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SCHÖPFERISCHES GESTALTEN
In den Mußestunden, vor allem in der langen Winterzeit,
hat man früher viele Werkzeuge und andere Gegenstände des täglichen
Lebens kunstvoll verziert. Links ein Wetzsteinkumpf, unten ein Fughobel. Von viel Schönheitssinn zeugen die Formen und Verzierungen
dieser Geräte und Gegenstände aus dem Küchenbereich. Das
Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck ist reich an derartigen Schätzen.
Nur ein geringer Teil davon kann ausgestellt werden, der Rest befindet
sich in den Studiensammlungen. Ein Begriff in aller Welt sind Tiroler Bauernmöbel.
Hier eine Zillertaler Truhe im Tiroler Volkskunstmuseum. Viel Kunstfertigkeit brauchte man zum Verzieren der Ranzen
(Bauchgurten), die einen wichtigen Teil der Männertracht darstellen.
Das Bild zeigt die Ausführung in verschiedenen Techniken (Zinn-Nieten,
Seidenstickerei, Federkielstickerei). Künstlerische Begabungen gibt es in allen Volksschichten
auch heute noch in großer Zahl. Manche wenden sich der zeitgenössischen
bildenden Kunst zu, andere dem traditionellen künstlerischen Schaffen
oder dem Kunsthandwerk. (Bild: Der Schnitzer Albin Moroder im Zillertal.) Ein Musterbeispiel für bäuerliche Holzarchitektur:
Hof in Alpbach. Das Tiroler Volkskunstmuseum besitzt eine einzigartige
Sammlung alter Bauernstuben aus allen Landesteilen Tirols und aus verschiedenen
Jahrhunderten. Sie zeugen von hoher Wohnkultur. Diese spätgotische
Stube aus Villanders in Südtirol stammt aus dem 15. Jahrhundert. | |
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