SAGEN.at >>Informationen, Quellen, Links >> Dokumentation >> Hexenspruch und Zauberbann

   
 

Gegen Darmgicht

der Pferde und des Rindviehes. Man fährt dem kranken Stück Vieh mit der Hand von der Nase über Kopf, Rücken, Schwanz und Fuß bis an den Rand des Hufhornes und spricht während des Streichens:

Jerusalem, die Judenstadt, wo Jesus Christus gekreuzigt worden ist, dieselbige Stadt zu Wasser und Blut worden ist. So sei dem Fuchs (Braunen) die Kollaue genommen! Im Namen etc.
Dreimal.

Wenn die höchsten Namen genannt werden, wird dem Vieh mit der Hand dreimal an den Bauch geschlagen. - (Für Friesel, Würm' und Darm gut. Neudorf bei Graudenz.) Vgl. A. Birlinger, Volksthümliches aus Schwaben I, S. 204.

Quelle: H. Frischbier, Hexenspruch und Zauberbann. Ein Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens in der Provinz Preußen, Berlin 1870. S. 42 - 43.
Für SAGEN.at korrekturgelesen von Gabriele U., Juli 2005.
© www.SAGEN.at