrahl den Spruch fast abgebleicht, nur die Pointe: "Webe mir nur Seelenruh darein" war noch gut leserlich.

Es schlug gerade Mittag, als ich in die enge Gasse einmarschierte und meine Schritte nach einem linksstehenden Hause richtete, das mir noch in der Erinnerung als das Spörr'sche Wirtshaus haftete, obwohl es keinen Schild hat. Braucht auch keinen, denn die Obernberger kennen es ohnehin, und die Fremden, meint der Wirt, finden es leicht. Das Hotel Spörr ist nun freilich kein Gasthof ersten Ranges, wo in den Speisesalons befrackte Kellner auf- und abtrippeln, aber was die gutmütige Frau Wirtin vorsetzt, ist schmackhaft und die Unterkunft reinlich. Übrigens wird das Wirtshaus binnen kurzem umgebaut und vergrößert werden. Der Küchenzettel ist sehr einfach: Knödel, Schmarrn, allenfalls ein "gebackenes Hendl" und - Forellen. Letztere sind wegen ihrer Güte und Billigkeit besonders zu empfehlen, und ich sprach ihnen auch heuer wieder wacker zu. Meine Tischgesellschaft war der Herr Wirt und ein Senner, der von der Seealpe wegen eines verunglückten Stück Viehes herabgestiegen war und sich bei einem Glas Schnaps erquickte. So lebte ich froh und zufrieden wie der Herrgott in Frankreich und hätte mit keinem Erdenpotentaten getauscht. Und als ich dann nach dem Essen mich draußen im schattigen Anger in's weiche Gras legte und die blauen Zigarrenringe aufwärts steigen ließ, da kam es mir vor, als säße rechts von mir König Wilhelm, links Napoleon, und sie sagten zueinander: "Lieber Bruder, lassen wir das Dreinschlagen, Gescheidtes kommt doch nichts heraus."

Später, als die Sonne nicht mehr so heiß schien, machte ich mich auf den Weg zur Seealpe, diesem Schmuckkästlein des Obernberger Tales mit seinen zwei herrlichen Seen. Ihr Besuch kostet geringe Mühe, man steigt in einer leichten halben Stunde zu der Höhe hinauf. Sie liegen im untern der beiden Tälchen, die im Hintergrunde wie Arme den rauhen Fuß des Tribulaun umschlingen, und von denen das nördliche "Hinternendes" über das Muttenjoch in's Magdalenen- und Gschnitztal führt, das südliche Grubental die Alpe mit den Seen birgt. In letzteres führt unser Weg. Zu beiden Seiten steigen amphitheatralisch samtgrüne Matten empor, gekrönt von dunkelbewaldeten Kuppen, überragt von kahlherabstarrenden Felsenwänden. Die übermoosten Steintrümmer, durch die sich der Pfad hinaufwindet, und die eingerissenen Forste geben Zeugnis von den gewaltigen Naturkämpfen, welche hier getobt. Über eine Weile sieht man inmitten des Rasenteppichs die braunen Alpenhütten liegen. Aus dem Schornstein wirbelt der blaue Rauch, vor der Türe sonnen sich grunzend die Schweine, weiter oben klettern Ziegen. Die eigentliche Weide mit den prächtigen Futterkräutern, wo die Kühe grasen, zieht sich etwas weiter oben an den saftigen Pleißen hin, die sich zum Ufer der beiden Seen verflachen. Diese liegen wie zwei Augen hart nebeneinander; bei längerem Regen, besonders zur Frühlingszeit, fließen sie zusammen und bilden dann eine Wasserfläche von länglicher Rundform. Ihr Anblick, wenn man auf der Höhe anlangt, ist äußerst malerisch. Durchsichtig wie ein reiner Edelstein liegt das stille Wasser in der Umrahmung hellgrüner Matten vor uns, bald blauschillernd und mit tausend zitternden Sonnenfunken besäet, bald prachtvoll dunkelgrün. Hier verläuft sich die Flut sanft im Kiese, dort bildet sie in den waldigen Vorsprüngen eine einsame Bucht. An einem Ende steht hart am Ufer eine kleine Fischerhütte, darin ruht der Kahn. Und mitten hinein in diese Idylle warf eine große Naturumwälzung der Vorzeit, vielleicht ein Bergsturz des Tribulaun, riesige Felsblöcke, die fast geisterhaft bleich den See umstarren, entweder einzeln, schroff und kahl, oder zu Gruppen vereint und mit Moos und Gesträuch überwachsen. Was wir aber ringsum schauen, das zeigt uns der Wasserspiegel doppelt: Himmelsblau und Waldesgrün, die friedliche Seehütte mit dem Nachen und das grausige Felsenchaos. Doch nicht lange bleibt das in vollkommener Ruhe. Ein Entenschwarm flattert rauschend über die glänzende Fläche, Fische tauchen auf und plätschern zurück, und drüben, wo die dunklere Färbung des Wassers auf größere Tiefe deutet, schieben sich Wellenkreise vorwärts - eine braunschwärzliche Wasserschlange - wohl eine Coluber natrix schwimmt dahin. Von fern aber hört man das Knallen der Hirtenpeitschen und das Geläute der Kuhglocken, und siehe da - es raschelt durch die Büsche, ein paar muntere Rinder springen in den See und bleiben, ihre Füße kühlend, in der seichten Flut stehen - eine herrliche Staffage, würdig für den Pinsel eines Künstlers! Er würde verstehen, jene stille Bergeinsamkeit zu malen, jene prachtvollen zauberischen Tinten des Sees nachzubilden, jenen sonnenduftigen Ton zu finden, der tiefblau die schattigen Schluchten des Tribulaun ausfüllt. Aber nimmer wird es seinem Pinsel, so wenig wie meiner Feder gelingen, die Stimmungen wiederzugeben, die dieses ruhige und doch bewegte Bild dem Fremden in der Seele hervorruft, vorausgesetzt, daß er dieses blaue Wasserauge nicht bloß als patentierte Schwimmschule schmackhafter Saiblinge und "Forellerlen" ansieht.

Der freundliche Leser, der mich auf meiner Wanderschaft begleitet hat, tut also jedenfalls besser, selbst hinzugehen, um so mehr, als sich mit Benutzung der Brennerbahn die Partie von Innsbruck aus in einem Tage leicht abtun läßt, und gerade der abendliche Heimweg nach Gries mit dem Blick auf die rosig überhauchten Tuxer Ferner den Naturgenuß fast bis zum Einsteigen in den Waggon ungeschwächt anhält. Will man aber Obernberg zum Ausgangspunkt verschiedener Ausflüge machen, so kann man entweder von der Seealpe aus über das Portjöchl in das Pflerschthal oder von der Villfraderalpe über das Fraderjoch nach Gossensaß jenseits des Brenners gelangen. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß in Obernberg sehr schöner Marmor, auch rosenfarbener und gefleckter, gebrochen wird, und die Mineralien den Geognosten reiche Ausbeute liefern.

Quelle: Ludwig von Hörmann, Das Thal Obernberg in Tirol, in: Der Alpenfreund, Monatshefte für Verbreitung von Alpenkunde unter Jung und Alt in populären Schilderungen aus dem Gesammtgebiet der Alpenwelt und mit praktischen Winken zur genußvollen Bereisung derselben. HG Dr. Ed. Amthor, 3. Band, Gera 1871, S. 193 - 198.
Rechtschreibung behutsam neu bearbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht.
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