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Gegen Verrenkung. 1. Hat sich Jemand ein Glied verrenkt, so nenne ihn beim Taufnamen und sprich: Hast du den Fuß (die Hand etc.) verrückt
und verrenkt?
3. Unser Herr Jesus Christus kam geritten nach Jerusalem, sein Roß stieß wider einen Stein und der Fuß des Pferdes war verrenkt. Bein soll wieder werden Bein und Ader zu Ader, im Namen Gottes etc. +++ (N. Pr. Pr.-Bl. a. F. XI, S. 158.) Gegen gefährlichere Verrenkungen und Lähmungen
durch Fall oder Stoß wurde früher, wie das aus dem Conitzer
Hexenprozeß vom Jahre 1623 (Pr. Pr.-Bl. II, S. 114 f.) hervorgeht,
folgendes Mittel angewandt: Der Kranke wurde mit "Knoblauch und Branntwein
heiß geschmiert" und unter seinen Kopf wurde täglich Braunorant
(blauer Tarant, Gentiana Pneumonanthe)
gelegt. Quelle: H. Frischbier, Hexenspruch und Zauberbann.
Ein Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens in der Provinz Preußen,
Berlin 1870. S. 92f |