SAGEN.at >> Dokumentation >> Andreas Hofer 1767 - 1810 >> Tirols Erhebung im Jahre 1809, Josef Hirn

   
 
  647 - Hofer sucht sich Geltung zu verschaffen
 

 

Leistung eine Probe zu gewinnen, blieb keine Zeit. Rückte ja schon in der zweiten Oktoberhälfte der Feind wieder ins Land.

Die Seele der politischen Landesverwaltung war seit Ende September ohne Zweifel Giovanelli. Bei der Neugestaltung der Generaladministration hatte er dem Sandwirt ein bescheidenes Notiznehmen von ihrer Waltung eingeräumt. Das war Hofer, nachdem er das Patent unterschrieben hatte, doch zu wenig. In eigenhändiger Zuschrift machte er der Zentralbehörde zu wissen, dass alle Beamtenbestellungen ihm zur Kenntnis zu bringen seien, auf dass er die Bestätigung erteile. „Wir brauchen", so lautet die von ihm erteilte derbe Lektion, „für das Land anständige Beamte, es khunte gar noch auf schlecht deuthende Proffisoris khomen. Das ich um alles nichts wissen dörfet, auf dieser Art ist es nicht gemeint gewäsen, sondern die gemeinschaften wollen wissen um der Sachen." 1)

Hofer konnte ordentlich in die Höhe gehen, wenn er wahrnahm, dass man seine Erlässe geringschätze. Wie kräftig sagte er es doch dem

1) Hofer an die G. L. Administration, 12. Okt. J. M.

   
  Quelle: Josef Hirn, Tirols Erhebung im Jahre 1809, Innsbruck 1909, S. 647
 

Rechtschreibung behutsam angepasst.
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