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| April aus: E. Hoffmann-Krayer, H. Bächtold-Stäubli, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Berlin und Leipzig 1932 April (mhd. aberelle). 1. Der Latein. Aprilis 1) soll nach Ovid den Namen von aperire = öffnen haben, weil der Frühling alles öffnet 2). Daneben ist seit der Zeit Karls des Großen die deutsche Bezeichnung Ostermonat (Ôstarmânôth) belegt. Diesem entspricht aber schon das ags. Eósturmônath des Beda (De leyhp. rat. c. 13), das dieser von einer fraglichen Göttin Eostra 3) herleitet, der eine deutsche Ostara (s. d.) entsprechen soll 4). Neben diesen beiden Namen kommen nur vereinzelt andere vor, so im holsteinischen (Bordesholmer) Kalender (16. Jh.) Koltenmaen 6), bei den Nordfriesen Feskmuun 6) (Fischmonat) und Puaskmuun, älter Paeschmaend 7) (Ostermonat), in den Niederlanden Grasmaand 8). Dän. heißt der April Faaremaaned (Schafmonat). Schon das Breslauer Monatgedicht (15. Jh.) hebt hervor, daß in diesem Monat die Schafe geschoren werden 9). Endlich schwed. Vårant oder Vårmånad 10), und isl. Gaukmânadr, neuisl. Harpa 11). Auch bei Fischart findet sich der Name Gauchmonat 12), wohl weil sich um diese Zeit der Kuckuck als Bote des warmen Frühlings hören läßt. Sonst hat Fischart in „Aller Praktik Großmutter" noch die Namen Hirtenmonat 13), Marxmonat 14) (Markus, 25. April) und Stiermonat 15), das letzte wohl, weil im April die Sonne in das Zeichen des Stieres tritt 16). Eine Personifikation des April begegnet in der neuisl. Harpa 17) und in Volkserzählungen 18). 1) Pauly-Wissowa 2,1,271; Weinhold Monatsnamen 30. 2) Schon Meinauer Naturlehre 15. 3) Hoops s. v. EostrApril 4) Weinhold April April O. 51 f. 5) Ebd. 47. 6) Ebd. 37. 7) Ebd. 52. 8) Ebd. 39. 9) Ebd. 37. 10) Ebd. 59. 11) Ebd. 38. 40. 12) Ebd. 38. 13) Ebd. 44. 14) Ebd. 5o. 15) Ebd. 58. 16) Ausdeutungen dieses Monatszeichens bei Nork Festkalender 245 ff. 17) Weinhold AprilApril0. 40. 18) Bolte-Polivka 1, 107. Vgl, AnSpr. 98, 82; 100, 149; Köhler Kl. Schr. 1, 380. 2. In diesem Monat kommt dem 1. April eine ganz besondere Stellung als Narrentag zu. Wenn wir auch die Aprilscherze ausdrücklich erst 1631 auf deutschem Boden belegt haben 19), so scheinen sie doch ein sehr hohes Alter zu haben, da sie in der ganzen idg. Welt bekannt sind 20). Über den Ursprung der Sitte gibt es verschiedene Vermutungen: 1. Das veränderliche und trügerische Aprilwetter soll den Anlaß gegeben haben 21). Doch finden sich die Aprilscherze auch in Ländern, wo im April beständiges Wetter herrscht 22). 2. Es sei eine Erinnerung an das Herumschicken des Herrn von Pontius zu Pilatus 23), das am 1. April gewesen sein soll 24). Damit aber stimmt schlecht zusammen, daß man bei diesem Brauch dumme und einfältige Leute herumschickt. 3. Da der Tag als der Geburtstag des Judas gilt, sei vielleicht die anfängliche Meinung, man müsse vor allerhand Schaden auf der Hut sein, später zur Vornahme von Schabernack mißbraucht worden 25). 4. Es sei aus dem Narrenfest der Römer, den Quirina1ia, entstanden 26). 5. Es gehe auf das alte indische Hulifest zurück 27). 6. Auf dem Reichstag zu Ausgburg (1530) sei, um Ordnung in das Münzwesen zu bringen, ein besonderer Münztag für den 1. April festgesetzt worden. Dieser 1. April war dann das Ziel großer Spekulationen. Und als der Münztag nicht stattfand, verlachte man diese Spekulanten, und der 1. April wurde seit dieser Zeit Feiertag der Narren 28). 7. Zusammenhang mit dem Beginn des neuen Jahres 29). Am meisten leuchtet ein, wenn man hier den Rest eines Frühlingsbrauches sieht 30), der so den Narrenbräuchen der Fastnachtszeit zur Seite steht. Es äußert sich darin die ungebundene Fröhlichkeit, welche alle Menschen bei Beginn des Frühlings (s. d.) ergreift. Im besondern aber vertritt der Aprilnarr, den man hinschicken kann, wohin man will, gewissermaßen den absterbenden, machtlosen Winter, mit dem der seine Herrschaft antretende Sommer tun kann, was er will 31). Und wenn ein Hauptmerkmal der Aprilscherze Täuschungen sind, so hat man auf Beispiele der Mythologie hingewiesen, die zum Teil auch erkennen lassen, daß es sich um einen kultischen Frühlingsbrauch handeln dürfte, der auch in den Quirinalia und dem indischen Hulifest zugrunde liegt. Es wird erinnert an die Täuschung des Kronos durch Rhea-Kybele, die dem Kinder fressenden Gatten statt des neugeborenen Zeus einen in ein Ziegenfell gewickelten Stein darbot, dann an die Täuschung des Winterriesen Thrym in der Edda durch Thor, der als Freya verkleidet ihm naht, und insbesondere an das Täuschfest, das der Venus zu Ehren im Frühling gefeiert wurde. Der Venus war ja auch der 1. April geweiht, und sie führte davon den Beinamen Aprilis. Auch der Name der indischen Liebesgöttin Maja, der Gemahlin der Brahma, hat die Bedeutung von „Täuschung" 32). Es ist auch möglich, daß dieser alten Aprilfeier, die heute mehr oder minder zu einem Kinderbrauch geworden ist, ursprünglich, wie anderen Frühlingsbräuchen (s. Weibermonat), eine erotische Grundlage zukam. Aprilscherze, meist in der Form des „In den April schicken", sind im ganzen deutschen Siedlungsgebiet daheim 33). Bei den Flämen heißt der 1. April deswegen auch „Versendungstag" 34), in England wird er »Allfools Day« (Aller Narren Tag) genannt und das Aprilschicken mit »making an April fool« (einen Aprilnarren machen) bezeichnet 35). Besonders beliebt sind die Aprilscherze in Amerika 36). In Frankreich spricht man vom Aprilfisch und heißt den Gefoppten wie auch den Streich, den man spielt, Poisson d'Avril. Diese Bezeichnung ist auch bei den anderen romanischen Völkern, besonders in Italien (Il pesce d'aprile), üblich geworden 37). Man hat sie auf verschiedene Art zu erklären versucht 38). Wahrscheinlich entspricht dieser Aprilfisch dem deutschen Aprilkalb, Aprilochse u. April, soll also ein dummes Tier bezeichnen. Dabei spielt aber sicher auch der Vergleich mit zwischen dem dummen Fisch, der sich mit Angel oder Netz fangen läßt, und dem Aprilnarren, der ebenfalls auf den Leim gegangen ist. Daß unser Aprilbrauch aus Frankreich stammt 39), ist wenig wahrscheinlich, weil wir dann doch mit der Sache auch den Namen übernommen hätten. Dagegen haben ihn die Tschechen sicher von den Deutschen übernommen, weil sie die Wendung gebrauchen „jemanden in den April schicken" (posílati nekoho Aprilem) 40), während sie sonst den Monat duben (Eichenmonat) nennen. Auch die Schweden 41), Litauer, Polen 42), Portugiesen 43) kennen den Aprilbrauch, den Südslawen ist er unbekannt 44). Auch bei den Russen scheint zu Beginn des 18. Jhs. der 1. April als Narrentag ganz unbekannt gewesen zu sein, und Peter I. hat es sehr übel aufgenommen, als der aus Danzig stammende Theaterdirektor Johann Kunst sich mit ihm und dem Theaterpublikum am 1. April 1705 einen allerdings sehr einfältigen Aprilscherz erlaubte 45). In den April werden natürlich meist nur einfältige Personen und unverständige Kinder geschickt. So heißt es in einem Reimsprüchlein: Den Ochsen, wohin man will; Oft auch am 1. Mai Den Ochsen in das Heu. Schickt man ihn nah, Ist er gleich wieder da; Schickt man ihn weit, So wird er gescheit 46). Im Nahetal sagt man: Der wird in den April geschickt 47). Es gibt verschiedene Arten von Aprilscherzen: 1. Man schaut oder zeigt irgendwohin. Läßt sich ein Anwesender verleiten, dasselbe zu tun, so ist er der Aprilnarr 43). 2. Man macht dem andern das Gesicht schwarz oder weiß oder hängt ihm etwas hinten an die Kleider, z. B. Papierpuppen, Heringe aus Pappe u. April, wie es besonders die Friesen und Holländer lieben 49) (s. anhängen). In Lissabon werden Vorübergehende mit Wasser bespritzt, oder es wird ihnen Pulver ins Gesicht geblasen 50). 3. Man schreibt scherzhafte Briefe, etwa einen mit dem Inhalt: So würd'st du auch nicht ausgelacht 51). 4. Es wird die Nachricht verbreitet, daß da oder dort etwas Besonderes geschehen oder zu sehen sei. Solche Aprilscherze bringen auch manche Zeitungen in der Nummer vom 1. April oder in der vorausgehenden Abendausgabe 52). 5. Am häufigsten aber ist das „In den April schicken" mit unmöglichen Aufträgen. Es ist, meist aus der Apotheke, zu holen: Krebsblut oder Mückenfett 53), Stecknadelsamen 54), Dukatensamen 55), Büberlsamen, zwei Ellen Baß, Gicht- und Gallzwicken 56), Ipitum (Ich bin dumm) um einen Kreuzer 57) Puckelblau 58), rosagrüne Tinte, ein grades Häkchen, gedörrter Schnee 59), gehackte Flohbeine, Kuckucksöl, für einen Pfennig Ohwiedumm 60), ein hölzerner Holzschlägel, schwarze Kreide 61), ein Sonnenbohrer oder Nebeltrenner 62), gesponnener Sand, Kieselsteinöl 63), Mystifit 64) u. April Studenten lassen sich auch für fünf Pfennige »mens« holen 65). Bei Nagold in Württemberg schickt man die Kinder in die Häuser mit einem Zettel, auf dem steht: Schick den Narren weiter, Gib ihm auch ein Stücklein Brot, Daß er net vergebens goht 66). In Schlesien schickt man zum Nachbar um den Windsack, worauf ein mit Stroh gefüllter und mit Steinen beschwerter Sack übergeben wird 67). Ebenda ist auch das Hiltpritschenfangen üblich. Man stellt die Leute mit einem Sack auf das Feld unter der Angabe, daß sie darin die Hiltpritschen, welche man ihnen zutreiben werde, auffangen sollen. Dies geschieht meist abends, und die Veranstalter entfernen sich in der Dunkelheit und lassen die Angeführten so lange stehen, bis sie selbst die Fopperei merken 68). Der Spottname des Angeführten lautet gewöhnlich Aprilnarr 69), im Saterland Aprilsgeck 70), am Rhein Aprelsjeck 71), was mit dem englischen gock verwandt ist. In Nordengland sendet man die Opfer von Haus zu Haus mit einem Brief, in welchem steht: Hunt the gowk another mile 72). Im Anschluß daran wollte man den Aprilbrauch auch auf die Sitte zurückführen, den Kuckuck bei seinem ersten Erscheinen aufzusuchen und von Ort zu Ort zu verfolgen 73). Sonst erhält der Angeführte Tiernamen, er wird mit dem Esel verglichen 74) und Aprilbock 75), Aprilkalb 76) oder Aprilochse 77) genannt, ebenso wie man in der Schweiz die bei den gleichen Februar- und Märzbräuchen Gefoppten Hornibock und Merzafülli (s. März) nennt's). Der Name Aprilochse dürfte bloße Übertragung vom Mai- oder Pfingstochsen (s. d.) sein 79). Eine solche Übertragung vom Pfingstsonntag liegt ebenfalls vor, wenn auch der am 1. April zuletzt Aufgestandene einen Spottnamen erhält und im Allgäu Aprilstier genannt wird 80). In den Spottnamen Aprilbock oder Aprilkalb einen tieferen Sinn zu suchen, etwa einen Zusammenhang mit dem bei Fastnachtsumzügen mitgeführten Bock 81) oder gar einen Dämon des neuen Jahres 82), geht zu weit. Ist der Aprilscherz gelungen, so wird der Angeführte nicht allein als Aprilnarr u. April verspottet, sondern es werden ihm auch eigene Spottreime zugerufen. Am bekanntesten ist: Da schickt man die Narren hin, Wo man hin will 83). Oder: Angeführt, Mit Butter geschmiert, Mit Käse geleckt, Hat's gut geschmeckt 84) ? Oder: Hätsch net g'schaut, Wärscht ke Narr 85). Oder: De Katt schitt, wat se will 86). Oder: Morgen kommt der Unteroffizier Mit der Peitsche hinter dir 87).
In der Volksmedizin gilt der April als gefährlich. Von den
Alten und Kranken sagt man in Baden: „Was der März nicht will, das
nimmt der April." 111). Und im Böhmerwald heißt es: „Der April
führt die alten Weiber in d'Hüll" (Hölle, aber auch Platz
hinter dem Ofen) 112). Der hundertjährige Kalender empfiehlt für
den April: „In diesem Monat mag der Mensch zur Ader lassen oder schröpfen,
auch mag er seinen Leib wohl purgieren und baden" 113). Dagegen heißt
es im tschechischen Böhmen, daß alles Wasser bis zum 24. April
(Georg) giftig ist und man daher bis zu diesem Tage nicht baden soll 114).
Wenn ferner der hundertjährige Kalender vorschreibt „Gewürz,
Hering, Pickling und dergleichen gesalzene Fische zu meiden" 115), so
ist ähnlich bei den Litauern der Pillkaller Gegend verboten, am Georgstag
etwas von Tieren, Vögeln und Fischen Herrührendes zu essen 118).
Der Glaube an die besondere Kraft der Frühlingskräuter äußert
sich, wenn man im April gegrabene und gedörrte Baldrianwurzeln in
die Schränke und Kasten legt, um Motten und Schaben von den Kleidern
fernzuhalten 117). Halb Laub und halb Heu 127). Am Rhein herrscht weiter der Glaube, daß der April dem Mai die Ähren bringen muß, wenn das Jahr fruchtbar sein soll 128). Saat oder Setzen von Pflanzen im April gilt in Süddeutschland als vorzeitig. Der Gemüsesamen sagt: Baust mi in Mai, kimm i glei 129). Dasselbe sagt man im Böhmerwald 130) und Egerland 131) vom Erdäpfelsetzen. In Baden erfolgt dies aber schon im Mai bei Vollmond 132). Von den einzelnen Tagen des April ist der Georgstag (s. d.) besonders wichtig für die Feld- und Viehwirtschaft 133). An ihm, dem weißen Sonntag und dem 1. Mai waren am Lechrain die drei Freinächte der Ledigen, in welchen allerlei Unfug getrieben wurde 134). 96) Lammert 95; Strackerjan 2, 91; H e e r Altglarn. Heidentum 1o; S c h m i t t Hettingen 13. ") M e i e r Schwaben 2, 395 ; Baumgartenjahru.s.Tage23.29; Polt i n g e r Landshut 168; J o h n Erzgebirge 196; J o h n Westböhmen 70; Drechsler 1, 104. Auch bei den Südslawen: Stern Türkei 1, 385. °0) R e i s e r Allgäu 2, 132; J o h n Westböhmen 69. °°) J o h n Westböhmen 70; G e r a m b Brauchtum 31; S a r t o r i Sitte u. Brauch 3, 167. 100) S e h r a m e k Böhmerwald 142. 101) S a r t o r i April April O. 2, 39. l0') W u t t k e 85 § Zoo; F o g e 1 Pennsylvania 31 Nr. 3. Sie werden w-gtterwendisch: J o h n Erzgebirge 5o. l0') M e i c r Schwaben 2, 395. 104) R e i s e r Allgäu 2, 132. los) SAVk. 2, 219. 104) Drechsler 1, 184; vgl. Lamm e r t 96. l0°) Höhn Geburt Nr. 4, 261. l00) Lammert 118. 100) Stern Türkei 1, 385. 110) M e i e r Schwaben 2', 395. 111) Vld. 7 (1905), 7 (Oberschefflenz). 11=) J u n g b a u e r Volksdichtung 224. 11') H o v o r k a u. K r o nf e 1 d 2, 379. 114) Egerl. 16 (1912), 33 nach Grohmann 51. 116) Hovorka und Kronfeld 2, 379. 110) Tetzner Slawen 8o. 117) Drechsler 1, 108. 110) Ebd. lls) Wuttke 85 § Zoo. 1=0) Eberhardt Landwirtschaft Nr. 3, 14. 1=1) J o h n Westböhmen 70. 1==) L a n d s t e i n e r Niederösterreich 67. 1") J o h n Westböhmen 70. 194) G r i m m Myth. 3, 475 Nr. 1073. Vgl. F o g e 1 Penns ylvania 206 Nr. 1034. 1'c) W 1 i slocki Magyaren 149. 1°°) Drechsler 2, 5o. 1") ZfrwVk. 1905, 300. 140) Ebd. 1 r (1914), 270. lsa) Vld. 21 (1919), 9o (Österreich). 130) S c h r a m e k Böhmerwald 232. 131) J o h n Westböhmen 198. 1") M e y e r Baden 423. 1") Vgl. A n d r e e - E y s n Volkskundliches 180. 220 f.; R e u s c h e l Volkskunde 2, 56; S a r t o r i Sitte u. Brauch 3, 169. In Rom gab es im April auf das Gedeihen des Viehs hinzielende Riten der Vestalinnen, vgl. F r a zer 2, 229. 134) Leoprechting Lechrain 168. 4. Im Wetterglauben wird vor allem die Veränderlichkeit des Aprils betont. „Der April tut, was er will" 135), oder mit Hinweis darauf, daß auch im Mai nicht immer beständiges Wetter herrscht: Der Mai hat auch noch allerlei 136). Er jagt die Sau neunmal unter d'Hüll 137) (= hinter den Ofen), denn: Er schneit dem Hirten auf den Hut 138). (He göfft jedem Tunstaken en witten Hot) 139). Im April brauchen die Wiesen und Felder namentlich Regen, daher: oder: Großer Segen 141). Dagegen sagt man: Trockner April ist nicht des Bauern Will' 142). Aprilschnee düngt 143) und ist so gut wie Schafmist 144). Auf den warmen, feuchten April soll ein kühler Mai und nasser Juni folgen: Füllt dem Bauern Scheuer und Faß 145). 135) Zingerle Tirol 154; Reinsberg Böhmen 143 u. Wetter 117; B. Ha1dy Die deutschen Bauernregeln (Jena 1923) 36; ZfVk. 9 (1899), 235; SAVk. 12 (1908), 2o; Vld. 12 (1910), 71 (Oberösterreich); ZfrwVk. 1914, 269. 136) Leoprechting Lechrain 169. 137) Reiterer Ennstalerisch 58. 138) Zingerle Tirol 154; Haldy a. a. O. 36, 39. 139) ZfrwVk. 1914, 269. 140) Leoprechting Lechrain 169. 141) Zingerle Tirol 154; Reinsberg Wetter 113; Ha1dy a. a. O. 39; vgl. SAVk. 2, 241 (Plodze d'avrî, Treso du pai = Pluie d'avril, trésor du pays). 142) Zingerle Tirol 154; Reinsberg Böhmen 143 und Wetter 112; Ha1dy a. a. O. 39; Alemannia 24, 153; ZfVk. 6 (1896), 183. 143) Leoprechting Lechrain 169; Zingerle Tirol 154; Haldy a. a. O. 40. 144) Reiterer Steiermark 120; Vld. 21 (1919), 90 (Österreich). 145) Zingerle Tirol 154; Reinsberg Wetter 113; Haldy a. a. O. 37; Andree Braunschweig 412; Wäldlerkalender 4 (Oberplan 1926), 103; Fogel Pennsylvania 236 Nr. 1219 f.; vgl. Bartsch Mecklenburg 2, 215, 146) Strak-kerjan 1, 514 Nr.259. 147) Sebillot Folk-Lore 1, 87 f. Jungbauer. |