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3. FebruarBlasius, Philipp v. V., AnsgarSt. Blasius stößt dem Winter die Hörner ab. Legende: Er ist einer der vierzehn Nothelfer und darunter erkenntlich als bejahrter Bischof entweder mit einer eisernen Hechel oder Zange, womit er zerfleischt wurde, oder durch zwei übereinander gekreuzte Kerzen. Nach der Legende rettete er einen Knaben, der eine Fischgräte
verschluckt hatte, vor dem Ersticken und wurde schon im 6. Jahrhundert
als Helfer gegen Halskrankheiten verehrt. Er galt als einstiger Arzt
auch als Patron der Ärzte.
In der Kapelle des Schlosses Braunsberg über Lana suchte man Heilung von Halsleiden durch Trunk aus einem Kelche, die Blasiusminne. Minne bedeutete im Althochdeutsch "Erinnerung, Gedächtnis", und den germanischen Brauch, zu Ehren eines Gottes oder eines Toten die Minne zu trinken. Der Ahnenkult wurde auf Götter und im Christentum auf Gott, Märtyrer und Heilige übertragen. Auch solches Minnetrinken (nicht nur beim Abschied vor einer Reise) lebt bis heute wie etwa bei uns der Totentrunk nach dem Begräbnisse, der "Pietschen". Viele Heilige wurden einst durch den Minnetrunk verehrt bis zur Ausartung, die von Kirche und Staat eingedämmt wurde. Geblieben sind die Blasius-, Johannis-, Martins-, Gertruden- und Sebastians- Minne. Viele Orte sind nach dem Heiligen benannt und manche Berge tragen seinen Namen wie beispielsweise der "Blasiuszeiger" in der Texelgruppe bei Meran.
In der Brixener Gegend muß der Bauer Knecht und Dirn zum Blasiussegen in die Stadt gehen lassen und ihnen das Mittagessen zahlen. In Schlanders wird ein eigener Dienstbotengottesdienst gehalten. In früheren Zeiten wurde auch Blasiuswasser geweiht,
man segnete damit das Vieh und gab ihm davon zu trinken, denn Blasius
galt auch als Schutzpatron des Viehes.
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