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Beim Buttern. Bei Bereitung der Butter, dem sogenannten Buttern,
sind noch allerlei Gebräuche im Schwange, welche das Geschäft
fördern oder etwaigen Zauber beseitigen sollen.
Hat man lange Zeit vergeblich gebuttert, so kann man annehmen, daß die Milch, welche die Sahne gegeben, verhext worden ist. Um den Zauber zu bannen, gieße man die Sahne aus dem Butterfasse und fülle dieses mit Wasser. Dann gehe man zur Grenzmarke, nehme von dort drei Feldsteine, mache diese glühend und lege sie in's Butterfaß. Ist nun das Wasser mit den Steinen kalt geworden, so nehme man diese heraus, gieße das Wasser aus und trage die Feldsteine wieder an ihren alten Platz zurück. Doch sehe man sich auf dem ganzen Wege nicht um. Jetzt gieße man die Sahne wieder in's Butterfaß, fange von neuem zu buttern an und man wird sogleich Butter haben. (Samland.)
Quelle: H. Frischbier, Hexenspruch und Zauberbann.
Ein Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens in der Provinz Preußen,
Berlin 1870. S. 124f |