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14. Februar

Valentin, Bruno, Konrad, Dominika

An St. Valentin friert's Rad mit samt Mühle ein.

Ist's an Valentin weiß,
blüht an Ostern schon der Reis.


Valentinstag

Der heilige Valentin soll in der Zeit der Christenverfolgung heimlich Paare getraut haben. Bis heute schenken sich Liebende im deutschsprachigem Raum Blumen, das Schenken von kleinen Geschenken kommt aus dem anglo-amerikanischen Raum.

Valentin von Terni:
Er war Bischof und erlitt 268 das Martyrium. Die Valentinsbakilika an der Via Flaminia in Rom soll zeitweise seine Reliquien beherbergt haben. Schon im 4. Jahrhundert soll sein Kult nach Rom gekommen sein. Bis dato wurde am 14. Feburar der Göttin Juno, als Schützerin von Ehe und Familie, gedacht und den weiblichen Familienangehörigen Blumen geschenkt. Oft verwechselt mit Valentin von Rätien.

In der Diözese Erfurt wird Valentin am 13. Feburar verehrt. Er ist der Patron der Jugend und der Reisenden, der Imker sowie für eine gute Heirat und gegen die Pest. (Vgl. Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, Schauber, Schindler, Stuttgart 1993, S. 68)


Rose © Berit Mrugalska
Rose © Berit Mrugalska, Oktober 2004

Das Hohe Lied der Liebe
1 Korinther 13

Nichts geht über die Liebe

Ich zeige euch jetzt etwas, das noch weit wichtiger ist als alle diese Fähigkeiten:

1 Wenn ich die Sprachen aller Menschen spräche
und sogar die Sprache der Engel kennte,
aber ich hätte keine Liebe -,
dann wäre ich doch nur ein dröhnender Gong,
nicht mehr als eine lärmende Pauke.
2 Auch wenn ich göttliche Eingebungen hätte
und alle Geheimnisse Gottes wüßte
und hätte den Glauben, der Berge versetzt,
aber ich wäre ohne Liebe -,
dann hätte das alles keinen Wert.
3 Und wenn ich all meinen Besitz verteilte
und nähme den Tod in den Flammen auf
mich,
aber ich hätte keine Liebe -,
dann wäre es alles umsonst.

4 Wer liebt, ist geduldig und gütig.
Wer liebt, der ereifert sich nicht,
er prahlt nicht und spielt sich nicht auf.
5 Wer liebt, der verhält sich nicht taktlos,
er sucht nicht den eigenen Vorteil
und läßt sich nicht zum Zorn erregen.
Wer liebt, der trägt keinem etwas nach;
6 es freut ihn nicht, wenn einer Fehler macht,
sondern wenn er das Rechte tut.
7 Wer liebt, der gibt niemals Jemand auf,
in allem vertraut er und hofft er für ihn;
alles erträgt er mit großer Geduld.

8 Niemals wird die Liebe vergehen.
Prophetische Weisung hört einmal auf,
das Reden in Sprachen des Geistes*
verstummt,
auch das Wissen um die Geheimnisse Gottes
wird einmal ein Ende nehmen.
9 Denn unser Wissen von Gott ist Stückwerk,
und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.
10 Doch wenn sich die ganze Wahrheit zeigt,
dann ist es mit dem Stückwerk vorbei.
11 Anfangs, als ich noch ein Kind war,
da redete ich wie ein Kind,
ich fühlte und dachte wie ein Kind.
Dann aber wurde ich ein Mann
und legte die kindlichen Vorstellungen ab.
12 Jetzt sehen wir nur ein unklares Bild
wie in einem trüben Spiegel;
dann aber stehen wir Gott gegenüber,
jetzt kennen wir ihn nur unvollkommen;
dann aber werden wir ihn völlig kennen,
so wie er uns jetzt schon kennt.

13 Auch wenn alles einmal aufhört -
Glaube, Hoffnung und Liebe nicht.
Diese drei werden immer bleiben;
doch am höchsten steht die Liebe.

Bibel in heutigem Deutsch, Stuttgart 1982

Brauchtum und Aberglaube

Ein junges Mädchen wird jenen Burschen heiraten, den sie am Valentinstag als ersten erblickt. So mancher Junggeselle half daher ein wenig nach und überreichte gleich in der Früh einen Blumenstrauß. (Vgl. Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, Schauber, Schindler, Stuttgart 1993, S. 68)

***

In England war es Sitte, daß jeder sich am 14. Februar, an dem die die Vögel paaren sollten, oder am Vorabend seine Valentine wählte, während er ihr Valentin wurde. Entweder entschied die erste Begegnung am Morgen oder das Los. Man schickte sich gegenseitig kleine Geschenke und Neckereien, besonders Gedichte zu. In Norfolk klopft der Überbringer an die Tür und sucht sie unbemerkt hineinzuwerfen. Die Vereinigung der Valentinen galt als eine günstige Vorbedeutung für eine künftige eheliche Verbindung. Überhaupt wurden allerlei Liebes- und Eheorakel in der Nacht zum Valentinstage vorgenommen. Wenn ein Mädchen beim Wasserschöpen aus dem Brunnen bei der Valentinskapelle bei Guidesweiler (Kreis St. Wendel, Rheinland) auf einen davorliegenden Stein tritt, kriegt es sicher einen Mann. (Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, S. 1503)

***

Der Valentinstag gilt als Unglückstag, weil an ihm Judas Ischariot geboren sein soll. Alles, was an diesem Tage geboren wrid, hat kein Glück und stirbt früh. Wenn es an diesem Tage donnert, sollen viele Leute, besonders reiche, sterben. Auch für das Vieh ist der Valentinstag ein Unglückstag. Wenn ein Stück Vieh fällt, so kommt es nicht auf. (HdA, S. 1502)

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In den Hansestädten trafen sich die Zünfte der Seefahrer, Kaufleute und Handwerker am Valentinstag zu einem gemeinsamen Freundschaftsmahl. (Vgl. Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, Schauber, Schindler, Stuttgart 1993, S. 68)

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Der 14. Februar wurde auch "Vielliebchentag" genannt, auf den Feldern konnte man jetzt schon den Vielliebchen (Feld-)salat stechen (österr. Vogerlsalat). (Vgl. Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, Schauber, Schindler, Stuttgart 1993, S. 68)

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In Amden hat der Valentinstag einer Dämonengestalt, Väledi, den Namen gegeben. (HdA, S. 1502)

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