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ALANT (Inula helenium) 1. Botanisches. Korbblütler mit großen gelben Blütenköpfen, die in rispigen Dolden angeordnet sind. Die aus Vorderasien stammende Pflanze wird vielfach in Gärten (besonders auf dem Lande) zu Heilzwecken gezogen 1). In der Antike und im Mittelalter war der Alant eine häufig verwendete Heilpflanze 2). 1) Marzell Kräuterbuch 166 f. 2. Der Alant gilt besonders bei den Slawen als Abwehr- und Zaubermittel 3). In Steiermark räuchert man am Christabend mit Alant 4). Im Sauerland spielt der "Olantskopp" eine Hauptrolle im Kräuterbund an Mariae Himmelfahrt; für jede Kuh im Stall wird ein "Olantskopp" in den Kräuterbund gesteckt 5). Als Pflanze des Abwehrzaubers ist der Alant auch ein altes Pestmittel. Bei den Wenden hat der "schwarze Tod" selbst die Heilkraft des Alant verkündet 6). Bei den Angelsachsen wurde der Alant mit einer Beschwörung ausgegraben 7). 3) Bezzenberger Litauische Forschungen 75; Grohmann
138; ZföVk. 6, 170; Wissenschaftliche Mitteilungen Bosnien-Herzegowina,
4, 447; Krauß Sitte und Brauch 176.
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