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STEINKLEE (Melilotus officinalis)

aus: E. Hoffmann-Krayer, H. Bächtold-Stäubli, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens,
Berlin und Leipzig 1932

½ bis 1 Meter hoher Schmetterlingsblütler mit dreizähligen Blättern und kleinen, gelben, traubig angeordneten Blüten. Häufig an Wegrändern, steinigen Orten usw. Neuvermählte hängen einen Kranz oder Strauß reich fruchtenden Steinklees über den Eingang des neuen Heims mit einem Papier voll reifer Samen; der Kranz muß an diesem Platz bleiben, denn er bringt jedermann Glück, der darunter hinweggeht (Greiz) 1). Vielleicht galt der Steinklee, der im trockenen Zustand stark duftet, ursprünglich als Hexenabwehr.

1) Irmischia 1881, 25.


Marzell.