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26. Juni

Johann, Paul, Vigilius, Rodulf, Jeremias

Kleine Fädchen, fleißige Mädchen.
Große Faden, faule Maden.

Legende:

Johann und Paul (26. Juni) werden zusammen so dargestellt, daß der eine als Attribut eine Sonne hat, der andere eine Regenwolke.

Hat aber einmal ein Heiliger ein bestimmtes Zeichen erlangt, so knüpfen sich rasch und vielfältig Hoffnungen daran. Sonne und Wolke mögen Johann und Paul bald als Fürsprecher in den Wettersorgen der Bauern erklärt und sie zu gewaltigen Wetterherrn gemacht haben. Schon im Jahre 1298 findet sich in einem Salzburger Diplom das Datum: "An sant Johans und Paulstag der Wetterherrn". Weder aus ihrem Leben noch aus der Legende läßt sich eine Erklärung hiefür ableiten.

Volkskundliche Hintergrundinformationen:

Sie wurden einst festtäglich gefeiert, und man ließ auch Kerzen weihen, um sie daheim während eines Gewitters anzuzünden.

Brauchtum:

Noch wandern unter anderem Bittgänger um Gutwetter auf das Vigiljoch bei Lana.

Quelle: Heilige im Südtiroler Volksleben, Hans Matscher, Brixen 1961, S. 37f


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