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15. August

Mariä Himmelfahrt, Mechthilde, Arnulf

Hat uns're Frau gut Wetter,
wenn sie zum Himmel fährt,
gewiß sie guten Wein beschert. -

Himmelfahrt Mariä Sonnenschein,
bringt guten Wein.

Maria Himmelfahrt
Maria Himmelfahrt, St. Mang, Füssen, Allgäu
während der Tod (Sensenmann) und der Gehörnte (Teufel) die Erde fest in den Ketten halten,
wird die Jungfrau Maria im Himmel von der hl. Trinität aufgenommen
© Berit Mrugalska, Mai 2006

Volkskundliche Hintergrundinformationen:

Maria Himmelfahrt (15. August). Das höchste Marienfest und einer der größten Feiertage des Kirchenjahres. Dieser hohe Tag soll bereits zur Zeit der Apostel festlich begangen worden sein, in Deutschland im Jahre 818 eingeführt. Es fand besonders durch den Minnedienst aus der Zeit der Kreuzzüge bald höchsten Anklang.

Dem Weihbuschen sind die je nach Talbrauch verschiedenen Kräuter, "die Dreißgen-kräuter", beigemischt und der "Dreißigst" dauert bis Maria Geburt. Er geht auf eine germanische Fastenzeit zurück, die als Toten- und Fruchtbarkeitsopfer anläßlich der Erntefeste begangen wurde.

Diese wandelten sich in feierlichste Prozessionen, Flurumgänge und Feldersegen.

Daß dieser Segen nicht durch Frevlerhände vermindert werde, beginnen die Saltner etliche Tage vor Maria Himmelfahrt ihre Vorarbeiten zur Sicherung der Weingüter und treten am "Hoch-Unser-Frauentag" ihren Dienst als Hüter an.

Brauchtum:

Schon am Vorabende des "großen Frauentages" beginnen Kinder und Weiber nach frühzeitigem Feierabendläuten in Feld, Wald Wiese und Hausgarten allerhand Kräuter zu sammeln, drum in alten Urkunden als "Kräutertag" bezeichnet. Zu Buschen gebunden werden sie an diesem Tage in der Kirche vom Priester geweiht. Das Volk meint, daß den Franziskanern und Kapuzinern ein kräftigerer Segen eigen sei.

Daheim kommen Blumen und Kräuter auf die Dill (offenes Unterdach), werden gedörrt und finden während des Jahres teils Verwendung bei Gewittern, teils bei Krankheiten. Drum haben auch die Wurzgraber und Kräuterweiber besonders zu tun.

Quelle: Heilige im Südtiroler Volksleben, Hans Matscher, Brixen 1961, S. 60 f

Siehe auch Hoch-Unser-Frauentag

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Ab dem 15. August beginnt Die Zeit der Dreißigen, siehe auch Der Frauendreißigst.


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