SAGEN.at >> Dokumentation >> Andreas Hofer 1767 - 1810 >> Tirols Erhebung im Jahre 1809, Josef Hirn

   
 
  522 - Senns Entweichung
 

 

des Waffenstillstandes, Senn bereiste einen guten Teil des Landes und betrieb das Zusammentreten einer Art Huldigungslandtages, welcher gnädige Behandlung vom König erbitten sollte. Er, der noch vor einem Vierteljahr zur Waffenerhebung für den „besten aller Monarchen" gerufen hatte, predigte jetzt nur vom Betruge Österreichs und von der Notwendigkeit, sich zu unterwerfen. Wer an der neuen Waffenerhebung des Sandwirts teilnahm, zählte zu den „unsinnigen Rotten", war „ein Würgengel des Fanatismus" und Hofers „gedungener Mietling". Aber mit solchen Deklamationen konnte sich auch ein Senn im damaligen Tirol keine Popularität sichern. Er musste vielmehr sehen, dem heißen Landesboden zu entweichen. Das Bündnerland gewährte ihm eine Freistätte, anfangs August war er schon

   
  Quelle: Josef Hirn, Tirols Erhebung im Jahre 1809, Innsbruck 1909, S. 522
 

Rechtschreibung behutsam angepasst.
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