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Grubenbahnen im Bundesland Salzburg HEILSTOLLEN BÖCKSTEIN, BAD GASTEIN Im 1940 angeschlagenen Paselstollen wurde 1954 der Kurbetrieb eingerichtet. Befahren wird mit Akkuloks, Sitz- und Liegewagen eine 2,24 km lange Strecke in Spurweite 600 mm. Die Betriebsanlagen (Ladestation, Remise und Werkstätte) befinden sich obertage vor dem Stollenkurhaus. Pro Zug können 88 Personen befördert werden. IMHOFSTOLLEN Der bereits 1911 angeschlagene Imhofstollen diente ursprünglich dem Goldbergbau, der noch zu Kriegszeiten wegen zu geringer Mächtigkeit der Lagerstätte eingestellt wurde. Die 4,9 km lange Strecke (Spurweite 600 mm) mit der Besonderheit zweier Stollenmünder diente von 1947 bis 1953 touristischen Zwecken als Verbindung zwischen dem Nassfeld im Gasteiner Tal und Kolm-Saigurn im Rauriser Tal. In den Jahren 1992 und 1993 wurde die touristische Befahrung des bergbaugeschichtlich interessanten Stollens wieder aufgenommen, kam aber nach 1994 wegen diverser Probleme zum Erliegen. Das Gasteiner Tal zählt zu den ältesten Bergbauregionen des Landes. 1875 wird die Errichtung von Gleisanlagen für die Grubenbahn im Hieronymusstollen erstmals erwähnt. Literatur:
SALZBERGWERK HALLEIN Die im Obersteinberg-Horizont auf dem Dürrnberg eingerichtete Führungsstrecke (Fremdenbefahrung) besteht seit 1974, nachdem die alte Route mit der fast 2 km langen Ausfahrt aus dem Wolf-Dietrich-Stollen aufgelassen wurde. Die Länge der neuen Befahrungsstrecke beträgt 800 m, Spurweite 500 mm. Nach Auflassung der Solegewinnung im Jahre 1989 werden für den Erhaltungsbergbau von rund 14 Stollenkilometern noch immer Grubenbahnen benötigt. In der Blütezeit des Salzbergbaues erreichte das Schienennetz über- und untertage eine Ausdehnung von bis zu 40 km. Literatur:
DIABASWERK SAALFELDEN Seit 1927 verbindet eine 1,5 km lange Feldbahn mit Spurweite 600 mm das Diabaswerk mit der Bahnverladestelle am Bahnhof Saalfelden. Von der Rechtslage her ist diese Bahn als Bergwerksbahn einzustufen. Die modernst ausgestattete Bahn ist jedoch an ihre Kapazitätsgrenze (Transporte bis zu 200 t pro Tag) gelangt und soll daher durch eine vollspurige Anschlussbahn ersetzt werden.
BEREITS EINGESTELLTE GRUBENBAHNEN Uranbergwerk Forstau Quelle: Harald Waitzbauer, nach Heinrich Harrer † und Herbert Fritz, Eisenbahnen, Schiffahrt und Seilbahnen im Bundesland Salzburg, in: Verkehrsland Salzburg, Schriftenreihe des Landespressebüros, Sonderpublikationen Nr. 198, Salzburg 2004, S. 161/162.
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