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Knappenlöcher in der Wörgler Gegend Vor etlichen Jahren lud der alte „Ofensetzer Seppl“ (Josef Gwiggner) einige Wörgler „Heimatkundler“ zu einer Bergwanderung auf den Eisstein ein, denn er wollte uns noch vor seinem Tode ein verborgenes „Knappenloch“ zeigen. Ausgerüstet mit Genagelten, Seilen, Pickeln, Laternen (Kerzen) usw. zogen wir den Hennersberg hinauf - und es brauchte lange, bis wir dies geheimnisvolle Knappenloch fanden. 30 bis 40 Meter ging es fast eben hinein, dann ziemlich steil schief abwärts. Eingehauene Stufen erleichterten das Vorwärtskommen. Man konnte aufrecht gehen. Da gebot Wasser „Halt“. Durch dieses hellklare Wasser konnte man die Stufen noch weiter hinab verfolgen. In einem trockenen Jahre könnte man wohl weiter einsteigen. Seppl behauptete, tief drunten hätten sie als „Buam“ sogar noch Knappengeräte, wie Hammer, Pickel gefunden und solche seien sicher noch darinnen. Auch zeigte er uns unterhalb der Hennersberger Sprungschanze eine eingefallene Stelle, woselbst der Ausgang eines Stollens gewesen sei. Uns war nun klar, daß hier einmal planmäßig geschürft wurde. Diese Zeit liegt wohl weit zurück! Geht man von Wörgl aus der Straße nach in die Wildschönau, so sieht man auch hier an der Straße und auf der anderen Bachseite solche „Knappenlöcher“. Und solche gibt es in der Wildschönau bis hinauf über Thierbach und Schatzberg noch mehrere.
Steinerner Schmelztiegel Vor Auffach heißt ein Weiler beim „Teglschmied“. Nach Angabe des Herrn Oberlehrers Mühlegger behaupten alte Wildschönauer, daß hier in Tegeln Erz vom Schatzberg geschmolzen worden sei. Zwei solcher Tegeln konnte ich noch ausfindig machen. Einer steht im Friedhof in Oberau. Siehe Bild! Quelle: Johann Federer, Knappenlöcher in der Wörgler Gegend, in: Heimatblätter für den Reichsgau Tirol und Vorarlberg. Monatshefte für Geschichte, Natur- und Volkskunde, 20. Jahrgang 1942, Heft 10 / 12, S. 128 -129.
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