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25. März

Mariä Verkündigung, Humbert, Ida, Alfwald

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Maria Verkündigung
kommen die Schwalben wiederum. -

So viel Tage vor Marien die Frösche schreien,
so viel müssen sie nachher schweigen. -

Ist Marie schön und hell,
kommt viel Obst auf alle Fäll'.

Dass an Maria Verkündigung nach der Meinung des Volkes "die Schwalben wiederum kommen" und dieser Tag auch anderen Frühlingsbräuchen, wie etwa dem "Marienverbrennen" der 'Siebenbürger Sachsen, Raum gewährt, zeigt, dass auch an dieses Marienfest wegen seiner zeitlichen Lage von außenherr zum festlichen Jahrlauf in Beziehung gesetzt wird. War der Tag sogar einmal der Anfang des jahres, des Marienjahres in Trier, so drückt sich diese Anfangsstellung und damit Zukunftsbedeutung heute auch irgendwie in den Lossprüchen und Wetterregeln des Tages aus. Schönwetter an mariä Verkündigung verbürgt gesegnete Ernte. Fällt auf diesen Tag Frost, so freit es noch 40 oder 25 Tage. mancherorts wurde an diesem Tage die Winterarbeit beschlossen.

Quelle: Volksbrauch im Kirchenjahr, Hanns Koren, Graz 1934, S. 104f

Hintergrundinformation aus volkskundlicher Sicht:

Maria Verkündigung (25. März) Mariens Lieblingsvögel als Frühlingsboten! Einst Lieblinge der nordischen Göttin Idhyn, in der deutschen Dichtung des achtzehnten Jahrhunderts Iduna genannt.

Und froh begrüßten die Griechen die Rückkehr der Seelen, die, als Seelentiere versöhnt, in Gestalt der Schwalben den Frühling und die Fruchtbarkeit zu künden kamen.

Darum ist wohl erklärlich, wenn das Erscheinen dieser lieben und besonders häuslichen Vögel eng mit Maria Verkündigung sich verknüpft hat, denn wo hätte die Seele besser Zuflucht und Erlösung gefunden, Befreiung aus heidnischen Dämonenwahn, als in diesem verheißungsvollen Marienfeste, das verkündete, daß der Heiland Mensch werden würde.

Aberglaube:

Wo Schwalben nisten, schlägt der Blitz nicht ein.

Wer ein Schwalbennest zerstört, schadet dem Hause und den Frevler wird bald ein schreckliches Unglück ereilen.

Schwalben bringen Frieden ins Haus.

Quelle: Heilige im Südtiroler Volksleben, Hans Matscher, Brixen 1961, S. 20

Bibelquelle:

Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die verlobt war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber
erschrak über die Rede und dachte:Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr:
Fürchte dich nicht, Maria,
du hast Gnade bei Gott gefunden.
Siehe, du wirst schwanger werden
und einen Sohn gebären,
und du sollst ihm den Namen Jesu geben.
Der wird groß sein
und Sohn des Höchsten genannt werden,
und Gott der herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben
und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit,
und sein Reich wird kein Ende haben.
Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß?
Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten, darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im 6. Monat, von der man sagt, daß sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie du gesagt hast.
Und der Engel schied von ihr.

Quelle: Lukas 1, Vers 26-38. Luther Bibel Rev. Text 1984, Dt. Bibelges. Stgt., E-Mail-Zusendung von Ulrike Berkenhoff, Mai 2009

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